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App-Entwicklerin mit 82 Jahren: "Der Computer hat mir Flügel verliehen"
AFP

Masako Wakamiya war 60 Jahre alt, als sie sich ihren ersten Computer kaufte. Heute ist sie 82 - und eine der betagtesten App-Entwicklerinnen der Welt. Ihr Spiel für Senioren begeistert auch Apple-Chef Tim Cook.

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wanderer777 07.08.2017, 20:45
1. Die Wahrheit...

Leider nennt sich heute jeder "App Entwickler", der mit einer Maus einem 1-Click Baukasten umgehen kann - und das trifft sowohl auf achtjährige, als auch achtzigjährige zu. Wirkliche Programmierkenntnisse? Wer braucht sowas schon. Und dementsprechend grottig sieht mittlerweile leider auch die Qualität der angebotenen Apps aus: uneffiziente Programmierung, Batterie- und Speicherfressend - und oft sogar mit hohem Sicherheitsrisiko.

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jufo 07.08.2017, 22:20
2. Schöne Geschichte

Apps entwickeln ist eine schöne Beschäftigung. Gut wenn Senioren die Scheu davor verlieren, sie haben ja meistens Zeit. Ich gratuliere daher der rüstigen Japanerin. (Auch wenn ich den Artikel für etwas geschönt halte ;-) )

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brucewillisdoesit 08.08.2017, 00:06
3.

Zitat von wanderer777
Leider nennt sich heute jeder "App Entwickler", der mit einer Maus einem 1-Click Baukasten umgehen kann - und das trifft sowohl auf achtjährige, als auch achtzigjährige zu. Wirkliche Programmierkenntnisse? Wer braucht sowas schon. Und dementsprechend grottig sieht mittlerweile leider auch die Qualität der angebotenen Apps aus: uneffiziente Programmierung, Batterie- und Speicherfressend - und oft sogar mit hohem Sicherheitsrisiko.
Nah, Angst um die eigenen Pfründe weil andere auch irgendwie Software produzieren ? Vermutlich wird sie nicht Software der Komplexität von OS360, Windows oder dem Oracle RDBMS entwickeln. Na und ? Sofern es auch nur die Anforderungen eines einzigen Nutzers trifft und es ihr Spass macht, ist doch alles ok, oder ?
Meiner subjektiven Erfahrung nach können auch zahllose Entwickler, die damit irgendwie Ihren Lebensunterhalt verdienen nicht vernünftig programmieren. Das gilt insbesondere für jene, die sich etwas darauf einbilden, wie toll sie doch sind und aus pseudo-intellektuellem Selbstbeglückungsverlangen immer neue Abstraktionslayer einziehen, so das der Code am Ende vollkommen unwartbar und durch die ganzen Hierarchien vor allem extrem unperformant ist, dafür aber die 3-fache Entwicklungszeit benötigt, wie geplant. Derartige Typen verschwenden danach auch gerne Unmengen an Entwicklungszeit auf Laufzeitoptimierung ihrer produzierten Module, ohne überhaupt zu wissen, wo der Bottleneck der Applikation liegt.
Nicht das theoretische Überlegungen architektonischer Art grundsätzlich irrelevant sind, aber primär ist erst mal wichtig, das überhaupt Code produziert wird, der die (functionmal & non-functional) Requirements fehlerfrei erfüllt. Der Rest kommt in der Priorität danach, vergessen die meisten "ich bin so ein geiler Entwickler"-Typen leider meistens.

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enchiriadis 08.08.2017, 00:12
4. Eine andere Wahrheit...

Zitat von wanderer777
Leider nennt sich heute jeder "App Entwickler", der mit einer Maus einem 1-Click Baukasten umgehen kann - und das trifft sowohl auf achtjährige, als auch achtzigjährige zu. Wirkliche Programmierkenntnisse? Wer braucht sowas schon. Und dementsprechend grottig sieht mittlerweile leider auch die Qualität der angebotenen Apps aus: uneffiziente Programmierung, Batterie- und Speicherfressend - und oft sogar mit hohem Sicherheitsrisiko.
Nun gut, sich ein völlig neues und komplexes Wissensgebiet anzueignen, aus eigener Kraft; ausgehend von einer Tabellenkalkulation sich die Grundkoordinaten der Programmierung beizubringen - sei‘s mit oder ohne „1-Click-Baukasten“, scheint mir per se und unabhängig vom Alter eine bemerkenswerte Leistung.
Dass jemand im Alter von 82 über Monate hinweg, im absoluten Neuland, diese Frustrationstoleranz und geistige Fokussierung aufzubringen vermag, ist faszinierend.

Demgegenüber gibt es selbstverständlich noch die ganz Großen unter uns. Die Genies. Die, deren reines Sein die Welt zu einem besseren Platz erhebt. Guck mal, zum Beispiel soll es Typen geben, die mit Vokabeln wie „grottig“ oder „wer braucht sowas schon“ undifferenziert gegen die Arbeit anderer ätzen. Selbstverständlich, ohne diese Arbeiten im Einzelnen zu kennen oder sich drauf zu beziehen. Der pauschale Hinweis auf die Apps von „Acht- wie Achtzigjährigen“ ist kongruent mit dem umfassenden Horizont des Denkers. DAS wahrlich ist eine Leistung, die mir, schon aufgrund der subtilen Wortwahl, respektvolle Verbeugungen abnötigt.

Wenn Großgeister wie du eines Tages 80 plus geworden sind, stehen uns sicherlich wahre Wunder bevor, kognitiv wie kommunikativ. Die Leistung, den Knopf für‘s Zimmer-TV zumindest nicht mehr jedes Mal mit dem für die Klo-Hilfe zu verwechseln, wäre beispielsweise ein Schritt, der spätestens im zweiten Pflegeheimjahr zu erwarten wäre. Aus Sicht des Pflegepersonals bestimmt ein echter Mehrwert.

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Addams 08.08.2017, 01:18
5. Ach kommen Sie...

Zitat von wanderer777
Leider nennt sich heute jeder "App Entwickler", der mit einer Maus einem 1-Click Baukasten umgehen kann - und das trifft sowohl auf achtjährige, als auch achtzigjährige zu. Wirkliche Programmierkenntnisse? Wer braucht sowas schon. Und dementsprechend grottig sieht mittlerweile leider auch die Qualität der angebotenen Apps aus: uneffiziente Programmierung, Batterie- und Speicherfressend - und oft sogar mit hohem Sicherheitsrisiko.
... heutzutage nennt sich jedes Geschäft, das Convenience-Teige aus Massenbetrieben zu Backwaren verarbeitet, Bäckerei, Betriebe mit "Austausch-Mechanikern" Autowerkstatt etc. Das Zeichen der Zeit ist halt Redundanz. Dass jetzt auch die diesem Prozeß zum Opfer fallen, die in der Vergangenheit fleißig daran mitgearbeitet haben, hat eine Spur von Tragikkomik. Daher verzeihen Sie: Mein Mitleid hält sich doch arg in Grenzen.
Davon abgesehen, bin ich von der betagten App-Entwicklerin geradezu fasziniert. Sie zeigt sehr anschaulich, dass ein produktives Leben jenseits der von unserer Gesellschaft vermittelten "Produktivphase" zwischen 18 und 45 Jahren nicht nur möglich sondern auch erstrebenswert ist. Da kann man auch mal geflissentlich über Neider, die einem den Titel absprechen wollen hinwegsehen.

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vogel0815 08.08.2017, 10:28
6. Das hat alles nichts mehr mit Entwickeln zu tun

Heute schreibt man höchstens noch Klebercode, um die ganzen Drittentwickler Bibliotheken und Frameworks miteinander zu verheiraten.

Schade.

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tuxrunner 08.08.2017, 12:26
7. So isses

Zitat von vogel0815
Heute schreibt man höchstens noch Klebercode, um die ganzen Drittentwickler Bibliotheken und Frameworks miteinander zu verheiraten. Schade.
Aber wenn dieser Klebercode ausreicht, um das Ziel zu erreichen?

Was ist das anderes als der Unterschied zwischen einem Handwerker, der von der Auswahl seines Werkstoffs bis zum fertigen Stück alles selbst macht und einem Industriearbeiter, der Module zusammennagelt?

Als ich 1995 das erste Mal Borland Delphi in Aktion sah, hatte ich schon das Gefühl, dass die Zeit anbricht, in der auch Analphabeten programmieren könnnen.
Mit den grafischen Sprachen (LabView) ist es nun bald wirklich so weit. Es sei denn, KI macht auch das überflüssig.

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tuxrunner 08.08.2017, 12:31
8.

Zitat von Addams
... heutzutage nennt sich jedes Geschäft, das Convenience-Teige aus Massenbetrieben zu Backwaren verarbeitet, Bäckerei, Betriebe mit "Austausch-Mechanikern" Autowerkstatt etc. Das Zeichen der Zeit ist halt Redundanz. Dass jetzt auch die diesem Prozeß zum Opfer fallen, die in der Vergangenheit fleißig daran mitgearbeitet haben, hat eine Spur von Tragikkomik. Daher verzeihen Sie: Mein Mitleid hält sich doch arg in Grenzen. Davon abgesehen, bin ich von der betagten App-Entwicklerin geradezu fasziniert. Sie zeigt sehr anschaulich, dass ein produktives Leben jenseits der von unserer Gesellschaft vermittelten "Produktivphase" zwischen 18 und 45 Jahren nicht nur möglich sondern auch erstrebenswert ist. Da kann man auch mal geflissentlich über Neider, die einem den Titel absprechen wollen hinwegsehen.
"Sie zeigt sehr anschaulich, dass ein produktives Leben jenseits der von unserer Gesellschaft vermittelten "Produktivphase" zwischen 18 und 45 Jahren nicht nur möglich sondern auch erstrebenswert ist. "

Das möchte ich doch sehr davon abhängig gemacht wissen, ob die Produktivphase aus eingener Freude an der Sache oder aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verlängert wird. Oder finden Sie das Zusammenschieben von Einkaufswagen, weil die Rente nicht reicht, erstrebenswert?

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oberleuris 08.08.2017, 13:36
9. ach so ist das?!

Zitat von vogel0815
Heute schreibt man höchstens noch Klebercode, um die ganzen Drittentwickler Bibliotheken und Frameworks miteinander zu verheiraten. Schade.
und wer entwickelt die ganzen Bibliotheken und Frameworks?

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