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Gerichtsurteil: Angestellte müssen ihrem Chef die Handynummer nicht verraten
DPA

Ein Gesundheitsamt mahnte Mitarbeiter ab, weil sie ihre private Mobilfunknummer nicht preisgeben wollten. Das Landesarbeitsgericht in Erfurt entschied nun zugunsten der Arbeitnehmer.

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cosmose 17.05.2018, 22:24
1.

Witzig... In meinem Bekanntenkreis kenne ich nicht mal jemanden, der überhaupt noch ein Festnetztelefon zu Hause hat.
Natürlich hat mein Arbeitgeber meine Handynummer, anders bin ich gar nicht zu erreichen.

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RenRlp 17.05.2018, 23:20
2. Ohne Urteil

Ich persönlich benötige dazu kein Urteil. Hab ich Feierabend, bin ich raus aus dem Betrieb. Auch als Führungskraft. Möchte mein AG mich dennoch kontaktieren, hat er mir jede einzelne Stunde, die mein Handy auf Bereitschaft ist, zu bezahlen. Will er nicht. Mir soll es recht sein. Seit 15 Jahren im selben Betrieb, hatte ich deswegen nie Probleme. Falls es doch mal wer wagt mich anzurufen, wird er ordentlich gebügelt, auf das es nie wieder vorkommt. Denn natürlich ist meine Nummer hinterlegt. Für ECHTE Notfälle. Bei einem Globalplayer kann und darf es die aber nicht geben.

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aktiverbeobachter 18.05.2018, 02:49
3. Richtig so

Wenn mein AG mich auch in meiner arbeitsfreien Zeit erreichen möchte, dann muss er mir dazu auch die notwendige Hard- und Software, sprich Diensthandy o.ä., zur Verfügung stellen. Selbstverständlich bin ich nicht bereit meine private Handynummer meinem AG zu geben.

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sammilch 18.05.2018, 06:03
4. Kommentar

@Cosmose: Die müssen Sie Ihrem Chef nicht mitteilen, wenn es nicht nötig ist.

In einem meiner Überbückungsjobs habe ich den Fehler gemacht, meine Handynummer dem Chef zu geben - bzw. er entnahm diese der Bewerbung. In einem laufendem Restaurantbetrieb wurde ich gerne mal für 1-2 Stunden Arbeit rangeklingelt, wenn der Chef sich mit der Dienstplanplaung vertan hatte.
Kurz vor der Kündigung ging ich dann nicht mehr ran, mir wurde mit Abmahnung gedroht. Da dieses nicht rechtsmäßig war (die Überstunden wurden auch nicht bezahlt), ließ ich es drauf ankommen. Das Arbeitsgericht behandelte den Fall -zu meinen Gunsten- in weniger als einer viertel Stunde. Schon damals wurde festgestellt, dass dieses Unterbrechen der Freizeit nicht rechtens ist.

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Vournet 18.05.2018, 06:09
5.

Zitat von cosmose
Witzig... In meinem Bekanntenkreis kenne ich nicht mal jemanden, der überhaupt noch ein Festnetztelefon zu Hause hat. Natürlich hat mein Arbeitgeber meine Handynummer, anders bin ich gar nicht zu erreichen.
Das trifft sicher auf die meisten jüngeren Arbeitnehmer zu. Gerade bei Älteren kann es aber durchaus vorkommen, dass sie nur ein Festnetztelefon und kein Handy besitzen. Was man nicht hat, kann man nicht angeben und außerdem muss das Handy auch nicht ständig eingeschaltet sein. Wäre das Urteil anders ausgefallen: Wäre das dann eine Pflicht für die Mitarbeiter, sich ein privates Handy anzuschaffen und dieses ständig betriebsbereit zu halten? Meiner Meinung nach sollte der Arbeitgeber den Mitarbeitern zumindest ein Diensthandy stellen und im Arbeitsvertrag entsprechende Vereinbarungen treffen, wenn er sie immer und überall erreichen will.

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ulrics 18.05.2018, 06:10
6.

Kann man auch anders lösen. Nummer geben und dann den Anrufer auf stumm stellen. Man ist schließlich nicht verpflichtet das Handy immer mit zu haben.

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dö-dudl-dö 18.05.2018, 06:31
7. Witziger ...

Viel witziger finde ich, dass in meinem Bekanntenkreis einige Menschen zu finden sind, die genau aus diesem Erreichbarkeitswahn ausbrechen wollen - und nur ein Festnetztelefon nutzen.

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gartenkram 18.05.2018, 06:47
8. Du meine güte

Und anders lässt sich sowas nicht regeln? Ich bin selbständig, dessen ungeachtet gibt es eine kundengruppe, die mich gerne spätabends oder am wochenende anruft (meist wegen peanuts). Und die haben eine mobilnr von mir, die auf ein prepaidhandy läuft. Das ist einfach abgeschaltet ausserhalb der normalen zeiten. Anrufe auf der hauptnummer kosten geld, da stelle ich die anrufe in rechnung. Warum ist es so schwierig, sich an einen tisch zu setzen u zu reden bevor geklagt wird? Das ist ja eine tolle basis für die künftige arbeit. Als ob arbeitgeber immer die feine und arbeitnehmer immer die guten sind. Jesses.

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blubbblubber 18.05.2018, 07:27
9.

deswegen habe ich ein prepaid simpel telefon. die nummer hat mein arbeitgeber. das ding ist nur dann an, wenn ich rufbereitschaft habe. zack. problem gelöst.

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