Forum: Karriere
Jobsharing: Teilzeit plus Teilzeit gibt Vollzeit
Cognos AG

Ein Anschreiben, zwei Lebensläufe. Um der Mama-Falle zu entgehen, bewerben sich manche Frauen zu zweit auf eine Stelle. Aber oft wissen Arbeitgeber zu wenig über Jobsharing.

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MiniMoogMe 18.05.2015, 08:18
1.

Ich finde dieses Modell vor allem aus dem Grund interessant, weil dann jede der zwei Angestellten die Möglichkeit hat, wirklich nur die 20 Stunden die Woche zu arbeiten, und nicht mehr, da Punkt 13 Uhr die "Ablösung" kommt und weitermacht. Praktisch alle in Teilzeit arbeitende Frauen die ich kenne arbeiten viel länger als vereinbart und unterschrieben, weil sie Telefonate, dringende Aufgaben, Meetings und Geschäftsreisen haben, die über ihre Arbeitszeit hinaus gehen. So werden aus 20 Arbeitsstunden schnell 25 und aus 30 fast schon ganze 40.

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Hmm ... 18.05.2015, 08:32
2. Schöne neue Welt ...

In der Theorie ist so ein Jobsharing ideal - prima Vereinbarkeit von Beruf und Familie, noch dazu anspruchsvolle Aufgaben. Ich habe es auch bislang nicht erlebt, dass der Arbeitgeber das nicht mitmachen wollte. In der Praxis sind die Modelle, die ich erlebt habe, nur trotzdem alle gescheitert. Grund war, dass die Tandempartner es nicht geschafft haben, sich dauerhaft als Tandem zu verstehen: Entweder scherte ein Tandempartner aus, weil er den Arbeitszeitanteil verändern (erhöhen) wollte oder die Tandempartner stellten fest, dass sie nicht so eng aneinander gebunden sein wollte und zusammenarbeiten können, wie es nötig wäre. Bei anspruchsvollen Aufgaben ist es meist nicht so, dass die Zuständigkeiten und Aufgabengebiete strikt getrennt werden können, sondern jeweils geteilt werden müssen (zB. Führungsaufgaben). Damit erfordert so ein Tandem zwischen den Partnern sehr viel Abstimmungsaufwand und sehr viel Verlässlichkeit und Vertrauen. Die Modelle, die ich erlebt habe, sind alle nach weniger als einem Jahr gescheitert, weil ein Partner ausgeschert ist das Ergebnis war dann, dass die verbleibende Person die Lücke aufzufangen versucht hat und sich kräftemäßig völlig überfordert hat. Wie in dem Artikel ja auch steht: ein Vollzeitjob war nach der eigenen Lebensplanung nicht machbar.

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kenwhitestone 18.05.2015, 09:24
3. Informationsgehalt ein bischen mau

An sich ja ein interessantes Thema. Persönlich finde ich aber den Informationsgehalt sehr mau. Es lässt sich auf 2 Sätze zusammen fassen:
Es gibt sowas wie Jobsharing und Jobsharing ist relativ neu und auch unter Arbeitgebern eher noch unbekannt.

Wie sieht es mit Rechtlichen Rahmenbedingungen aus? Was kann Arbeitgeber oder Mitarbeiter machen wenn es nicht mehr funktionier? usw? Natürlich kann nicht Alles in einem Zeitungsartikel zu diesem Thema behandelt werden, aber bitte doch etwas Infos.
Grade wenn es heißt die Universität hat die beiden Damen eben nicht als Jobsharer angestellt sondern mit zwei Teilzeitverträgen. Würde sich hier ein kleiner Vergleich zwischen traditionellen Arbeitnehmern und Jobsharern anbieten.

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El pato clavado 18.05.2015, 09:34
4. das wird nix

die meisten Firmen werden wohl solange suchen,bis, sie jemand finden, der EINEN Vollzeitjob macht, Der Artikel viel heisse Luft ohne Wert

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Jom_2011 18.05.2015, 09:52
5.

Dieses Modell mag für Unternehmen funtionieren, die nicht so sehr auf ihre Budgets achten müssen, aber nicht als Regel. Das geht schon bei den arbeitsrechtlichen Dingen los: Doppelte Anzahl Urlaubstage, 48 statt 24, LFZ, Kündigung eines Teils des Tandems (was passiert mit dem 2ten Teil ?), 2 Arbeitsplätze statt einem, bis hin zu den höheren Kosten.
Wenn das Modell wirklich so gut ist wie es der Artikel suggeriert, wird es sich irgendwann durchsetzen. Ich denke, eher nicht.

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chefkoch1 18.05.2015, 10:03
6. .....

Dieses Grinsen und angedeutete Arbeiten am Laptop ist natürlich nicht gestellt.
Ein wegweisendes Bild für einen ebensolchen Artikel (sic!).

Vlt. können sich die beiden ja auch den Mann und die Kinder teilen, wenn eine der Beziehungen in die Brüche geht.

Aber im Ernst:
Not macht erfinderisch - oder: aus der Not `ne Tugend machen.
Das ist das schöne am Arbeitgebermarkt: sollen die Jobsuchenden doch gucken, wie sie irgendwo unterkommen.
So ist das halt in einer "freiheitlichen" und marktkonformen Demokratie.

Hat ein Mitforist eben bereits geschrieben, dass sich die jeweiligen Lebensumstände nach kurzer Zeit dermaßen gravierend ändern werden, dass es das Tandam verreißen würde.
Noch dazu sind für den Arbeitgeber die Kosten für zwei Arbeitnehmer höher als für einen.
Für Gehaltseinbußen würde er es aber sicherlich machen.

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chefkoch1 18.05.2015, 10:05
7. .....

Dieses Grinsen und angedeutete Arbeiten am Laptop ist natürlich nicht gestellt.
Ein wegweisendes Bild für einen ebensolchen Artikel (sic!).

Vlt. können sich die beiden ja auch den Mann und die Kinder teilen, wenn eine der Beziehungen in die Brüche geht.

Aber im Ernst:
Not macht erfinderisch - oder: aus der Not `ne Tugend machen.
Das ist das schöne am Arbeitgebermarkt: sollen die Jobsuchenden doch gucken, wie sie irgendwo unterkommen.
So ist das halt in einer "freiheitlichen" und marktkonformen Demokratie.

Hat ein Mitforist eben bereits geschrieben, dass sich die jeweiligen Lebensumstände nach kurzer Zeit dermaßen gravierend ändern werden, dass es das Tandam verreißen würde.
Noch dazu sind für den Arbeitgeber die Kosten für zwei Arbeitnehmer höher als für einen.
Für Gehaltseinbußen würde er es aber sicherlich machen.

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Hilfskraft 18.05.2015, 10:12
8. Hallo! Aufwachen!

Zitat von Hmm ...
In der Theorie ist so ein Jobsharing ideal - prima Vereinbarkeit von Beruf und Familie, noch dazu anspruchsvolle Aufgaben. Ich habe es auch bislang nicht erlebt, dass der Arbeitgeber das nicht mitmachen wollte. In der Praxis sind die Modelle, die ich erlebt habe, nur trotzdem alle gescheitert. Grund war, dass die Tandempartner es nicht geschafft haben, sich dauerhaft als Tandem zu verstehen: Entweder scherte ein Tandempartner aus, weil er den Arbeitszeitanteil verändern (erhöhen) wollte oder die Tandempartner stellten fest, dass sie nicht so eng aneinander gebunden sein wollte und zusammenarbeiten können, wie es nötig wäre. Bei anspruchsvollen Aufgaben ist es meist nicht so, dass die Zuständigkeiten und Aufgabengebiete strikt getrennt werden können, sondern jeweils geteilt werden müssen (zB. Führungsaufgaben). Damit erfordert so ein Tandem zwischen den Partnern sehr viel Abstimmungsaufwand und sehr viel Verlässlichkeit und Vertrauen. Die Modelle, die ich erlebt habe, sind alle nach weniger als einem Jahr gescheitert, weil ein Partner ausgeschert ist das Ergebnis war dann, dass die verbleibende Person die Lücke aufzufangen versucht hat und sich kräftemäßig völlig überfordert hat. Wie in dem Artikel ja auch steht: ein Vollzeitjob war nach der eigenen Lebensplanung nicht machbar.
gibt es seit den 80er Jahren!

Das sind die Mini-Jobs von heute!
Das waren mal alles Vollzeitstellen, von denen man leben konnte.

Das ist Schröders/Merkels Jobwunder!

Hätten wir nur Stellen, von denen man leben könnte, hätten wir 20 Mio. Menschen in der Arbeitslosen-Statistik.

Und, als ginge es hier um Mütter!
Mütter sind lästig! Mütter kosten! Mütter sind im Grunde überflüssig!
Arbeitsmarkt-Nachwuchs wird zukünftig importiert, nicht selbstgemacht!

Wie kann man sowas gut finden ... ich fasse es nicht!

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Hilfskraft 18.05.2015, 10:17
9. wie ... ?

Zitat von El pato clavado
die meisten Firmen werden wohl solange suchen,bis, sie jemand finden, der EINEN Vollzeitjob macht, Der Artikel viel heisse Luft ohne Wert
... das gibt es seit 30 Jahren?

Nicht gemerkt?

Wo kommen denn all die Mini-Jobs her?

Das waren mal Vollzeitstellen, die zerkleinert wurden, um all die Arbeitslosen aufzunehmen, die dank der unzähligen Firmenpleiten übrig blieben?
Die aus der Statistik zu verschwinden hatten.

Hunderttausende wurden in den letzten Jahrzehnten arbeitslos.
Die quälen sich mit Job-Sharing rum = Mini-Jobs rum.

Der Witz, man braucht 3-4 Minijobs um überleben zu können.
3-4 Mini-Jobs waren mal 1 Vollzeitstelle.

Merkelt man was?
Wie das Arbeitsmarkt-System Merkel funktioniert.

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