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Eine Sicherheitsmitarbeiterin erzählt: "Wir riskieren unser Leben für die Gesellschaf
DPA

Gewalt gehört zu ihrem Alltag: Hier erzählt die Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes von Schlägereien, Messerangriffen und ihrem bislang schlimmsten Erlebnis.

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kosaptes 10.09.2018, 11:06
1. :x

Der Artikel zeigt eine interessante Perspektive. Auch ich mache mir sonst wenig Gedanken darüber das da nicht nur ein Hindernis steht sondern auch ein Mensch.
Viele Menschen wollen Ordnung aber wenige wollen dabei sein wenn sie hergestellt oder erhalten wird.

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*Querdenker* 10.09.2018, 11:20
2. Dringend mehr Mitarbeiter ...

Ich hoffe mal, dass die Dame mir ihrer dringenden Forderung nach mehr Mitarbeitern im Sicherheitsbereich die Polizei meint und nicht private Sicherheitsdienste, denn zur Aufrechterhaltung und Gewährleistung der öfentlichen Sicherheit ist die Polizei zuständig und keine privaten Sherifs von Sicherheitsdiensten.

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spon_6208882 10.09.2018, 11:22
3. Das ist aber sehr vom Event abhängig

Während man damit in der Großdisco sehr wohl rechnen kann, kommt so etwas im Kulturhaus eher selten vor. Das Event entscheidet, was für Publikum dort ist. Und wenn man eben Gewalttäter als Publikum anzieht, kann dagegen gesteuert werden. Man muss es natürlich wollen, oder es eben hin nehmen.
Für alle anderen gibt es viele Alternativen. Viele kleinere Discobetreiber sortieren sehr gründlich aus.

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p2063 10.09.2018, 12:44
4.

Die Branche ist an ihrem schlechten Image aber auch selbst schuld. Ich zumindest komme mir durch mehr Sicherheitspersonal nicht sicherer vor. Zumal es eh fragwürdig ist, wie viele Taten dadurch überhaupt verhindert werden können, wenn jemand eine Waffe auf ein Event schmuggeln will dann wird er das auf irgendeine Art und Weise tun können.

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spon-facebook-10000012354 10.09.2018, 13:02
5. Arbeitsmarktzahlen der Sicherheitsbranche

Ende 2012 haben in Deutschland 139.798 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sicherheitsbranche gearbeitet. Die Zahl der Polizisten in Deutschland befindet sich derweil bereits auf dem höchsten Stand seit mindestens zwei Jahrzehnten. Wie aus Zahlen aus Sicherheitskreisen hervorgeht, lag die bundesweite Polizeistärke im vergangenen Jahr bei 274.441 Stellen (2017). Letztlich findet eine Delegation von der überforderten Polizei an Sicherheitsdienste statt, die inzwischen personell fast 50 % der Personalstärke der Polizei erreichen.
Rechtliche Grundlage für das Tätigwerden sind hauptsächlich § 34a GewO, die Bewachungsverordnung (BewachV) und die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23 sowie bei waffentragenden Sicherheitsmitarbeitern die einschlägigen Bestimmungen des Waffengesetzes. Mitarbeitern von privaten Sicherheitsdiensten stehen grundsätzlich nur die jedermann zustehenden Rechte der Bürger (Jedermannsrecht, § 127 Abs. 1 StPO – vorläufige Festnahme) wie der § 32 StGB (Notwehr), Nothilfe, Notstand und bei Übertragung, die Besitzdienrechte (§ 860 BGB) und das Hausrecht, zu. Ausnahmen ergeben sich durch die Beleihung mit hoheitlichen Rechten, in Deutschland gilt das hauptsächlich für die Bereiche Luftsicherheit, Bewachung von Kernkraftwerken und Einrichtungen der Bundeswehr.
Voraussetzung für die Tätigkeit im Sicherheitsdienst ist mindestens die Unterrichtung gemäß § 34a GewO. Bei bestimmten Tätigkeiten, z. B. im öffentlichen Verkehrsraum, als Kaufhausdetektiv oder als Türsteher von gastgewerblichen Diskotheken wird die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO benötigt. Weitere Qualifikationsmöglichkeiten bzw. Ausbildungsberufe sind: Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK), Servicekraft für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Schutz und Sicherheit und Meister für Schutz und Sicherheit. Das Monopol für die Unterrichtung gemäß § 34 GewO sowie alle Prüfungen haben die Industrie- und Handelskammern, private Bildungsträger können nur die Prüfungsvorbereitungen übernehmen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article170625072/Zahl-der-Polizisten-erreicht-neuen-Hoechststand.html
https://www.lb-detektei.de/die-wach-und-sicherheitsdienste-sowie-detekteien-in-zahlen.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsdienst#Rechtliche_Grundlagen

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sale2 10.09.2018, 13:31
6.

Zitat von *Querdenker*
Ich hoffe mal, dass die Dame mir ihrer dringenden Forderung nach mehr Mitarbeitern im Sicherheitsbereich die Polizei meint und nicht private Sicherheitsdienste, denn zur Aufrechterhaltung und Gewährleistung der öfentlichen Sicherheit ist die Polizei zuständig und keine privaten Sherifs von Sicherheitsdiensten.
Ich hatte das Glück,dass ein Sicherheitsdienst der bei uns im Ort nachts Streife fährt und jedes angeschlossene Geschäft kontrolliert,Einbrecher auf frischer Tat im Laden gestellt hat.Die Ware war schon in Säcke verpackt und zum Abtransport bereit.
Und nun meine Frage,von welcher Polizei sprechen Sie?Die die Nachts mit Sicherheit nicht vor Ort ist.Es ist sicher nur ein Bereich der von diesen Diensten abgedeckt wird,aber ohne sie wird es nicht gehen denn die Polizei kann das nie leisten.
Und den Sheriff gibt es meines Wissens in D nicht,dass können Sie sich sparen.
mfg

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hansfrans79 10.09.2018, 14:01
7.

Zitat von p2063
Die Branche ist an ihrem schlechten Image aber auch selbst schuld. Ich zumindest komme mir durch mehr Sicherheitspersonal nicht sicherer vor. Zumal es eh fragwürdig ist, wie viele Taten dadurch überhaupt verhindert werden können, wenn jemand eine Waffe auf ein Event schmuggeln will dann wird er das auf irgendeine Art und Weise tun können.
Das ist für Sie fragwürdig? Dann helfe ich Ihnen mal: es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, dass nicht doch eine Waffe eingeschleust werden kann, aber die Kontrolle stellt eine wichtige Hürde dar.
Sonst bräuchte ja keiner "auf irgendeine Art und Weise" zu schmuggeln, sondern könnte seine Waffe einfach mitbringen.
Achja und Eins und Eins ergibt NICHT Drei. Nur mal so als Tipp.

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Mathias Brust 10.09.2018, 14:06
8. Ende des Gewaltmonopols

Zitat von *Querdenker*
Ich hoffe mal, dass die Dame mir ihrer dringenden Forderung nach mehr Mitarbeitern im Sicherheitsbereich die Polizei meint und nicht private Sicherheitsdienste, denn zur Aufrechterhaltung und Gewährleistung der öfentlichen Sicherheit ist die Polizei zuständig und keine privaten Sherifs von Sicherheitsdiensten.
Das ist genau meine Meinung. Diese Sicherheitsdienste duerfte es gar nicht geben. Woher nehmen die ueberhaupt ihre rechtliche Legitimation? Ich hatte schon einmal grosse Probleme mit solchen Leuten, die mir das Betreten der Strasse beim Verlassen meiner Wohnung verbieten wollten, weil da gleich Filmaufnahmen stattfinden sollten. Es fehlte jegliche Faehigkeit zur Kommunikation. Die haben sich aufgefuehrt wie die Schergen einer Militaerregierung. Am Ende musste tatsaechlich die Polizei mich vor einem wild gewordenen "Sicherheitsmann" beschuetzen, der angab, mir "eine Kugel in den Kopf jagen zu wollen". Das war uebrigens in England, aber Deutschland scheint auf dem besten Wege dorthin zu sein.

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sandrinus 10.09.2018, 14:27
9. Fluggastkontrolle

Erstmal Hut ab und Danke für die Arbeit die sie leisten bei jedem Wetter. Leider bekommt man es viel zu selten zu hören. Statt dessen wird man angepöbelt, beleidigt, bedroht, angespuckt usw......Die Leute dürfen nicht vergessen, dass ohne die Privaten Sicherheitsfirmen so manches Event nicht stattfinden könnte....??

Aber leider muss ich widersprechen. Die Fluggastkontrolleure arbeiten keine 200 Std. Sondern zwischen 120-160 Stunden
Darauf wird strengstens geachtet.
Selbst wenn Not am Mann ist, machen diese pünktich feierabend und allzu schlecht werden sie nicht bezahlt. Liegt der Stundenlohn bei ca 17? für einen Beruf der KEINE dreijährige Ausbildung erfordert sondern lediglich eine sechs monatige Umschulung??

Die Sicherheitsfirmen am Flughafen dagegen arbeiten am Limit. Nicht selten unter 200 Stunden und einem viel kleineren Lohn.....wie oft müssen sie länger bleiben, weil mal wieder ein Kollege krank geworden ist

Und Hey wir wollen euch nicht ärgern wenn ihr mal wieder ausversehen euren Koffer aus den Augen gelassen habt oder vergessen habt ihn am Gepäckband mitzunehmen....und nein die Boardkartenkontrolle geht auch nicht schneller wenn sie uns anschreien und damit drohen, dass es für uns rechtliche Konzequenzen hat wenn sie den Flug verpassen. Wir arbeiten schon am Limit und das bei einem neun Stunden Tag ohne Pause......Ein lächen oder nettes Wort hat noch niemanden geschadet

Jeder Beruf sollte respektiert werden??

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