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Gender Pay Gap: Ungleiche Bezahlung? Und tschüss!
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Ein Arbeitgeber bezahlt Männer und Frauen unterschiedlich? Vor allem für jüngere Angestellte wäre das ein Grund für eine Kündigung, wie eine neue Studie zeigt.

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eiffe 15.03.2019, 14:24
1.

Das wäre in der Tat ein Grund zur Kündigung. Benachteiligung wie z.B. aufgrund von Schwangerschaft wäre sicher auch ein Anlass. Aber da ein Gender Pay Gap bisher nicht nachgewiesen wurde, ist das eine rein hypothetische Diskussion.

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berndscherdel 15.03.2019, 14:29
2. Verständnisproblem

Verstehe ich nicht:
Ich glaube nicht, dass irgendein Unternehmen die Bezahlung einer Person abhängig von deren Geschlecht macht. Insofern ist diese Frage rein theoretisch (evtl. ist die Pornoindustrie hier eine Ausnahme).

Auf der anderen Seite. Der unbereinigte Gender Pay Gap kommt in praktisch jedem Unternehmen vor. Es wäre schon ein großer Zufall, wenn die Gehaltsumme pro MA für beide Geschlechter genau gleich wäre.

Also worauf will man damit hinaus?

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Crom 15.03.2019, 14:45
3.

Warum sollte ich kündigen, wenn andere schlechter verhandeln? Wenn ich allerdings weniger verdiene, dann sollte ich mich hinterfragen und eben schauen, ob's anderswo mehr gibt und dorthin gehen.

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girge 15.03.2019, 14:47
4.

Ein statistisc relevanter gender pay gap wird sich in keinem unternehmen finden lassen, noch viel weniger nachweisen lassen.
Es gibt ihn auch nicht, wie sich ganz leicht nachrechnen lässt:
5000€ Gehalt kriegt der Mann
4.700€ die Frau laut GPG
Die 300€ weniger sind auf jeden Fall verhandelbar. Insofern wäre es ihre eigene Schuld und kein systemischer Fehler.

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theodtiger 15.03.2019, 14:54
5. Gründlichere Recherche zeigt geringere Relevanz

Es wäre wünschenswert, wenn SPON sorgfältiger recherchieren würde. In der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14.3.2019 ( https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2019/03/PD19_098_621.html) steht: " Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer. Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Es ist davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfallen würden, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen." (Diese umfangreichere Untersuchung wird nur in größeren Zeitabständen gemacht). Es dürfte klar sein, dass wer weniger Erfahrung hat (Unterbrechungen der Berufstätigkeit) auch weniger produktiv ist und daher weniger verdient. Hinzu kommt vielleicht auch ein höhere Bereitschaft von Arbeitgebern, Frauen im Falle von Krankheit von Kindern oder aus anderen Gründen eher frei zu geben, was auch Kosten verursacht. Schließlich sollte eine einfache wirtschaftlicher Erwägung zeigen, dass es in der Realität den behaupteten gender pay gap in nennenswerter Größe gar nicht geben kann. Wenn Frauen wirklich bei gleicher Leistung 20 oder auch nur 6% billiger arbeiten würden, dürften Unternehmen nur noch Frauen und eben nicht die teueren Männer einstellen. Täten sie es dennoch, könnten solche Unternehmen wegen höherer Kosten Wettbewerbsnachteile haben oder gar vom Markt verschwinden. Dürfte also kaum viel dran sein am gender pay gap, und daraus abgeleitete Forderung gingen in die Irre (was nicht heisst, dass Familien- und Hausarbeit nicht zwischen den Beteiligten fair aufgeteilt werden sollte).

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großwolke 15.03.2019, 14:57
6. Nicht-Statistik

Das sind zwar sehr schöne Zahlen, aber es erinnert ein wenig an die Umfrage zur Länge der Nase des Kaisers von China (den in der Verbotenen Stadt niemand sehen konnte). Gerade junge Angestellte sind vom Gender Pay Gap in der Regel nicht betroffen, das zeigen auch die Datenerhebungen zum Thema deutlich: Eintrittspositionen sind innerhalb eines Unternehmens meist entweder tariflich oder durch tarif-ähnliche Modelle reguliert, da gibt es kaum Unterschiede. Die tun sich erst später in der Laufbahn auf, wenn nach Beförderungen um Geld verhandelt werden muss bzw. wenn durch die bekannten Umstände (Mutterschutz, Elternzeit etc.) die Frauen in den Beschäftigungsjahren zurückfallen. Dazu kommt noch die deutsche (Un)kultur der Verschwiegenheit in Gehaltsdingen - nicht nur ist kaum einer der Befragten von dem Umstand betroffen, wenn sie es wären, würden sie es auch nur selten bemerken. Von daher: jetzt haben wir zwar eine Umfrage, sind dadurch aber kein bisschen schlauer...

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Einhorn 15.03.2019, 14:59
7.

Natürlich gibt es offziell keine unterschiedliche Bezahlung. Nur können Frauen halt in einem längeren Zeitraum ihres Lebens Kinder bekommen. Daher werden sie im gleichen Zeitraum weder befördert noch gerne auf gut dotierte Positionen eingestellt. Und daran wird auch die heute junge Generation noch nichts direkt ändern.

Langfristig allerdings, wenn Arbeigeber irgendwann verinnerlichen, dass junge Männer heute deutlich mehr Wert auf die Work-Life-Balance legen als Mütter sich das früher je getraut hätten, wird man vielleicht feststellen, dass sich der unterschiedliche Invest nicht auszahlt.

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Gmorker 15.03.2019, 15:00
8. Nachdenken kann man viel...

Ja, in so einer Befragung zu sagen, man "werde definitiv über einen Jobwechsel nachdenken" ist nochmal ne ganz andere Sache, als den Jobwechsel dann auch wirklich durchzuführen. Sind wir doch mal ehrlich, einen sicheren und gut bezahlten Job zu haben, ist auch für die meisten jungen Leute ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Und wenn man nicht grade einen Job hat, der grade massiv gesucht wird, dann werden die meisten "definitiv nachdenken" und dann zu dem Schluss kommen, das ihnen die Ungerechtigkeit schrecklich leid tut, sie aber ihren Job deswegen eben nicht aufgeben werden. Und ich glaube, die Mehrheit wird noch nichtmal bereit sein, laut gegenüber dem Chef oder Personalchef zu äussern, das er das ungerecht findet, das sie weniger Geld für die gleiche(?) Arbeit bekommt... wenn es denn überhaupt Jobs gibt, bei denen wirklich die gleiche Arbeit mit gleichen Wochenstunden deutlich unterschiedlich bezahlt wird.

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zooey_radieux 15.03.2019, 15:03
9. Nur heiße Luft?

Es würde mich interessieren, wie viele dieser "Gleichberechtigungsfreunde" ihre Drohung tatsächlich war machen würden. Oder ist, wenn es hart auf hart kommt, das Einkommen dann doch wichtiger?

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