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Arbeitsmarkt in Deutschland: "Die Frauen haben aufgeholt, ohne die Männer einzuholen"
DPA

Frauen gehören mittlerweile zu den großen Gewinnern auf dem Arbeitsmarkt, wie eine Bertelsmann-Studie zeigt. Trotzdem liegen Männer beim Gehalt weit vorn. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe.

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eurusiii 15.03.2019, 16:24
1. Äpfel mit Birnen vergleichen

Es gibt auch Männer, die weniger als andere Männer verdienen, weil es am gewählten Beruf liegt ! Dass Frauen 21% weniger als Männer verdienen, liegt an den unterschiedlich gewählten Berufen. Bei identischen Berufen gibt es noch in Summe einen Unterschied von 3 bis 5%, daran sollte noch gearbeitet werden. Aber auch bei identischer Berufswahl gibt es auch bei den Männern untereinander unterschiedliche Gehälter. Grds. sollte es für gleiche Arbeit den gleichen Lohn geben, geschlechterunabhängig. Punkt.

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JungUndFrei 15.03.2019, 16:30
2.

Ein wichtiger Aspekt wurde vergessen, nicht jede akademische Bildung lässt sich gleich gut vermarkten. Dazu kommt, dass manche Jobs, auch im akademischen Bereich, ungemütliche Arbeitsbedingungen mit sich bringen. In meinem nicht repräsentativen persöhnlichen Umfeld, wählen Männer öfters die finanziell erträglichere Variante.

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meinsenf123 15.03.2019, 16:32
3.

Wenigsten wird für einmal darauf hingewiesen, dass bei diesen Gehaltsvergleichen nicht einmal die Arbeitspensen berücksichtigt werden.

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Cogitatio33 15.03.2019, 16:41
4. Nur kurz mal festhalten

Die unterschiedlichen Einkommen liegen also nicht daran, dass ein Mann für die gleiche Tätigkeit mehr Geld verdient, sondern an der unterschiedlichen Wahl der Tätigkeit und an den unterschiedlichen Stunden, die pro Woche abgeleistet werden. Bin auch der Meinung, dass der Weg bis zur "Gleichberechtigung" noch lange dauern wird; nämlich bis sich eine Mehrzahl der Männer "unterqualifizierte" Tätigkeiten aussuchen und auch weniger Stunden pro Woche arbeiten.
Gleichberechtigung kommt meiner Auffassung nach von "gleichem Recht". Das scheinen doch alle zu haben...oder hab ich da irgend etwas verpasst?

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realist4 15.03.2019, 16:46
5. Und täglich grüßt das Murmeltier

Solche Schrottstudien gibt es doch schon zuhauf, worin besteht hier ein Wissenszuwachs? Frauen suchen sich häufig schlecht bezahlte Berufe aus, Frauen arbeiten oft an Arbeitsplätzen unter ihrem Ausbildungsniveau (z. B. weil es im Ausbildungsberuf keine Nachfrage gibt), Frauen arbeiten öfters halbtags (weil sie emotional stärker an ihre Kinder gebunden sind). Wo ist hier die Neuigkeit? Was nutzt die Studie? Nichts, denn die Feministinnen ala Stockowski werden weiter gleuben, dass die Männer daran schuld sind und den Männern ist es egal, sie können es ja ohnehin nicht ändern.

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oliver_krueger 15.03.2019, 16:48
6. krude Zahlenspielereien

Wozu diese irreführenden Zahlenspielereien, die immer wieder suggerieren sollen, wie sehr Frauen im Berufsleben monetär benachteiligt werden. Mythen halten eben lange. Ich möchte nur noch Vergleiche sehen zwischen Oberärztinnen und Oberärzten oder Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern. Da bleibt dann noch ein Unterschied von etw 6%. Was können die Männer, der Gesetzgeber oder die Arbeitgeber dafür, dass sich Frauen oftmals eher soziale Berufe suchen als z.B. als Ingenieurin tätig zu werden. Ingenieurinnen würden dringend gesucht. Auf geht's Mädels

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vox veritas 15.03.2019, 17:02
7.

Mal ganz im Ernst:

In dieser Studie fehlen sechs Jahren - nämlich von 2013 bis 2019!

In der heutigen Zeit sind das Lichtjahre in der gesellschaftlichen Entwicklung. Macht man das mit Absicht?

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sponuser936 15.03.2019, 17:02
8. Das wird immer so bleiben

"Der Weg bis zur Gleichberechtigung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt ist noch lang"

Das wird auch immer so bleiben, solange sich nicht viele Männer dazu erbarmen, weniger zu arbeiten und Berufe zu wählen, die entsprechend schlechter bezahlt werden.

Aber hey, ich denke, wir alle haben die eigentliche Message langsam begriffen; Es sind sowieso IMMER die Männer schuld. Punkt. Das ist sogar so, wenn das Defizit wie in diesem Fall nachweislich bei den Frauen liegt.

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theodtiger 15.03.2019, 17:05
9. Irreführend

Da werden ja Äpfel mit Birnen verglichen. Es geht um das verfügbare Einkommen von männlichen Akademikern und weiblichen "Hochqualifizierten". Unklar ob das das Gleiche ist, klar aber ist auf jeden Fall, dass es da weitgehend um unterschiedliche Berufe und Branchen geht. Es gibt nun mal viel mehr männliche Ingenieure und mehr weibliche Germanisten etc. Die Bezahlung zwischen Branchen ist nun mal verschieden - egal ob Frau oder Mann. Zudem, wird ja nicht einmal auf gleiche Arbeitsstundenzahl umgerechnet. Ist doch klar, dass wer weniger arbeitet auch weniger verdient. Außerdem können die Zahlen so auch nicht stimmen, denn dann hätte es z.B. bei männlichen Akademikern zwischen 1976 und 2013, d.h. in 37 Jahren nur eine Steigerung der verfügbaren Einkommens von insgesamt 4% gegeben. Die 3700 Euro im Artikel waren wohl 3700 DM, was dann einschließlich von Inflation plausibel wäre. Schade, dass so oft ohne viel Sachverstand berichtet wird - insbesondere auch wenn es um den angeblichen gender pay gap geht, der genau analysiert eher im insignifikanten Bereich liegt (max 6% noch ohne Berücksichtigung von Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit, etc).

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