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EuGH-Urteil: Dürfen jetzt auch Atheisten für die Kirche arbeiten?
DPA

Die Kirchen sind einer der größten Arbeitgeber, jetzt hat der Europäische Gerichtshof ein wegweisendes Urteil gefällt: Die Konfession darf bei der Jobvergabe nicht immer eine Rolle spielen. Was das bedeutet.

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Crom 17.04.2018, 15:58
1.

Atheisten arbeiten jetzt schon für die Kirchen. Über das besondere Kirchgeld kassiert diese nämlich auch gern diese Personengruppe ab und zwar soweit, dass sogar höchstrichterliche Urteile ignoriert werden. Daher wird das auch in diesem Fall am Ende nicht anders sein.

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joG 17.04.2018, 15:58
2. Das ist sich....

....den Feind ins Haus holen, wenn man die Einstellung vergegenwärtigt, wie deutsche Atheisten über Religion und die Kirchen schreiben und sprechen und welche Gesetze sie wollen. Das dem EuGH durchgehen zu lassen wäre vom Bundesverfassungsgericht unerhört, widerspricht es doch dem GG so offensichtlich.

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geotie 17.04.2018, 15:59
3.

Heißt also, ein Christ darf genauso eine Arbeit bei den Moslems antreten, oder nicht? Bei den anderen Glaubensrichtungen sehe ich da eher keine Berührungsängste.

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ksail 17.04.2018, 16:01
4. Zweischneidige Entscheidung...

Einerseits vergrößert das ja die Chancen kirchennaher Institutionen, geeignete Bewerber für "verkündigungsferne" Jobs zu finden, andererseits frage ich mich natürlich, warum ein Bewerber, der in vollem Bewußtsein und mit aus seiner Sicht gutem Grund aus der Kirche ausgetreten ist, sich ausgerechnet einen kirchlichen Arbeitgeber suchen sollte. Die Kirchen machen mit ihren Beiträgen und Steuern gute und sinnvolle Arbeit, so dass man sich schon fragen muss, ob jemand eingestellt werden sollte, der entweder die Werte der Kirche nicht teilt oder sich das Geld einfach sparen will.

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michael1971 17.04.2018, 16:02
5. Sinnvolle Entscheidung

Z.B. für den Fall: Eine Bekannte hatte sich als Pflegekraft bei einem von der Caritas organisierten Pflegeheim beworben, die dringend Personal benötigten - von oberer Stelle wurde die Beschäftigung aber abgelehnt, weil sie aus der Kirche ausgetreten war. Obwohl das Personal in dem Heim stark unterbesetzt war.

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alsterherr 17.04.2018, 16:07
6.

Zitat von geotie
Heißt also, ein Christ darf genauso eine Arbeit bei den Moslems antreten, oder nicht? Bei den anderen Glaubensrichtungen sehe ich da eher keine Berührungsängste.
Atheismus ist keine Glaubensrichtung .. genauso wie "nicht-Angeln" kein Hobby ist

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Ludwigs Lust 17.04.2018, 16:14
7. Und anders herum?

Zitat von joG
....den Feind ins Haus holen, wenn man die Einstellung vergegenwärtigt, wie deutsche Atheisten über Religion und die Kirchen schreiben und sprechen und welche Gesetze sie wollen. Das dem EuGH durchgehen zu lassen wäre vom Bundesverfassungsgericht unerhört, widerspricht es doch dem GG so offensichtlich.
Ich möchte gar nicht wissen wie groß Ihr Geschrei wäre wenn ich als Atheist keine Christen in meiner Firma einstelle.

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Stäffelesrutscher 17.04.2018, 16:16
8.

Heißt das, es gibt Hoffnung für konfessionslose Kindergärtnerinnen, die beim einzigen einschlägigen Arbeitgeber im Umkreis von 50 km arbeiten wollen?
Oder fällt das auch unter Verkündung, weil den lieben Kleinen beigebracht werden soll, dass sie sich einem Willkürherrscher auszuliefern haben (»Morgen früh / wenn Gott will / wirst Du wieder geweckt«)?

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unpolit 17.04.2018, 16:18
9. Christliche Sprachwahl...

Zitat von joG
....den Feind ins Haus holen, wenn man die Einstellung vergegenwärtigt, wie deutsche Atheisten über Religion und die Kirchen schreiben und sprechen und welche Gesetze sie wollen. Das dem EuGH durchgehen zu lassen wäre vom Bundesverfassungsgericht unerhört, widerspricht es doch dem GG so offensichtlich.
Also, als Christ die Atheisten als FEINDE zu bezeichnen, nun ja, ist halt eine Frage, wie mach Christlich definiert. Aber passt schon, das auf andersgläubige oder gar denkende Menschen einschlagen, egal ob mit Wort oder Schwert, da stehen Sie ja in guter, langer Tradition.

Wir Atheisten verstehen uns da eher als Humanisten. Dem Menschen im Hier und Jetzt verpflichtet. Auch sich selbst. OK, Sie können dann nicht guten GEWISSENS andere wie den letzten Dreck behandeln und meinen, denen geht es dann im Jenseits besser....

Und was schreiben denn die Atheisten so schreckliches über die Kirche? Vielleicht ein paar Dinge, die Christ nicht so gern hört. Aber die in jeder Gemeinde bekannt sind. Oder geschichtlich verbrieft.
Vorschlag: Ändern Sie ihre Einstellung zu AndersDenkenden und danach Ihre Glaubensorganisation. Und dann sehen wir weiter.

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