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Vorstoß des Gesundheitsministers: Spahn will Fettabsaugen zur Kassenleistung machen
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Therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen - mit diesem Argument lehnen Krankenkassen es ab, das Absaugen von Körperfett zu bezahlen. Der Gesundheitsminister will ihnen die Entscheidung darüber abnehmen.

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si-ar 11.01.2019, 08:13
1.

Wie wäre es, wenn auch Magenbänder- und verkleinerungen bezahlt würden. Laut Ärzten, die sich auf Adipositas spezialisiert haben, die einzige Möglichkeit für Menschen mit krankhafter Fettsucht. Diese Operationen kämen die Krankenkassen billiger, als die chronischen, teuren Folgekrankheiten.

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Fee66 11.01.2019, 08:22
2. Fettabsaugen als Kassenleistung

Das sollte von den Kassen auch wohl überlegt sein, ob sie das bezahlen. Es gibt viele, sehr viele die durch ungesunde Lebensweise und wenig Bewegung eine dicke Schicht "anfressen" und sich das auf Kosten der Krankenkasse wieder absaugen lassen wollen. Und das soll dann die Allgemeinheit bezahlen. Die wenigen, die durch Krankheit wirklich davon betroffen sind, sollten allerdings unterstützt werden.

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claus7447 11.01.2019, 08:41
3. Interessant

Um welche Gruppen sich unser Minister kümmert. Gibt es keine anderen Probleme davor? Ich hätte gern eine nasenkorrektur.

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selfrandom 11.01.2019, 08:42
4. Lipödem

Haben meine Vorgänger den Artikel eigentlich gelesen? Hier geht es nicht um Fettabsaugung zur Behandlung von Adipositas sondern zur Behandlung von Lipödemen. Um was es sich dabei handelt dürfen sie jetzt gerne einmal googeln und dann ihre Kommentare überdenken.

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penie 11.01.2019, 08:50
5. Spahn bringt sich ins Gespräch ...

... und zwar mit einer unausgegorenen Idee nach der anderen. Z.B: Ich habe einen Organspenderausweis. Den würde ich sofort zurückgeben, wenn eine Widerspruchslösung beschlossen würde. Da diese grundgesetzwidrig wäre, ist hier aber nichts zu befürchten.
Digitalisierung des Gesundheitswesens: Immer schön, wenn Blinde uns Farben erklären wollen. Offensichtlich hat Herr Spahn keinerlei Vorstellungen von der Komplexität des Themas und der Unzahl an Restriktionen (hauptsächlich Datenschutz), die deutsche Regierungen bzw. Parlamente beschlossen haben und die jedes derartige Unterfangen verhindern werden.
Und jetzt der Versuch eines massiven Eingriffs in die Selbstverwaltungsstrukturen des Gesundheitssystems, und das anscheinend zugunsten einer ganz bestimmten Zielgruppe.
Übrigens gibt es eine gute, jeder Frau bekannte Therapie gegen "krankhafte Fettverteilungsstörungen".

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Wirbelwind 11.01.2019, 08:52
6. Lipödem

Zitat von Fee66
Es gibt viele, sehr viele die durch ungesunde Lebensweise und wenig Bewegung eine dicke Schicht "anfressen" und sich das auf Kosten der Krankenkasse wieder absaugen lassen wollen.
Ein Lipödem lässt sich aber nachweislich durch Ernährung und Sport kaum beeinflussen. Dieses Leiden ist veranlagt. Die Fettzellen in den Extremitäten vermehren sich dabei krankhaft.

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skeptiker81 11.01.2019, 08:53
7. @selfrandom

Falls es jemanden interessiert. Ein Lipödem hat mit Adipositas 0,0 % Übereinstimmung. Aktuell werden von der Krankenkasse dafür Kompressionsstrümpfe/-Armbänder und Lymphdrainagen bezahlt. Summiert man alles auf, sind diese Behandlungen weitaus teurer, als es eine Fettabsaugung wäre. Letztere ist übrigens erfolgsversprechender, verhindert Schmerzen (ein Symptom des Lipödems) und kann die Einlagerungen entfernen, die man durch keine Diät oder Sport los wird...

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antihater28 11.01.2019, 08:53
8. @Nr. 2

Bitte beachten Sie, dass es bei dem Vorstoß darum geht Liposuktion zur Behandlung von Lipödemen als Leistung anzuerkennen. Lipödeme und Übergewicht durch falsche Ernährung und mangelnder Bewegung sind zwei unabhängige Erkrankungen. Lipödeme betreffen hauptsächlich Frauen und sind genetisch bedingt. Sie sind leider mitnichten durch Bewegung und richtige Diät zu kontrollieren. Es gibt zu dem Thema ein kleinen Beitrag bei Stern, der aufzeigt was für ein Problem Lipödeme für die Betroffenen bedeutet. Ansonsten gebe ich Ihnen vollkommen recht, dass eine ungesunde Lebensweise nicht durch die Krankenkasse befeuert werden sollte.

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welt_frieden 11.01.2019, 08:56
9. Ich wäre dankbar

Dieser Schritt wäre großartig. Ich leide selbst an Lipödemen an Oberarmen und im unteren Bein-Bereich. Wenn man sich die Leidenden anschaut und ihre Leidensgeschichten liest (besonders hilfreich auf Instagram), so wird klar, dass dieses Problem in erster Linie nicht kosmetisch ist. Eine Reduktion auf eigene Kosten ist für die meisten nicht machbar und so quälen wir uns weiter.
Ich bin gespannt, ob dieses Thema wirklich voran kommt!

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