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Arbeitsrecht: Wie geht man mit rassistischen Kollegen um?
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Sie laufen auf einer Demo von Rechtsradikalen mit, lästern auf Facebook über Flüchtlinge, verschicken fremdenfeindliche Witze über WhatsApp - und dann sitzen sie am Schreibtisch nebenan. Wie verhält man sich? Tipps von der Arbeitsrechtlerin.

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latrodectus67 11.09.2018, 15:18
10. So ändern sich die Zeiten

vor 30 Jahren gab es ähnliche Überlegungen, damals ging es um Kommunisten, Grüne und man glaubt es kaum die gab es mal, Friedensdemonstranten. Wann immer sich eine Gruppe obenauf fühlt, wird ausgelotet inwieweit man eine soziale Vernichtung eines Mitbürgers mit unliebsamer Meinung auf welchen Ebenen durchziehen kann. Mal sehen wie es in 30 Jahren von heute aussieht.

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oliver_behre 11.09.2018, 15:23
11.

Zitat von spon-1280768952714
übt keine "hoheitliche Tätigkeit" aus, auch nicht im öffentlichen Dienst. Keine gute Fachkenntnis der Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Das hängt davon ab, ob man "hoheitliche Tätigkeit" nun auf juristisch definiert oder in einer anderen Fachsprache. Fakt ist, dass Schulpflicht besteht, die Kinder also keineswegs "freiwillig" in der Schule und damit unter der Obhut des Lehrers sind. Umgekehrt bedeutet das natürlich, dass ein Lehrer nun die Obhutspflicht hat - und die hat er nicht aufgrund einer (freiwilligen) Übertragung durch die Eltern, sondern durch Hoheitsakt.

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odenkirchener 11.09.2018, 15:27
12. In meiner Lehrzeit. . .

. . .hab ich mal 'n Kollegen, der gerade so'n Mist erzählte, gefragt, wo er denn herkomme. "Von hier. Vom Niederrheine" Daraufhin hab ich ihn darauf aufmerksam gemacht, wer schon alles durch denselben gezogen ist. Es also mit seinem Ariertum nicht soweit hersein könnte. Uih, da musste ich aber schnell sein. . .

Heute muß ich nicht mehr schnell sein. Aber ihren Spaß haben die Braunverfärbten immer noch nicht in meiner Nähe.

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oliver_behre 11.09.2018, 15:28
13.

Zitat von karlsiegfried
Wo findet denn bitte die Abrenzung zur Meinungsfreiheit statt? Was darf mein Arbeitskollege laut sagen und was nicht? Wirklich ein tendenziöser Betrag.
Das trifft eher auf Ihren Beitrag zu. Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, den Sie kommentieren, wären Ihnen die Zauberworte ohne weiteres aufgefallen - "bezug zum Arbeitgeber".

Was Ihr Arbeitskollege sagt oder nicht, ist genau dann nicht mehr von Art. 5 GG gedeckt, wenn es von anderen als Meinungsäußerung *des Arbeitgebers* aufgefasst werden kann (Fallgruppe 1) oder die Rechte anderer verletzt werden, bspw. wenn ein Kollege dadurch beleidigt wird (Fallgruppe 2).

Aber für Anhänger bestimmter Glaubensrichtungen wird das Grundgesetz immer so hingebogen, dass es immer nur für einen selber passt ... selektive Wahrnehmung nennt man das, man kann heutzutage damit amerikanischer Präsident werden.

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sammilch 11.09.2018, 15:30
14.

Zitat von latrodectus67
vor 30 Jahren gab es ähnliche Überlegungen, damals ging es um Kommunisten, Grüne und man glaubt es kaum die gab es mal, Friedensdemonstranten. Wann immer sich eine Gruppe obenauf fühlt, wird ausgelotet inwieweit man eine soziale Vernichtung eines Mitbürgers mit unliebsamer Meinung auf welchen Ebenen durchziehen kann. Mal sehen wie es in 30 Jahren von heute aussieht.
Wenn Sie Nazis mit Friedensdemonstranten oder Grünen auf eine Stufe stellen sollten Sie dringlichst einen Arzt aufsuchen.

Gut gemeinter Rat.

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telis 11.09.2018, 15:30
15.

"wenn der Mitarbeiter den Hausausweis des Unternehmens um den Hals trägt" bei einer demo, alles klar.

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alleghieri 11.09.2018, 15:34
16. Kein Denunziantentum

Frau Balzer hat sehr vernünftige Ratschläge gegeben; insbesondere sollte keine Aufforderung zu einem Denunzianten- oder Spitzeltum gemacht werden. Es gibt immer ganz Eifrige, die den Einsatz gegen Ausländerfeindlichkeit genau so verstehen würden.

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Americanet 11.09.2018, 15:34
17. Ah ja,

...wenn ich also am Sonntagnachmittag Meier aus der Buchhaltung bei einer Veranstaltung sehe, die ich persönlich als "ausländerfeindlich" einstufe, dann darf ich ihn anschwärzen? Gab es dafür nicht früher den Blockwart?

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widower+2 11.09.2018, 15:46
18. Was für ein Vergleich

Zitat von Americanet
...wenn ich also am Sonntagnachmittag Meier aus der Buchhaltung bei einer Veranstaltung sehe, die ich persönlich als "ausländerfeindlich" einstufe, dann darf ich ihn anschwärzen? Gab es dafür nicht früher den Blockwart?
Anders als bei einer Denunziation durch den Blockwart in düsteren Zeiten, hätte Meier aus der Buchhaltung nichts zu befürchten, wenn er sich nicht Straftaten schuldig gemacht hat oder ein eindeutiger Bezug zum Arbeitgeber gegeben ist, der durch Meiers Handlungsweise in seinem Ruf geschädigt werden könnte.

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99Augustus 11.09.2018, 15:50
19.

Es gibt immer wieder Zuschriften, die Straftaten zu verharmlosen suchen. Bitte nicht irreführen lassen. Offen zur Schau getragener Rassismus erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung, und die ist strafbar. Sie ist ein Verbrechen und keine Meinung.

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