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Jobwechsel zur Konkurrenz: So lässt sich eine Bewerbung geheim halten
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Sie wollen sich um einen anderen Job bemühen, ohne dass es die Kollegen oder der Chef mitbekommen? Heimliche Bewerbungen sind üblich und sinnvoll. Doch auf ein paar Dinge sollten Sie achten.

Nordstadtbewohner 16.01.2018, 16:35
1. Büro, Büro

"Denn wenn es mit dem neuen Job nicht klappt, sitzen Sie am Ende in einem Büro mit vergifteter Stimmung."

Ich denke, Frau Rassek denkt bei diesem Thema zu eindimensional. Die Arbeitswelt besteht eben nicht nur aus Büros. Ich bin selbst ein "Büro-Arbeiter", aber die Bürolastigkeit der Karriere-Kategorie ist schon sehr auffällig. Vielleicht sollten Autorinnen wie Frau Rassek und nicht wenige Journalisten mal den Weg in den anderen Teil der Arbeitswelt wagen: Dort, wo nicht im Büro gearbeitet wird. Könnte spannend werden!

Zum Thema: Ich denke, es ist nichts Schlimmes, wenn man sich bei anderen Unternehmen bewirbt. Schließlich sollte man seine Chance nutzen, sich auf beruflicher Ebene zu verbessern und mehr Geld zu verdienen.

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lutzlabi 16.01.2018, 18:53
2. "schonend auf eine mögliche Kündigung vorzubereiten"

Wen man seine Bewerbung in der aktuellen Firma und unter Nutzung von PC, Drucker oder E-Mail verfasst, hat man sich ja schon mal für den neuen Job disqualifiziert.

"So verhalten Sie sich dem Chef gegenüber
Um ihn oder sie schonend auf eine mögliche Kündigung vorzubereiten, ..."

Wenn man einen neuen Arbeitsvertrag hat, gibt es noch zwei Prioritäten:
1. Die Kündigung formal korrekt und fristgerecht abzugeben
2. Ein gutes Zeugnis zu bekommen.

Es gibt genug Chefs, die ohne formelle Kündigung eine mündliche Ankündigung nicht ernst nehmen oder versuchen, jemanden zum Bleiben zu überreden.
Und wer sich "gehen lässt" oder über die Noch-Firma herzieht, riskiert ein gutes Zeugnis (habe ich alles schon erlebt).

Den Chef "schonend darauf vorzubereiten" kann nur Teil von Ziel Nr. 2 sein.

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phekie 17.01.2018, 09:33
3. Was sind das für Tips?

"nicht während der Arbeit schreiben und nicht die Firmenemail nutzen" Dafür macht man einen Artikel? Das sollte jeder Zehntklässler wissen. Fehlt nur noch "nicht Briefkopfpapier der Firma benutzen und nicht in Gegenwart des Chefs Bewerbungstermin ausmachen". Aber gut auf Seiten des AGs gibts auch geistige Nieten. Bei mir hat auch mal eine Firma, bei der ich mich beworben habe bei meiner jetzigen Firma angerufen und wollte mich sprechen wegen einer Bewerbung. Wie es der Zufall wollte war auch mein GF am Telefon und hat große Ohren bekommen. Diese Fehlleistung hat mir 300,- € mehr netto gebracht und ich bin nicht gewechselt. Danke nochmal dafür, wer auch immer das war! :-)

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Hamberliner 17.01.2018, 20:05
4. Vorsicht wenn man abgeworben wird

Auch ich musste mich kugeln vor Lachen wegen der "klugen" Tips nicht während der Arbeit und mit Ressourcen des Arbeitgebers an einer Bewerbung bei der Konkurrenz zu basteln.

Stattdessen vermisse ich einen Tip, den ich nun beisteuern möchte: Wenn man sich gar nicht bei der Konkurrenz beworben hat, sondern auf Initiative der Konkurrenz abgeworben wird, sollte man eins nicht vergessen: Der potenzielle neue Arbeitgeber bedient sich damit unseriöser Methoden. Wenn der gegenüber anderen Unternehmen derselben Branche Mittel aus dem Klo ergreift, wie sie vielleicht unter Zuhältern üblich sind aber nicht unter seriösen forschungsintensiven Engineering-Unternehmen, dann könnte es doch sein, dass dieser neue Arbeitgeber sich gegenüber dem neuen Mitarbeiter genauso unseriös verhält und die versprochene Position von Anfang an erstunken und erlogen war. Ich habe den Fehler gemacht das nicht in Betracht zu ziehen. Anstatt wie vereinbart als Hauptverantwortlicher für mein Wissensgebiet eingesetzt zu werden fand ich die Position von einem anderen besetzt vor und wurde aufs Abstellgleis geschoben. Sinn und Zweck der Übung war gar nicht gewesen, Technologie zu akquirieren, sondern der Konkurrenz einen gefährlichen Zahn (mich) zu ziehen. Es folgten Jahre Mobbing und einmal auch eine betriebsbedingte Kündigung, die nur mühsam zurückgenommen wurde. Letztendlich hat es ca. 8 Jahre gedauert bis ich die zugesagte Position hatte weil alle an der Schweinerei beteiligten das Unternehmen verlassen hatten.

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mazzmazz 18.01.2018, 11:54
5. Noch was

Die Selbstverständlichkeiten im Artikel sollten klar sein.
Wichtig ist auch, seinen Arbeitsvertrag zu kennen. Kündigungsfristen und Wettbewerbsverbopte sind hier ein Thema.
Gerade zu den Wettbewerbsverboten wären mehr Details im Artikel sinnvoll gewesen.
Will man ein Angebot einer anderen Firma als Mittel verwenden, in der aktuellen Firma ein besseres Gehalt auszuhandeln, sollte man sich der Gefahr bewusst sein, dass der Arbeitgeber sich nciht erpressen lassen und einem einen guten Weg wünschen könnte.
Sollten hier Headhunter und Personalverantwortliche mitlesen: rufen Sie nicht während der Bürostunden an. Bieten Sie Gesprächstermine außerhalb der Bürostunden an.
Bislang habe ich drei Gesprächsangebote nicht wahrgenommen, weil man nicht in der Lage war, sich mit mir abends zusammenzusetzen. Obwohl Firmen und Postionen durchaus interessant gewesen wären. In Ihren Rollen sollten Sie bedenken, dass die guten Leute meist auch gut zu tun haben.
Allen viel Erfolg im Job!

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Hamberliner 20.01.2018, 15:18
6. Re: Noch was

Zitat von mazzmazz
Sollten hier Headhunter und Personalverantwortliche mitlesen: rufen Sie nicht während der Bürostunden an.
Warum sollten die nicht auf dem Privathandy anrufen? Man sollte doch wohl die Möglichkeit haben, ohne dass Unbefugte mithören sein Privathandy zu benutzen. Normalerweise hat man sein eigenes Büro bei geschlossener Tür, und wenn man sich ein Mehrpersonen- oder Großraumbüro gefallen lässt geht man halt nach einem "ich rufe gleich zurück" irgendwohin wo niemand zuhören kann.

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mazzmazz 21.01.2018, 06:52
7. @Hamberliner

Sie scheinen nicht mit den heutigen Realitäten vertraut zu sein.
Den ersten Anruf nimmt man möglicherweise sogar noch an.
Allerdings sollten Personalverantwortliche und Headhunter nicht erwarten, dass ein Wechselwilliger sich für jedes persönliche Erstgespräch einen Tag Urlaub nehmen kann.
Die besten Leute habe ich bei Gesprächen am Abend gefunden.
Nur als Tip.
Natürlich können Sie in Ihrem Einzelbüro mit geschlossener Tür machen, was Sie mögen.
Viele andere reisen, sind auf Messen oder im Auto mit Kollegen, haben viele Meetings.
Mir soll´s recht sein. Viel Erfolg!

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