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Debatte um Acht-Stunden-Tag: Wenn Angestellte ihre Arbeitszeit selbst bestimmen
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Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche: Der Chef der Wirtschaftsweisen will diese Arbeitsregeln lockern. Unnötig, sagen Experten. Denn es gibt ein viel besseres Modell.

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meinungsforscher 14.11.2017, 11:38
1. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser...

Vertrauensarbeitszeit...was für ein Begriff! Gleitzeit wäre die bessere Bezeichnung: die Anfangszeiten und Endzeiten sind flexibel organisiert: damit entspannt sich der alltägliche Stress, wenn die Kinder mal nicht aus dem Bett kommen oder noch etwas dringendes privates erledigt werden muss und die Endzeiten sind ebenso flexibel. Der Mitarbeiter dokumentiert seine Arbeitszeiten und überwacht selbst, dass die vereinbarte durchschnittliche Arbeitszeit eingehalten wird. Bei Bedarf kann der Arbeitgeber eine Kontrolle der tatsächlichen Arbeitszeit einsehen: willkommen im 21. Jahrhundert!

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sammilch 14.11.2017, 11:44
2.

Zitat von darthmax
sind diese Probleme ein Witz. Arbeitszeit ca. 60 h /Woche, zum burnout keine Zeit. Heimarbeit war und ist immer möglich, wobei die Bezahlung ( der Ertrag ) natürlich leistungsorientiert erfolgen muss, wieviel Zeit aber für eine Leistung benötigt wird ist eben sehr individuell und im Home office nicht zu kontrollieren. Auch nicht von einem Gesetzgeber.
Keine Sorge, Burn-Out trifft auch Selbständige.

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sozialismusfürreiche 14.11.2017, 11:48
3. eines kann ich sagen das funktioniert nicht gut

Unter der Hand arbeite ich bereits in so einer Situation. Das geht sich nicht aus. Es ist immer so dass es Leute gibt die einen 16 Stunden Tag 7 Tage die Woche über 10 Wochen am Stück von einem fordern werden. Als Selbstständiger kann man irgendwann sagen. So nicht und nach 10 Stunden auch mal die neun gerade sein lassen. Als abhängig Beschäftigter geht das nicht. Da wird man vor die Wahl gestellt: Machen oder arbeitslos. Es findet sich immer was um den Mitarbeiter los zu werden.

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squire0815 14.11.2017, 11:53
4. Wahlarbeitszei nur bei wirklicker Augenhöhe bei Rechten und Pflichten!

Aus meiner eigenen Erfahrung eines über 30 jahrigen Arbeitsleben kann ich sagen, dass dieses Vertrauensarbeitszeit bei vollem Stundenausgleich nur funktioniert, wenn man souveräne und integre Vorgesetze hat, die sich an Recht und Gesetz halten nicht ihre Pfünde ( Umsatzsteigerungen) auf dem Rücken der Mitarbeiter erwirtschaften wollen. Wie oft habe ich schon gehört, dass es keine Überstundenvergütung oder -ausgleich gibt. Oft musste ich dieses durch Vertrag und Arbeitsrecht verbriefte Recht in langen und aufreibenden Diskussionen erstreiten. Der Weg vor ein Gericht ist mir und den Unternehmen erspart geblieben.
Aber sehr oft wird einfach versucht das Recht so zu biegen, wie man es gerade braucht.

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spon_2999637 14.11.2017, 11:55
5. Falsch verstanden

"Flexiblere Arbeitszeiten" bedeutet nicht "Angestellte bestimmen die Arbeitszeit" sondern eher so etwas wie "Arbeit auf Abruf" - also jederzeit verfügbar sein aber nur bezahlt werden, wenn wirklich gebraucht.

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So Nebenbei 14.11.2017, 12:24
6. Arbeiten alle nur noch am PC?

Wenn man diese Diskussion verfolgt, fragt man sich, was diese ganzen "Experten" eigentlich so den ganzen Tag foschen. Denn offenbar werden unzählige Berufsgruppen völlig ausgeblendet.
Oder kann ein Klempner, Elektriker, Mauerer, Metzger etc.pp. mal so mir nichts dir nichts dem Kunden sagen, Pause, ich komm um 22 Uhr wieder.
Können Krankenschwestern, Pflegerinnen, Polizisten, Feuerwehrleute mal um drei Feierabend machen, um mit den Kindern zu spielen und dann nach 5h wieder zu ihrem Klientel gehen?
Kann der Maschinenbauer das?
Da merkt man doch, wie weit das Geschwurbel dieser "Experten" von der Realität weg ist.
Und sowas sitzt in einem wichtigem Rat.
Symptomisch für das Deutschland des Jahres 2017.
Unfassbar.

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goldt 14.11.2017, 12:25
7.

Zitat von darthmax
sind diese Probleme ein Witz. Arbeitszeit ca. 60 h /Woche, zum burnout keine Zeit. Heimarbeit war und ist immer möglich, wobei die Bezahlung ( der Ertrag ) natürlich leistungsorientiert erfolgen muss, wieviel Zeit aber für eine Leistung benötigt wird ist eben sehr individuell und im Home office nicht zu kontrollieren. Auch nicht von einem Gesetzgeber.
Dann lassen sie sich halt anstellen! Oder verdienen sie etwa ein wenig mehr? Dieses sich selbst auf die Schulterklopfen gepaart mit Rumgeheule und dem Verlangen, dass es anderen doch auch so zu gehen haben ist ja nicht auszuhalten...

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steinbock8 14.11.2017, 12:33
8. die Diskussion

ist unnötig anständiger Lohn für anständige Arbeit in selbstgewählten Länge macht dieses Problem zu Nichte

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Wunderläufer 14.11.2017, 12:36
9. Zustimmung

Als normaler Angestellter mit Bürojob genieße ich seit fast 20 Jahren die Vorzüge der Vertrauensarbeitszeit; negative Aspekte habe ich bislang keine erlebt. Wenn absehbar ist, dass abends noch wichtige Kontakte mit Asien oder USA anstehen, kann ich früher nach Hause gehen, und diese Termine aus dem Homeoffice erledigen. Eventuell anfallende Mehrarbeit wird als Überstunde behandelt

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