Forum: Gesundheit
Zwei Tage Fasten pro Woche: "Ich habe zehn Kilogramm abgenommen"
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Jede Woche zwei Tage fasten, ein ganzes Jahr lang. Lohnt sich das? Und wie hält man das aus? Ein Erfahrungsbericht.

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C-Hochwald 14.02.2018, 07:15
1. Energiebilanz

Jede Abnehmmethode ist nur so erfolgreich wie sie über einen langen Zeitraum diszipliniert angewendet wird. Einige Fakten sind allgemeingültig, vor allem die Energiebilanz. Wenn ich mehr Kalorien zu mir nehme als ich verbrenne, nehme ich im allgemeinen zu. Dies vor allem dann, wenn die Überschüsse aus Fetten, Zucker oder Kohlenhydraten bestehen, welche der Körper speichern kann.
Es gilt also herauszufinden, wie ich zu dem Punkt komme, ab dem mein Energieverbrauch höher ist als die Nahrungsangebote.
Hierzu kann ich hauptsächlich an drei Stellrädern drehen:
1. Bewegung, Sport, Gartenarbeit, etc...
2. Reduzierung der Nahrung
3. Umstellung der Nahrung von kohlehyrat- und fettreichen Nahrungsmitteln hin zu kalorienarmen Lebensmitteln, z.B. Gemüse.
Zu manchen Süßigkeiten gibt es Alternativen. So hat z.B. 100g Schokolade rund 600kcal, 150g Schokopudding aber nur ca. 200kcal, dabei aber dennoch den Schokoladengeschmack.
Aus meiner Sicht ist es für die Langzeitdisziplin auch wichtig, sich ab und an etwas zu gönnen, um nicht ständig Verzicht üben zu müssen.
Ab Start der Abnehminitiative muß man aber schon mit einigen Wochen Übergangszeit rechnen, die durchaus einen Entzugscharakter haben kann. Über Hungergefühl, üble Laune und manchmal auch Müdigkeit oder schneller Erschöpfung beim Sport signalisiert dir dein doofes Hirn erst mal Nahrungsmangel und gaukelt den Hungertod vor. da muß jeder durch, ist halt schwierig die jahrelang eingeübten Essgewohnheiten abzulegen.
Denn, sagen wir 15kg Übergewicht, bedeuten ca. 15 x 7000 = 105.000kcal gespeicherte Energie in der Wampe und den Pausbacken. Bei durchschnittlich 2000kcal Umsatz pro Tag reicht das theoretisch für 52 Tage. Da eine Nulldiat aber unrealistisch ist, sollte man sich erreichbare Ziele stecken, z.B. 500kcal Mehrverbrauch als Nahrungsaufnahme am Tag. Dann erreicht man ca. 3500kcal Abbau pro Woche, was 1/2 kg Fettabbau entspricht.
So kann man dann einigermaßen kontinuierlich in 30 Wochen 15kg abbauen, wenn man ansonsten gesund ist. Selbst wenn nicht jede Woche 3500kcal drin sind (Geburtstage, Urlaub, Einladungen), ergibt sich über die Zeit der Erfolg, ohne sich zuviel unter Zeit- und Erfolgsdruck zu setzen. Je nach Tagesbedingungen können auch mal Sprünge von +/- 1Kg auf der Waage sein. Daher ist es auch wichtig, sich jeden Tag zu notieren, und für jede Woche einen Mittelwert zu berechnen. Entscheident ist die Tendenz des Gewichtes nach unten, nicht die einzelnen Tageswerte. Sollte ein Mediziner sich an dieser Forumsdiskussion beteiligen, könnte er / sie sicherlich genauer auf die Ursachen der Tagesschwankungen des Gewichtes eingehen.
Abschließend kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß Essen und Genuß viel mit Belohnung zu tun hat. Daher darf man sich nach Etappenerfolgen oder dem Erreichen eines sportlichen Zieles (das eben nur wegen der Gewichtsabnahme möglich war) auch mal einen sündigen Tag gönnen. Denn 700kcal Nahrungsüberangebot entsprechen nur 100g Körperfett - das kriegt man die Tage danach auch wieder schnell weg.

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Papazaca 14.02.2018, 07:26
2. Egal, ob 5 zu 2, 16 zu 8 oder Heilfasten,

die Wahrheit ist banal und hat sich auch nicht geändert: 1.) weniger essen, 2.) Sport und Bewegung 3.) Man muß seine Ernährung ändern, weniger und richtig essen.

Ich weiß, das hört sich banal und langweilig an, aber auch die besten Leistungssportler trainieren banal, halten durch und gewinnen so auch Goldmedaillen. So ist es Und der Aschermittwoch ist der ideale Tag, um anzufangen.

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kopfball123 14.02.2018, 08:14
3. Hört sich ja nicht so toll an

10kg in einem Jahr heißt 200g pro Woche. Da braucht man schon sehr viel Disziplin um nicht aus mangelndem Erfolg aufzugeben zumal man ja teilweiße richtig hungern muss.

Um halb 9 ins Bett zu gehen muss man sich auch leisten können und setzt wohl voraus dass man Single ist.

Sport kann übrigens in vielen Fällen kontraproduktiv seln.

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argumentumabsurdum 14.02.2018, 08:27
4. @ C-Hochwald

Hat Ihr Beitrag jetzt irgendeinen Bezug zu dem Artikel? Oder haben sie einfach die Gelegenheit genutzt um mal spontan eine Anleitung zur Gewichtsreduktion hier ins Netz zu stellen?
In dem Artikel geht es ums Intervallfasten, dabei stellt sich der Gewichtsverlust als willkomener Nebeneffekt ein und nicht als vorrangiges Ziel.

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huger56 14.02.2018, 08:42
5. Keine Sache...

Intervallfasten, das habe ich bereits als 17-jähriger (vor 26 Jahren) für mich gefunden. Und zwar einfach dadurch, dass ich nur noch einmal am Tag gegessen habe, dafür aber, worauf ich Lust hatte und auch in der Menge, die ich wollte. Süsskram weggelassen, Alkohol etwas (ich war 17!) reduziert. Das reichte damals für 36 Kilo... und das Jojo hat erst dann wieder zugeschlagen, als ich nach einigen Jahren mit meiner Freundin zusammengezogen bin, die den Kühlschrank immer gefüllt hat. Aktuell versuche ich genau gleich wieder auf mein Wunschgewicht zu kommen und es funktioniert immer noch. Bis jetzt sind es 6kg in ca. 6-8 Wochen, ohne dass ich mir irgendwas wirklich verkneifen müsste. Die Lust auf Süsses ist meist innerhalb von 3-4 Tagen weg, Salziges macht mir da schon mehr Mühe.

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SamZidat 14.02.2018, 09:00
6. Definitiv machbar

Man hungert eben eben kaum "richtig". Nach so dem zweiten Mal ist es mehr ein Gefühl von "Ich könnte jetzt etwas essen …" aber ein "Ich muß jetzt sonst falle ich um!" ist ziemlich selten. Und dafür darf man ja etwas essen.
Auch das früh müde werden hat beileibe nicht jeder.
Und es ist zwar auch etwas mehr als 10 Kilo im Jahr drin - nur, zuviel zu schnell sollte man ja auch nicht abnehmen, das ist auch nicht wirklich gesund.

Was der Artikel aber nicht erwähnt: Auch das was man nur auf dem Zettel beim Arzt sieht wird positiv beeinflusst, von Cholsterin bis zu Blutzuckerwerten.

Und was den guten Tip angeht, einfach weniger zu essen als man braucht: Jo, im Prinzip richtig. Nur in Anbetracht der extremen individuellen Unterschiede, was jeder denn so braucht, in der Praxis ein ziemlich sinnfreier Hinweis.

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prometheus2.0 14.02.2018, 09:01
7. nach Bedarf

Ich mache das "Intervallfasten" nach Bedarf. Um das Gewicht zu halten. Dann aber in Kombination mit einem EMS-Training (20min im Studio unter Anleitung). An diesem Tag esse ich dann gar nichts und Tags zuvor bevorzugt Proteine. Damit nehme ich dann ca. 1kg ab. Wie gesagt nur nach Bedarf.

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jujo 14.02.2018, 09:02
8. ....

Es kommt nicht auf eineZahl an, sondern darauf das Gewicht nachhaltig, bleibend zu verringern. Dazu gibt es eben verschiedene Möglichkeiten. Ich habe mein Ziel 12Kg im letzten Jahr abzunehmen nicht erreicht. Halte jetzt aber seit 6 Monaten ein minus von 7kg.
ich denke und hoffe, das der Jojo-Effekt ausbleibt. Ich hoffe dieses Jahr noch 5kg abzunehmen und dann das Gewicht mit Sport und Heilfasten zu halten.

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fundador 14.02.2018, 09:14
9. Ich kann vieles bestätigen,

was der Autor hier anführt - aber die Heißhungerattacken sind bei mir nicht weggegangen. Außerdem muss man hervorheben, dass sich diese Methode nur für Leute mit gesundem Stoffwechsel empfiehlt. Ich bin medikamentierter Typ II-Diabetiker und hatte infolge des Metformins große Probleme mit meiner Verdauung (abwechselnd Durchfall und Verstopfung - macht gar keinen Spaß!). Außerdem habe ich den Verdacht, dass das kontinuierliche Fasten bei Typ II-Diabetikern dazu führt, dass sich die Insulinresistenz eher noch verstärkt. Nach anfänglich gutem Abnehmerfolg in den ersten 2 Monaten passierte nämlich im dritten Monat bei mir gar nix mehr bei der Gewichtsabnahme - der Diabetiker-Stoffwechsel stellt offenbar sehr schnell auf absolute Sparflamme um, wenn nix mehr reinkommt. Und für die Gesunden: Um das Gewicht zu halten, muss man das Teilfasten dann auch bis ans Lebensende durchziehen - aber angeblich gewöhnt man sich ja früher oder später an alles...

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