Forum: Karriere
Bewerbungen von Müttern: "Lassen Sie die Elternzeit aus dem Lebenslauf raus"
Getty Images/Westend61

Frauen, die nur kurz Elternzeit nehmen, werden von Arbeitgebern als weniger verantwortungsbewusst wahrgenommen, zeigt eine Studie. Bewerbungsberaterin Daniela Römer hat Tipps für Mütter auf Stellensuche.

Seite 1 von 2
Bondurant 27.08.2018, 13:45
1. Einfach nur köstlich.

Frauen, die nur kurz Elternzeit nehmen, werden von Arbeitgebern als weniger verantwortungsbewusst wahrgenommen, zeigt eine Studie.

Wie man's macht, ist's falsch. Entweder faule Hausfrau oder Rabenmutter. Oder - ganz schlimm - gar nicht Mutter. Das einzige, was mich immer wirklich wundert: warum gibt es so wenig reine Frauenbetriebe? Damit müsste man doch alle Probleme lösen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christine.rudi 27.08.2018, 13:51
2. Frauen anzustiften, zu Lügen ist Schwachsinn

Diese Beraterin hat ihren Beruf verfehlt, sorry. Wenn man, als ArbeitNEHMER Informationen zurückbehält, weil die ArbeitGEBER etwas falsch auslegen könnte, wird das Fehlverhalten der ArbeitGEBER NIE korrigiert werden. ... (Oder in 100 Jahren, wenn das Tabu endlich gebrochen wird, wie bei "meetoo", der katholischen Kirche, den Diesel Autos, und und und). Wir müssen, in dieser "Sch...Gesellschaft" endllci aufhören zu lügen, alle miteinander !
R.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
annoo 27.08.2018, 14:26
3. Aha?

Zitat von christine.rudi
Frauen anzustiften, zu Lügen ist Schwachsinn Diese Beraterin hat ihren Beruf verfehlt, sorry. Wenn man, als ArbeitNEHMER Informationen zurückbehält, weil die ArbeitGEBER etwas falsch auslegen könnte, wird das Fehlverhalten der ArbeitGEBER NIE korrigiert werden. ... (Oder in 100 Jahren, wenn das Tabu endlich gebrochen wird, wie bei "meetoo", der katholischen Kirche, den Diesel Autos, und und und). Wir müssen, in dieser "Sch...Gesellschaft" endllci aufhören zu lügen, alle miteinander ! R.
Wenn Sie als Frau einen interessanten Job haben möchten, verzichten Sie dann darauf, sich bestmöglich zu präsentieren, weil Arbeitgeber vielleicht in fünf bis zehn Jahren umgelernt haben könnten? Sie glauben Sie ja wohl selbst nicht, dass Sie so atrusitisch handeln würden. Lügen ist natürlich nicht korrekt (davon war im Artikel auch keine Rede), aber nur die positiven Erfahrungen erwähnen tun wohl die meisten bei einer Bewerbung. Zumindest die die letztendlich erfolgreich sind damit.

Ansonsten sehe ich das wie Poster Nummer eins: Egal was Frauen machen, es ist immer falsch. Nehmen Sie zu kurz Elternzeit, wird ihnen Verantwortungslosigkeit vorgeworfen, nehmen sie normal lange Elternzeit, wird ihnen vorgeworfen, sie hätten sich als Arbeitskraft nicht attraktiv genug gehalten und es werden darüber hinaus Gehaltsunterschiede mit dem längeren Ausfall erklärt.

Warum lese ich eigentlich nie, dass Männern Vorwürfe von Arbeitgebern in die Eine oder andere Richtung gemacht werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gini888 27.08.2018, 15:06
4. Ganz genau

Diese Studie ist ja wirklich erschreckend...aber ich hab mich gleich am Anfang gewundert...Leute schreiben Elternzeit in ihren Lebenslauf? Also ich arbeite nicht in Deutschland und weiß auch nicht wirklich was ein Arbeitszeugnis sein soll, das gibt es wohl nur in Deutschland, habe sowas noch nie bekommen. Ich habe schon in vielen Ländern dieser Welt gearbeitet, und da würde es doch wirklich keinem einfallen in sein Resume reinzuschreiben wann er oder sie auf Elternzeit war. Ich hab 6 Monate maternity leave, währenddessen werde ich ja voll bezahlt und bin auch weiterhin angestellt in meinem Job, wieso sollte das in einem Lebenslauf auftauchen? Wenn man mal länger krank war aber weiterhin normal angestellt, dann schreibt man das doch auch nicht rein, oder? Und überhaupt, ich würde in mein Resume ja auch niemals schreiben ob ich überhaupt Kinder habe, was hat das denn mit meiner Bewerbung zu tun? Habe ich auch noch nie von jemanden gesehen in all den Ländern wo ich gearbeitet habe. Schon seltsam in Deutschland. Aber ich stimme der Autorin voll zu, sowas einfach überhaupt nicht erst reinschreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gini888 27.08.2018, 15:12
5.

Zitat von christine.rudi
Diese Beraterin hat ihren Beruf verfehlt, sorry. Wenn man, als ArbeitNEHMER Informationen zurückbehält, weil die ArbeitGEBER etwas falsch auslegen könnte, wird das Fehlverhalten der ArbeitGEBER NIE korrigiert werden. ... (Oder in 100 Jahren, wenn das Tabu endlich gebrochen wird, wie bei "meetoo", der katholischen Kirche, den Diesel Autos, und und und). Wir müssen, in dieser "Sch...Gesellschaft" endllci aufhören zu lügen, alle miteinander ! R.
Man lügt wenn man eine Elternzeit nicht angibt? Das verstehe ich jetzt nicht....sollte man auch rein schreiben wenn man krank war? Lügen bedeutet etwas unwahres zu schreiben. Während der Elternzeit wenn man weiterhin angestellt ist, wie ist das denn eine Lüge es nicht zu erwähnen? Man ist während dieser Zeit weiterhin angestellt, dann reicht doch reinzuschreiben dass man von Datum X bis Datum X bei dieser Firma gearbeitet hat. Dass man ein paar Monate in Elternzeit war ist doch total irrelevant. Und ganz bestimmt keine Lüge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 27.08.2018, 17:44
6.

Zitat von Gini888
Man lügt wenn man eine Elternzeit nicht angibt? Das verstehe ich jetzt nicht....sollte man auch rein schreiben wenn man krank war? Lügen bedeutet etwas unwahres zu schreiben. Während der Elternzeit wenn man weiterhin angestellt ist, wie ist das denn eine Lüge es nicht zu erwähnen? Man ist während dieser Zeit weiterhin angestellt, dann reicht doch reinzuschreiben dass man von Datum X bis Datum X bei dieser Firma gearbeitet hat. Dass man ein paar Monate in Elternzeit war ist doch total irrelevant. Und ganz bestimmt keine Lüge.
Naja, ich denke, es kommt auf die Situation an. Wenn man z.B. frisch von der Uni 2,5 Jahre bei einer Firma gearbeitet hat und davon waren 18 Monate Erziehungszeit und Mutterschutz und man bewirbt sich dann mit scheinbar 2,5 Jahren Berugspraxis, obwohl man real 0 Ahnung hat (weil Studium ist 3 Jahre her und man hat sich mit den Kindern beschäftigt), dann kann das für den neuen Arbeitgeber schon an eine Lügeg grenzen. Persönlich finde ich es natürlich verdammt schade, daß sich das so auswirkt, aber als kleiner Arbeitgeber kann ich Ihnen auch sagen, daß so ein Verhalten eine kleine Firma ggf. ruinieren kann und dann werden paar Leute arbeitslos, ggf. auch Mütter. Und was machen dann manche Arbeitgeber ? Sie stellen ältere Männer ein ... daher dann ggf. Lohnvorteil. Das ist alles Mist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleser2018 27.08.2018, 20:52
7. Es tut mir leid, aber...

kein Karrierecoach der Welt könnte mich dazu bringen, auch nur einen einzigen mit meinen Kindern verbrachten Tag zu leugnen. Wenn der Chef ein Problem damit hat, wäre es sowieso nicht der richtige Chef oder die richtige Firma. Lasst Euch doch nicht immer so verbiegen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flitzepete 28.08.2018, 05:19
8. Wie erklärt man die Lücke im Lebenslauf

In der Regel beträgt die Elternzeit mehrere Monate oder länger. Was soll man da schreiben. Und was erzählt man dazu im Bewerbungsgespräch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Evo 28.08.2018, 06:57
9. Elternzeit gehört nicht in die Vita

Ich war auch in Elternzeit. Da ich bei dem AG nur ein kurzes Gastspiel hatte, konnte ich da jetzt nicht wirklich mit etwas glänzen. Trotzdem habe ich die Elternzeit nicht rein geschrieben. Das hat nix mit leugnen oder lügen zu tun.
Es geht schlicht darum, dass ich ja die neue Stelle haben möchte und alles weglassen werde, was mich für diese Stelle unattraktiv machen wird. Und ein AG, der bei einem persönlichen Gespräch nicht merkt, dass bei dem Bewerber durch jahrelange Elternzeit kaum Praxiserfahrung vorhanden ist, sry der hat es verdient. Das zeigt dann, dass er sich kaum mit dem Bewerber auseinander gesetzt hat.
Elternzeit gehört nur in den Lebenslauf, wenn ich damit eine Lücke stopfen muss, weil zum Beispiel mitten drin ein Vertrag ausgelaufen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2