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Gleichstellung: Warum Frauen selbst bei der Uno seltener Karriere machen
REUTERS

Die Vereinten Nationen kämpfen international für Frauenrechte. Doch in den eigenen Reihen tun sie sich mit der Gleichstellung schwer. Auch anderen globalen Organisationen misslingt sie. Warum?

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fraenki999 04.08.2018, 12:06
1. Vielleicht....

....haben Frauen auch nur ganz andere Lebensziele??
Frauen und Männer sind nun mal verschieden, daran werden auch keine Vorgaben und Gesetze etwas ändern.

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fraenki999 04.08.2018, 12:14
2. Noch einer:

Ein Grund für die gering Präsens von Frauen in Führungspositionen könnte wäre vielleicht auch die Indentifikation mit Unternehmenszielen sein: Heute wird alles dem Gewinn untergeordnet, egal was es kostet.

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m.m.s. 04.08.2018, 12:24
3. Globale Gleichstellung und Gleichberechtigung

Richtig, die rechtliche Gleichstellung aller Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Rasse, Religion, politischer Ansicht, Alter, usw. muss global gelten. Dafür gibt es die Magna Charta, das Grundgesetz, etc. Zum besseren Verständnis: das betrifft das Recht. - Davon völlig unabhängig ist die Befähigung und Qualifikation einen bestimmten Beruf zu machen, die nachgewiesen und erarbeitet werden kann. Diese Gleichberechtigung hat jeder Mensch das nachzuweisen, oder im Ausüben eines Berufes diese Befähigung bereits zu zeigen. - Die rechtliche Gleichstellung kann jedoch niemals eine Befähigung (Gleichberechtigung) im Berufsleben erzielen. Würde das gebietsfremd staatlich erzwungen, käme es zu einem Abfall der Produktion, der Verschlechterung der Qualität und würde die Zivilisation gefährden. - Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, wenn man beruflich nach Qualifikation die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auswählt.

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dasfred 04.08.2018, 12:47
4. Die Frauen wurden aufgefordert, die Kaffeetassen abzuräumen

Nicht mal das kriegen die selbständig auf die Reihe. Würde ich als Chef in diesem System sagen. Wenn eine Frau in eine Struktur einsteigt, die von Männern gegründet und ausgebaut wurde, muss sie sich nicht wundern, dass dort Männer-Regeln herrschen. Diese haben sich in Revierkämpfen in der Hackordnung selbst hochbeißen müssen und sehen natürlich nicht ein, auch nur ein Fünkchen Macht und Einfluss aus reinem guten Willen abzugeben. Wer dieses Spiel nicht beherrscht, egal ob Mann oder Frau, hat verloren. Sieht man sich Frauen in Spitzenpositionen an, so unterscheiden sie sich doch deutlich von ihren Geschlechtsgenossen. Persönliche Ziele werden anders definiert und das Auftreten signalisiert jedem Mann, dass auch nur der Versuch der Annäherung zu einem persönlichen Waterloo führt. Frauen müssen ihre eigenen Netzwerke schaffen, mit eigenen Regeln, um sich zu verwirklichen. Männer geben freiwillig nichts ab.

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bammbamm 04.08.2018, 12:54
5.

Solche Berichte sind doch absolut wertlos so lange nicht auch gleichzeitig Zahlen präsentiert werden die die geschlechtliche Zusammensetzung des betroffenen Bereichs abbilden. Nach oben zu kommen ist harte Arbeit ganz egal welches Geschlecht man hat und auch viele Männer bleiben auf der Karriereleiter stecken, die Frage ist ob es im Verhältniss wesentlich mehr Frauen sind denen es so ergeht. Aber ja das es Sexismus gibt von wegen" Mäusschen räum mal die Tassen weg" bezweifle ich nicht. Soziale Empathie und Rücksichtsnahme sind nunmal nicht die Eigenschaften die einen nach oben bringen. Ich bin sicher es gibt auch viele anständige Politiker, das sind aber nunmal nicht diejenigen die in Spitzenpositionen landen

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rational_bleiben 04.08.2018, 13:23
6.

Für gewisse berufliche Positionen muss man sich gänzlich aufopfern, Vorstandschef eines DAX-Unternehmens ist man 24/7 und das 365 Tage im Jahr, da kann man nachmittags nicht mal kurz die Kinder von der Schule abholen oder Samstags zur Schultheateraufführung und danach noch mit einem Kumpel auf ein Bier. Evolutionsbiologisch bedingt sind im Mittel weniger Frauen bereit, sich in diesem Maße für eine einzige Sache aufzuopfern und gleichzeitig Familie und andere soziale Bindungen hinten anzustellen oder gänzlich aufzugeben. Jetzt sind nicht alle Führungspositionen Vorstandsposten bei DAX-Unternehmen, aber das Prinzip bleibt nach unten hin das Gleiche und wird dort lediglich etwas aufgeweicht sodass auch hier immer mehr Männer vertreten sein werden als Frauen.

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coyote38 04.08.2018, 16:32
7. Möglicherweise ....

... und ich denke jetzt nur einmal laut nach ... ist Frau "Meyerhoff" ganz einfach aber auch nicht so gut, wie sie selbst glaubt zu sein. Man stelle sich vor: So "vollquotiert und durchgegendert" der Öffentliche Dienst heute bereits ist ... rein RECHTLICH gilt unverändert Artikel 33 Grundgesetz "Eignung, Leistung, Befähigung". Bei der Besetzung von hochdotierten Dienstposten herrschen nicht "wünsch-Dir-was"- und "Ponyhof"-Prinzip.

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Celegorm 04.08.2018, 17:17
8.

Zitat von rational_bleiben
Für gewisse berufliche Positionen muss man sich gänzlich aufopfern, Vorstandschef eines DAX-Unternehmens ist man 24/7 und das 365 Tage im Jahr, da kann man nachmittags nicht mal kurz die Kinder von der Schule abholen oder Samstags zur Schultheateraufführung und danach noch mit einem Kumpel auf ein Bier.
Wieso eigentlich nicht? Dass höhere Positionen tendenziell mehr Flexibilität und zumindest phasenweise grössere Arbeitsbelastung bedeuten, ist natürlich klar, aber diese Idee, dass Chef angeblich nie frei hat und womöglich auch nie schläft, sondern immer und überall sein muss, insbesondere wenns darum geht, am längsten im Büro zu sitzen, ist ein reines traditionell-ideologisches Dogma. Modernes Management funktioniert doch bereits oft nicht mehr so und muss auch nicht so funktionieren, alleine weil das letztlich einen Mangel an Delegationsfähigkeit und Effizienz bedeutet.

Kommt hinzu: viele DAX-Vorstände hängen doch durchaus ständig an irgendwelchen weitgehend privaten Anlässen herum, bloss wird dann das Goldspielen oder Trinkgelage zum ach so wichtigen Networking-Event verklärt. Ebenso machen viele DAX-Vorstände ja nicht gerade einen berauschenden Job, manche sogar einen katastrophalen, und ziehen sich dann erst noch aus der Verantwortung bzw. wollen von nichts gewusst haben, obwohl sie doch angeblich ihre Wichtigkeit daraus ziehen, alles zu wissen und zu entscheiden. Winterkorn, Ackerman und Co lassen grüssen. Die wären vielleicht lieber mal ins Schultheater anstatt irgendwelche semikriminellen Pläne abzunicken..

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ruhepuls 04.08.2018, 17:41
9. Umsonst arbeiten?

Zitat von fraenki999
Ein Grund für die gering Präsens von Frauen in Führungspositionen könnte wäre vielleicht auch die Indentifikation mit Unternehmenszielen sein: Heute wird alles dem Gewinn untergeordnet, egal was es kostet.
Der Gewinn ist der Lohn des Unternehmens. Davon lebt es. Ich arbeite auch nicht umsonst. Anders gesagt: Ohne dafür bezahlt zu werden, würde ich meine Arbeit vermutlich nicht mehr machen oder zumindest nicht mehr so viel. Und ohne Gewinnerzielungsabsicht würde es die meisten Unternehmen gar nicht geben. Nicht mal den Handwerksbetrieb um die Ecke...

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