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Jobsuche: Lücke im Lebenslauf? So klappt es trotzdem mit der Bewerbung
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Krankheit, Auszeit, Arbeitslosigkeit: Eine Lücke im Lebenslauf stresst viele Bewerber. Doch sie lässt sich auch positiv verkaufen - wenn man diese Tipps befolgt.

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siebenachtneun 22.03.2018, 15:47
1.

Lücken sehen immer schlecht im Lebenslauf aus. Wenn ich dann noch schreibe, dass ich 1 Jahr auf der Suche nach einem Job war, sieht das noch schlechter aus. Lieber sein lassen. Der Personaler wird es schon sehen, dass ich zwischen Datum und Datum nichts gemacht habe. Ohne die Angabe sieht der Personaler das zwar auch, aber es fällt nicht so sehr auf. Bei Pflege eines Angehörigen oder Elternzeit sieht das alles nicht so gravierend aus.

Es kommt wahrscheinlich auch auf die Branche an, aber in einer Branche, wo Fachkräftemangel herrscht und man sich angeblich das Unternehmen aussuchen kann, sieht eine lange Bewerbungsphase doch sehr negativ aus.
Ich warte noch auf den Fachkräftemangel in meiner Branche. Dann kann ich aufhören hunderte von Bewerbungen zu schreiben. Meine Lücke sieht aber nicht so dramatisch aus, weil auch die Personaler wissen, dass die Branche überrannt ist und sie hunderte von Bewerbungen bekommen.

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sunsailor2 22.03.2018, 15:59
2. "Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf?" "Ja, war super!"

Allerdings frage ich mich, was Personaler aus so etwas immer raus lesen wollen. Irgendwelche Gründe hatte doch jeder, warum es mal anders lief, als für den aktuellen Job vielleicht wünschenswert ist. Und dann liegt das vielleicht schon Jahre zurück und man soll sich immer noch dafür rechtfertigen, Hallo? Meiner Erfahrung ist bei solchem Nachhaken sogar Vorsicht geboten, dass sind nämlich meist Arbeitgeber, die einen mit Haut und Haaren wollen, da muss schon vieles passen, um sich darauf einzulassen. Auf der anderen Seite hat man in Zeiten der Arbeitslosigkeit eben keinen Job gesucht, sondern war Freiberuflich unterwegs, so what? Ist ja nicht so, dass man einen nicht vorhandenen Abschluss vorgaukelt.

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jockel37 22.03.2018, 16:20
3.

Einem Personaler fehlt leider gerade in der Industrie der Blick für das Wesentliche. Dennoch will, muss er irgendwie bewerten und hängt sich dann an leicht messbaren Fakten auf (Noten, Lücken im Lebenslauf, Studiendauer). Die wahre Eignung hängt von fachlicher Kompetenz, Persönlichkeit und Motivation ab. Und dass kann meiner Meinung nach nur eine Fachabteilung im Gespräch herausfinden. Leider ist so mancher dann schon ausgesiebt.

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lex1976 22.03.2018, 16:48
4.

Nach der Pleite meines Arbeitgebers 2014 gehe ich (Akademiker) dem Müssiggang/Künstlerleben nach und lebe von Mieteinnahmen. Klar wird mir das irgendwann mal gehörig in die Bewerbung reingrätschen. Nach diversen Erfahrungen mit unserem lieben Staat (Im Stich gelassen und verhöhnt von Justiz als Opfer von Mietnomaden mit anschliessendem Nervenzusammenbruch und Krankschreibung meinerseits bis heute) werde ich bis auf weiteres diesem keine Lohnsteuer mehr schenken.

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Kurt-C. Hose 22.03.2018, 16:48
5. Die Frage

ob Lücken im Lebenslauf positiv oder negativ sind, hängt (bei mir) von zwei Dingen ab: Dem mfang der Lücken - wenn jemand ein Jahr nach einem Job sicht, wo ist das Problem - ein Jahr ist schnell rum. Wenn die Lücken allerdings länger sind als die Beschäftigungszeiten, find ichs schwierig.
Zweitens von den Begründungen. Jeder halbwegs denkende Mensch weiß heutzutage, dass es die berühmten "ungebrochenen Erwerbsbiografien" kaum noch gibt. Wenn jemand aus unterschiedlichen Gründen immer mal was anderes gemacht hat (was augenscheinlich einen Sinn ergibt) finde ich das nicht schlimm.
Das herumgegammelte Jahr in Südostasien beim Surfen und Tauchen allerdings als "Auslandserfahrung" zu verkaufen, find ich hergeholt. Dann sollte man dazu stehen.
Wenn jemand eine Scheidung hinter sich hat, einen Todes- oder einen Pflegefall - warum soll man da für eine vernünftige Auszeit kein Verständnis haben? Das gehört zum Leben dazu.
Im Bewerbungsgespräch geht es in meinen Augen zwar schon darum, sich gut zu verkaufen, wichtig ist aber auch, keine falschen Eindrücke zu vermitteln. Das rächt sich in der Regel irgendwann.

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MPS 22.03.2018, 22:08
6. Lücke im Lebenslauf ist doch Pillepalle ...

... es sei den,man müsste hereinschreiben:
"mir wurde gekündigt und seit 9 Monaten will mich keiner einstellen".
Für alle anderen Lücken gibt es doch auch für Personaler nachvollziehbare Gründe.

Sorry, das ist doch eine Diskussion um Kaisers Bart.

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max-mustermann 22.03.2018, 22:17
7.

Wenn mann sich als Arbeitgeber noch immer an solchen lächerlichen Dingen aufhängt wie einer Lücke im Lebenslauf (die am besten schon 10 Jahre her ist und den möglichen zukünftigen AG genau genommen einen sch..dreck angeht) dann kann es mit dem angeblichem Fachkräftemangel ja nicht so schlimm sein in Schland.

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robb30 23.03.2018, 23:50
8. Was gehen...

... Personalentscheider Lücken im Lebenslauf an? Richtig: Gar nichts. Fachlich ist relevant, was der Mensch schon beruflich genau gemacht hat, was er wie gut kann. Persönlich ist relevant, ob er ins Team passt. Und damit meine ich nicht, ob er ein "Klon" der anderen ist, sondern ob er eine Ergänzung ist (und dann darf er auch anstrengend sein). So habe ich immer eingestellt und so werde ich immer einstellen. Lücken im LL interessieren mich nicht, denn sie gehen mich nichts an. Sie gehen keinen Personalentscheider auch nur das Allergeringste an.

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thomasbi 23.03.2018, 00:50
9. Luecken im Lebenslauf

In meinem Lebenslauf stehen nur Jahreszahlen von wann/bis ich bei einer Firma beschaeftigt war.
Vorteil:
- Luecken fallen gar nicht erst auf.
- Es ist auch nicht sofort ersichtlich, wenn ein Beschaeftigung nur sehr kurz war.

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