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Ein Fahrlehrer packt aus: "Da hatte ich Tränen in den Augen"
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Vor der Prüfung bekommen seine Schüler Herzrasen: Ein Fahrlehrer erzählt von zitternden Händen, überholten Klischees und Helikopter-Eltern - und warum ihn eine Schülerin ganz besonders gerührt hat.

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werner-xyz 13.08.2018, 07:31
1. meine ich das nur

oder sinken die Anforderungen an die Fahrlehrer? In den letzten Jahren erlebe ich immer öfters haarsträubende Situationen von Fahrschulautos. Mal ein paar beispiele: Fahrlehrer lässt Schüler in eine Straße einfahren, obwohl Gegenverkehr kommt, der Vorrang hat und kein Platz für zwei Autos ist. Da der Fahrschüler nicht rückwärts fahren konnte, musste dann ein (vorfahrtsberechtigter LKW) rückwärts wieder raus. Fahrschüler versucht abzubiegen und verschätzt sich, steht dann mehrere Minuten quer auf der Straße, direkt in einer unübersichtlichen Kurve. Fahrschüler murkst Auto direkt auf Straßenbahngleisen ab, und steht dann ebenfalls minutenlang quer bei dem Versuch ohne den Motor ab zu würgen los zu fahren. Das ist mir früher nie so aufgefallen. In so Situationen muss ich doch als Fahrlehrer mal kurz eingreifen.

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observerlbg 13.08.2018, 07:49
2. Gute Einstellung....

"Ich muss den Fahrschüler selbst kennenlernen, bevor ich seine Anmeldung akzeptiere...". Leider wird das zu selten praktiziert, und es stoßen Charaktere aufeinander, bei denen die Chemie absolut nicht stimmt. Und leider, wie auch an Schulen, lehren oft sozial Inkompetente. Damit ein SChüler nicht unnötig viel Geld "versenkt", sollte er schnell den Fahrlehrer wechseln, wenn er mit ihm nicht klar kommt.

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fehleinschätzung 13.08.2018, 07:53
3. offtopic

wäre schön, wenn die Fahrschulen auch den "niederländischen Griff" üben würden, das kostet nix, hilft aber vielleicht gegen das "dooring".

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observerlbg 13.08.2018, 08:49
4. Das Hauptproblem in Deutschland ist dabei....

Zitat von fehleinschätzung
wäre schön, wenn die Fahrschulen auch den "niederländischen Griff" üben würden, das kostet nix, hilft aber vielleicht gegen das "dooring".
...das Dooring der Beifahrer, da bei uns die Radwege oft rechts neben dem Parkstreifen sind und die Beifahrer noch "blöder" als die Fahrer sind. Und tödlich sind vor Allem die blinden Rechtsabbieger in SUVs, Transportern und LKW.

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odenkirchener 13.08.2018, 09:28
5. @werner

Ich weiß nicht ob das Früher anders war, fällt mir zumindest nicht so auf. Aber vielleicht muß man als Fahrlehrer den Schüler auch mal "auf die Fresse" fallen lassen, damit sie es lernen.

Als ich meinen Patenkindern die Grundbegriffe, wo ist Gas oder Bremse, auf dem Übungsplatz beigebracht habe, versuchte ich ihnen anzugewöhnen, wenn der PKW steht muß der Gang raus sein. Der Fahrlehrer fragte dann, vor welchem Krieg ich denn die Führerschein gemacht habe.

Heute wird das dort den Schülern wohl so beigebracht, weil man raus ist, wenn man vergisst den Gang einzulegen vor dem Losfahren. Den Ansatz muß ich so nicht verstehen. Weil "Gang einlegen" vor dem Losfahren, konnte man mir damals noch beibringen. . .

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Patrizier 13.08.2018, 09:32
6.

Zitat von werner-xyz
oder sinken die Anforderungen an die Fahrlehrer? In den letzten Jahren erlebe ich immer öfters haarsträubende Situationen von Fahrschulautos. Mal ein paar beispiele: Fahrlehrer lässt Schüler in eine Straße einfahren, obwohl Gegenverkehr kommt, der Vorrang hat und kein Platz für zwei Autos ist. Da der Fahrschüler nicht rückwärts fahren konnte, musste dann ein (vorfahrtsberechtigter LKW) rückwärts wieder raus. Fahrschüler versucht abzubiegen und verschätzt sich, steht dann mehrere Minuten quer auf der Straße, direkt in einer unübersichtlichen Kurve. Fahrschüler murkst Auto direkt auf Straßenbahngleisen ab, und steht dann ebenfalls minutenlang quer bei dem Versuch ohne den Motor ab zu würgen los zu fahren. Das ist mir früher nie so aufgefallen. In so Situationen muss ich doch als Fahrlehrer mal kurz eingreifen.
Bei den ersten beiden Beispielen gebe ich Ihnen recht, aber das Abwürgen auf Straßenbahngleisen ist ungefährlich. Die fahren nämlich im Gegensatz zu Eisenbahnen auf Sicht. Und wenn eine Straßenbahn kommt, sollte der Fahrlehrer auch nicht einfach alles übernehmen: Der Schüler muss ja auch lernen, mit solchen Situationen zurechtzukommen, also die Ruhe zu bewahren, wo ihn andere ungeduldige Verkehrsteilnehmer stressen.

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touri 13.08.2018, 09:42
7.

Ich fand meine Fahrschulzeit eher gruselig. Ich hatte einen Fahrlehrer ehemals Bundeswehr und er hat von Anfang der Fahrstunde bis zum Ende nur gemekert. Ich war während der Fahrt immer das reinste Nervenbündel. Nur bei einer Fahrt, wo er einfach mal demonstrativ die Klappe gehalten hat bin ich fehlerfrei gefahren und er hat sich darüber noch gewundert. Führte dazu, dass ich viel mehr Fahrstunden brauchte als eigentlich notwendig. Ach ja, Prüfung war fehlerfrei, da musste er ja zum Glück auch die Klappe halten.

Ich wahr auch nicht der einzige dem er unter die Haut ist. Einmal wollte ein Pastor der Army seinen Führerschein für die EU erweitern lassen, ist also schon seit Jahren in den USA Auto gefahren, und musste dafür auch Fahrstunden nehmen. Ich hab mich damals als Übersetzer zur Verfügung gestellt und saß mit im Auto. Innerhalb kürzester Zeit hat der PASTOR so viele Flüche in Richtung des Fahrlehrers ausgestoßen, das ich schon eher selektiv übersetzte. Er suchte sich danach einen anderern Fahrlehrer, was ich ehrlich gesagt auch hätte tun sollen.

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mwroer 13.08.2018, 10:06
8.

Zitat von fehleinschätzung
wäre schön, wenn die Fahrschulen auch den "niederländischen Griff" üben würden, das kostet nix, hilft aber vielleicht gegen das "dooring".
Habe ich gerade das erste Mal von gehört wenn ich ehrlich bin. Auch das er seit Jahrzehnten übliche Praxis sein soll war mir neu. Ich kenne auch keinen einzigen Bekannten der die Autotür so aufmacht.

Ulkig dabei: Wir sind alle Niederländer und haben alle unseren Führerschein in den letzten 30 Jahren gemacht :)
Was uns in der Tat gründlichst eingetrichtert wird: Erst Schulterblick, dann Tür öffnen. Allerdings als Fahrer mit der linken Hand. Immer noch :)

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stefan.aust76 13.08.2018, 10:09
9. @ odenkirchener

Meiner Frau wurde in der Fahrschulde auch beigebracht, den Gang rauszunehmen, wenn man das Auto abstellt. Das konnte ich meiner Frau dann aber ganz schnell ausreden, denn das ist meiner Meinung nach völliger Unsinn. Der Gang muss alleine schon deswegen eingelegt sein, weil dadurch das Auto gegen wegrollen gesichert ist. Wenn die Handbremse nicht fest genug angezogen ist oder man es - auf ebener Straße - mal vergisst, dann ist das Auto völlig ungesichert. Daher ist immer ein Gang eingelegt, sobald man das Auto ausmacht.

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