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Gender Pay Gap: Gleicher Lohn für Frauen? Aber nicht hier
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Frauen verdienen weniger als Männer, das ist bekannt. Die Lücke beim Gehalt hängt aber auch vom Arbeitsort ab. Eine neue Studie zeigt, welche Bundesländer besonders gut abschneiden - und welche besonders schlecht.

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der_mick 14.03.2019, 14:26
1. Frauen verdienen nicht weniger als Männer

Es ist langsam wirklich müßig diesen Unsinn immer und immer wieder klarstellen zu müssen. Nein, Frauen verdienen nicht weniger als ihre männlichen Kollegen. Es gibt keine Gender Paygap! Bitte informieren Sie sich dazu,denn über das Thema wurde nun schon wirklich ausreichend informiert.

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berndscherdel 14.03.2019, 14:28
2. Woran liegts?

Habe ich das jetzt richtig verstanden: Es ist nicht die Schuld "der Männer", dass der Gap so groß ist, sondern "der Frauen". Einfach die "richtigen" Berufe wählen und Vollzeit arbeiten gehen. Dann klappt das auch mit der "Gleichheit".

Nein - ich bin nicht der Meinung, dass das die richtige Herangehensweise ist. In einer Ehe darf es ruhig einen Unterschied im Gehalt geben - das sollten die Eheleute unter sich ausmachen. Und klar ist auch, dass in der Ehe das gesamte Einkommen (inklusive Alterssicherung) auch beiden zu gleichen Teilen zusteht. Damit steht der Gender Pay Gap zwar auf dem Papier, aber beide sollten damit glücklich sein.

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faz-leser 14.03.2019, 14:31
3. Und ewig grüßt das Murmeltier ...

Jedes Jahr die selben Zahlen. Frauen verdienen in vergleichbaren Jobs rund 6 % weniger als Männer. Das ist ungerecht und gehört dringend abgeschafft. Die übrigen 15 % Einkommensunterschied - die auch hier wieder einmal zu Unrecht als Lohnunterschied bezeichnet werden - sind auf persönliche Entscheidungen und Lebensmodelle von Frauen, Männern und Familien zurück zu führen. Derlei Entscheidungen zu kritisieren, steht der Gesellschaft nicht zu, denn derlei Entscheidungen sind Privatsache. Wann endet endlich diese Art der Bevormundung von Frauen und Familien? Wenn eine Frau nicht Vollzeit, sondern nur Teilzeit arbeiten will, sollte die Gesellschaft das so akzeptieren und sich nicht darüber echauffieren, dass dies vermeintlich ungerecht sei. Die Lebensmodelle von Frauen, Männern und Familien sind deren Privatsache und sollten nicht zum Gegenstand einer dogmatischen Frauenpolitik gemacht werden.

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der_mick 14.03.2019, 14:32
4. Nur Frauen einstellen

Würde es sowas wie ein Gender Paygap wirklich geben, würden die Firmen nur noch Frauen einstellen um die Lohnkosten niedrig zu halten. Ein interessantes Beispiel der letzten Tage: Bei einer internen Untersuchung der Lohne bei Google, sollte festgestellt werden, um wie viel die Männer mehr verdienen als ihre weiblichen Kollegen. Sie können sich sicher vorstellen, wie groß die Überraschung war, als festgestellt wurde, dass die Männer weniger erhielten als die Frauen! Hier der Artikel aus der NY Times: https://www.nytimes.com/2019/03/04/technology/google-gender-pay-gap.html

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teekesselchen 14.03.2019, 14:38
5.

das mit den 21% beim Gender-Pay-Gap ist Blödsinn!

Bezieht man nämlich mit ein, das Frauen viel häufiger in schlechter bezahlten Berufen arbeiten als Männer, ist es nicht verwunderlich, dass Frauen weniger verdienen.

Auch machen Frauen viel häufiger Teilzeit als Männer die viel häufiger Vollzeit arbeiten. Sollen die Frauen die Teilzeit arbeiten genauso viel verdienen wie Männer die Vollzeit arbeiten? Nein?

Wenn man die zwei Punkte Teilzeit/Vollzeit, schlechter bezahlte Berufen mal in Relation setzt, dann liegt der Gender-Pay-Gap nur noch bei ca. 7%!

Vergleiche hier ein Artikel bei telepolis:
https://www.heise.de/tp/features/Ten-Years-Gender-Pay-Gap-Mistake-Ein-Irrtum-wird-zehn-Jahre-alt-3652060.html?seite=2

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derleibhaftige 14.03.2019, 14:39
6. Problem läßt sich lösen.

Das Problem haben Männer aber auch. Auch bei Männern verdient ein anderer wesentlich mehr, weil er eine schönere Krawatte trägt oder weil seine Zähne weißer strahlen. Das ist halt so und wird sich nur dann abstellen lassen, wenn man gewisse Standards beim Gehalt für die gleiche Tätigkeit gesetzlich festschreibt. Also über Gehaltsbänder und Tarife für alle Branchen und für alle Berufe und Altersklassen, in denen festgelegt wird, was jemand für eine Tätigkeit in welchem alter mindestens zu verdienen hat. Dann ist es auch egal ob Männlein oder Weiblein, anders geht es halt nicht.

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chb_74 14.03.2019, 14:42
7. Nicht vergleichbares vergleichen

Ich finde die auch in diesem Artikel wieder zitierten Zahlen hoch problematisch, weil sie eine massive, pauschale Ungleichbehandlung von Frauen suggerieren. Das ist aber nicht der Fall. Überall dort, wo Tarifverträge existieren, gibt es genau 0% Unterschied für gleiche Qualifikation und Erfahrung. Überall dort, wo im AT-Bereich darüber hinaus frei verhandelt wird, gibt es messbare Unterschiede in der Größenordnung von ca. 5-10%, welcher meiner ganz eigenen Erfahrung nach maßgeblich durch unterschiedliche Gehaltsverhandlungsstrategien bedingt ist: Frauen fordern knapp das, was sie vielleicht gerne hätten und Männer fordern 20% mehr, um sich dann runterhandeln zu lassen. So schlicht und simpel kann manchmal die Erklärung für Realitäten sein. Ansonsten ist es nicht verwunderlich, dass eine Frau, die nach 2x 3 Jahren Elternzeit auf 50-70% Teilzeit mit wenig Flexibilität wieder in einen Betrieb zurück kommt, nicht die Karriere- und Gehaltsentwicklung erleben kann, die Mann oder Frau ohne diesen Weg erleben können. Das hat aber nichts mit "Frauendiskriminierung" zu tun, sondern mit der Logik von Gehaltsentwicklungen in großen Betrieben, wo eben Erfahrung und Flexibilität finanziell honoriert wird - ob man das nun gut findet oder nicht. Es hat aber eine gewisse innere Logik. Es wäre also in Summe gut, weniger mit diesen Mittelwerten "über alles hinweg" zu operieren, sondern noch deutlich stärker zu differenzieren, um tatsächliche Defizite und Ungleichbehandlungen punktgenau aufzuspießen. Wenn mir jemand erzählt "Frauen verdienen 21% weniger als Männer", kontere ich ebenso pauschal mit "Frauen arbeiten auch 23% weniger" und beende für mich die Diskussion, weil sie zu nichts Sinnvollem führen wird.

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Jörg-Detlef 14.03.2019, 14:42
8. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Im öffentlichen Dienst sollte dieses Prinzip eine Selbstverständlichkeit sein. Den privaten Arbeitgebern sollte freigestellt sein resp. bleiben, wie sie ihre Lohnpolitik in dieser Hinsicht gestalten. Hieraus durchaus erwachsende Ungerechtigkeiten müssen in einer Marktwirtschaft hingenommen werden.

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andere Hobbys 14.03.2019, 14:44
9. Bei gleicher

Qualifikation und Tätigkeit ergab sich schon 2014 nur ein Gap von ca. 6 Prozent.
Diese Studie ist reine Propaganda die das Thema wieder befeuern soll. Wenn Frauen doch so billig arbeiten, warum sind dann überhaupt noch Männer angestellt ?

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