Forum: Karriere
Hochbegabte im Job: Bei einem IQ von 130 fangen die Probleme an
Stefan Hoffmeister

Nein, man hat es nicht leicht als Hochbegabter. Bei Kollegen ecken sehr intelligente Menschen oft an - unter anderem, weil ihnen Smalltalk zuwider ist.

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awoth 23.08.2014, 07:53
1. Au weia!

In einer Welt, wo die systematische Verblödung der Bevölkerung mit allen Mitteln voran getrieben wird (Bologna, G8, Dschungelcamp, Topmodel, Frauentausch.....),
Ist ein IQ von 100 (Mittelwert) eigentlich nur noch 50 wert!
Somit ritscht der 130er in die Kategorie 'ziemlich doof', wovon man sich beim Lesen dieses Artikels trefflich überzeugen konnte!!

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mat_yes 23.08.2014, 08:05
2. Volle Zustimmung

ich kann die geschilderten Dinge in diesem Artikel zu 100% bestätigen.
Habe das alles selber erlebt.
Ich bin für viele Menschen ein Sonderling, da ich mich in meiner Freizeit mit Naturwissenschaften, besonders mit Biologie, Astronomie und Meteorologie beschäftige. Aber auch Paläontologie und Geschichte.
Small Talk habe ich mir in 30 Jahren Berufsleben mühsam in kleinen Schritten auf gezwungen und tue mich immer noch schwer damit.
Am wohlsten habe ich mich als Selbständiger Berater gefühlt.
Somit kann ich die Personen des Artikels, als auch alle anderen in ähnlicher Situation mit ihren Themen und Problemen voll nach empfinden.

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wasserfloh63 23.08.2014, 08:12
3. Iq

Dieses Thema ist wohl nur für Menschen mit diesem Problem interessant.
Ich lebe seit über 50 Jahren damit.
Außer Neid,Mißgunst, Beschneidungen und "nicht verstanden werden" habe ich in dieser Gesellschaft nur äußerst selten erlebt.
Auf der Suche nach einen "Rezept" bin ich bisher kläglich gescheitert.

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swissdave 23.08.2014, 08:15
4. Scham?

Warum zieren sich diese Menschen, ihren IQ preiszugeben? Ist das ein Geheimnis? Ich selbst verfüge über einen IQ von 179 und ich schäme mich kein bisschen dafür.

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Lampenluft 23.08.2014, 08:23
5. Coach = Laienpsychotherapie ohne fachlichen Hintergrun

Die psychologischen Studien zu diesen Thematiken zeigen deutlich, dass ein überwiegender Teil der Hochbegabten ein gut integriertes Arbeitsleben führen, in dem die Intelligenz nur ein normaler Teil des Menschen ist. Nur etwa 10 % der Hochbegabten haben zusätzliche psychische Probleme wie sie gerne als Klischee genannt werden (eine gute Untersuchung hierzu: Detlef Rost "Hochbegabte und hochleistende Jugendliche: Befunde aus dem Marburger Hochbegabtenprojekt")

Coach ist kein Beruf, jeder kann sich Coach nennen. Es ist Laientherapie, die in den psychotherapeutischen Sektor greift und oftmals auch genügend Schaden anrichtet.

Alleine die Webseite der Lebensberaterin ist sehr von Marketing geprägt: "Warum (M)ein Coaching so verdammt gut tut!"
Seriöse Psychotherapeuten mit entsprechender Ausbildung und Kompetenzen in der Behandlung von sozialen Störungen haben in der Regel keine Pressemappen auf ihren Homepages und werden nicht als "Reise-Journalisten" beworben.

Es ist normaler Weise nicht der Stil des Spiegels mittels unrecherchierten Marketingartikeln Vorurteilen zu folgen. Leider ist es hier passiert.

P.S. Ich glaube, dass für den Großteil der SPON-Leser alleine reisen kein Problem darstellt.....(siehe beworbenes Buch).

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rekorder 23.08.2014, 08:29
6. Sehr gut.

Dann bin ich offensichtlich nicht nur sehr intelligent, wie man mir immer sagt, sondern hochbegabt.

Aber ich habe mir Smalltalk und Diskussionen über "Dinge, die längst klar sind" (Schöne Umschreibung auch für Kompromiss-Faul) als Vollteilnehmer angewöhnt. Da kann das Hirn währenddessen wunderbar entspannen und selbst wenn man ein paar Minuten gedanklich auf Automatikmodus gefahren ist, kann man immer noch komplett folgen, keiner merkt's und es war wie Power-Napping. Finde ich eine noch intelligentere Lösung.

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barbarine 23.08.2014, 08:30
7. Gesellschaftsuntüchtige Menschen gibt es mit jedem IQ ...

... dies jetzt allein auf die Hochbegabung zurückführen zu wollen, ist meines Erachtens falsch. Es gibt auch viele "Normal"begabte, denen ein Smalltalk zuwider ist, die endlose Diskusionen für nichts und wieder nichts hassen wie nur was, denen feste Regel und Hierarchien ein Graus sind. Was ich - selbst Mutter eines hochbegaben Sohnes - aber erlebt habe, ist die Verhätschelung, die andere Eltern ihren hochbegabten Kinder angedeien ließen. Mein Sohn wurde mehrfach zu speziellen Ferienkursen für hochbegabte Kinder eingeladen, die ihm inhaltlich auch sehr viel Freude bereitet haben. Die anderen Teilnehmer und deren Eltern aber waren sowohl ihm als auch mir zum Teil recht suspekt. Nach zwei Kursen haben wir es dann auf seinen eigenen Wunsch hin drangegeben. Sein Abitur hat er inzwischen nach insgesamt 11 Schuljahren in der Tasche. Und seinen riesigen Freundeskreis wird er demnächst mit seinem ersten Azubi-Gehalt zu einer ordentlichen Fete einladen. Sein amtlich festgestellter IQ jenseits der 130 wird ihm dabei wohl nicht im Wege stehen.

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stefan kaitschick 23.08.2014, 08:31
8. Da wird zuviel in einen Topf geschmissen

Häufige Langeweile bei Unterforderung ist ein logisches Symptom von Begabung. Und Abneigung gegen lächerliche Dienstvorschriften kann man auch als Normalsterblicher nachvollziehen. Aber mangelnde Sozialkompetenz, bzw. einsetzender Autismus, ist ein getrenntes Symptom. Es mag da eine positive Korrelation geben, oder auch nicht. "Freaks" fallen natürlich mehr auf. Aber ich habe auch Menschen kennen gelernt, die gleichzeitig sehr intelligent und besonders Empathie begabt waren.

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katiausdemwald 23.08.2014, 08:40
9. Reaktion des Forums

Bin mal gespannt, wie die Sexisten unter den Spiegel Online Foristen darauf reagieren, dass in dem Artikel tatsächlich Frauen mit hohem IQ genannt werden. Frauen sind doch in deren Weltbild weniger qualifiziert als Männer und können nichts und gehören überhaupt an Heim und Herd. Ich bin sicher die werden wieder eine negative Erklärung parat haben, wie, tja, wenn Frauen intelligent sind, sind sie halt unsympatisch oder ähnliches. Ich bin auf jeden Fall froh, dass in diesem Artikel Frauen ein Platz eingeräumt wurde.

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