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Kündigungsklage von Oliver Schmidt: "Im besten Fall bekommt er weiter sein Gehalt"
imago/ZUMA Press

Die Kündigung erreichte ihn in der Gefängniszelle: VW entließ Manager Oliver Schmidt im Zuge der Diesel-Affäre fristlos. Er klagte dagegen. Ein Rechtsanwalt erklärt, wie es nun weitergeht.

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Freidenker10 13.01.2018, 14:41
1.

Wenn die Paten um Müller und Winterkorn weiterhin ihr Gehalt und Pension einsacken dürfen, dann sollte das Bauernopfer Schmidt auch weiterbezahlt werden! Er ist schließlich der einzige der wirklich für den ganzen Betrug büßen muss! Die Justiz in unserem Land ist wirklich auf dem Vorstandsauge blind, aber wehe Oma Marie klaut nen Schokoriegel...

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al2510 13.01.2018, 15:12
2. Der Chef ist auf die Mitarbeiter angewiesen

Wer deutsche Unternehmen kennt, würde nie den Firmenchef verurteilen. Er dirigiert eine Chaostruppe, wo jeder jeden aussticht. Chef ist ein Schleudersitz. Und kein Manager hat einen Mitarbeiter zur Schummelsoftware angewiesen, eher die konnten nicht besser und haben nur wenń es nicht anders ging informiert. Wenn der Chor schlecht singt, bekommt auch der beste Chorleiter keine Musik heraus.

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UnitedEurope 13.01.2018, 15:14
3.

Schmidt hat sich natürlich strafbar gemacht, und das nicht ausschließlich auf Anweisung von VW. Aber eben doch zu einem großen Teil auf Weisung seines Arbeitgebers. Ich habe zwar nach wie vor wenig Mitleid mit ihm, er hat ja gut davon profitiert, aber VW gönne ich den Imageschaden der aus der Klage resultiert auch.

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bernhard.geisser 13.01.2018, 15:26
4.

Die VW-Juristen werden das schon längst durchgedacht haben: Zuerst kündigen weil das nach sauerer Weste aussieht. Dann wird der verurteilte Schmidt klagen. Worauf VW die Kündigung zurücknimmt mit Verweis auf Mitschuld eines Vorgesetzten. VW als Konzern hat aber nie unrechtmässig gehandelt: "Es waren Einzelpersonen". Wobei der involvierte Vorgesetzte in Deutschland sitzt und betreffend der Vergehen nach US-Recht gar nie belangt wird. Am Schluss zahlt der saubere VW-Konzern dem verurteilten Schmidt eine Entschädigung und Schmidt schmort noch bein paar Jahre in seiner Zelle.

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sven2016 13.01.2018, 15:57
5.

Zum 3. Kommentar: In Deutschland gibt es kein Unternehmensstrafrecht, "VW" kann also nicht verurteilt werden. Allenfalls einzelne Manager, wenn persönliche Schuld nachgewiesen werden kann.

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peter_rot 13.01.2018, 15:57
6. Kommt auf den Beschäftigungsstatus von Herrn Schmidt an.

Wenn Herr Schmidt leitender Angestellter ist, kann sein Arbeitsverhältnis in angemessener Weise beendet werden. Das Gerichtsverfahren wird also nur dazu führen, dass die fristlose Kündigung in ein reguläres Ausscheiden umgewandelt wird. Ist Herr Schmidt kein leitender Angestellter sieht die Sache anders aus, hier muss VW natürlich die Kündigungsgründe offenlegen. Das würde sicherlich auf schmutige Wäsche waschen hinauslaufen. In diesen Fällen wird normalerweise ein Vergleich eingeleitet. Und der wird in den Details nicht bekannt gegeben.

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bold_ 13.01.2018, 15:58
7. Verhalten nicht so ganz koscher

Als ginge es hierbei um eine falsch zubereitete Speise!

VW hatte die "Kochbücher" sorgfältig gelesen und gefunden, daß VW ohne eine "elegante" Lösung der Kochlöffel brechen würde.
Die nachfolgende juristische Beurteilung dieser Kochkunst hätte für die Topjuristen bei VW vorhergesehen werden sollen - und können!

Tja, im China-Restaurant kann viel Zeit damit verbringen, die Karte zu studieren - und man ist sich immer noch unschlüssig.
Da schließt man besser die Augen, schlägt eine beliebige Seite auf und fährt mit seinem Finger irgendwo hin, um genau dieses Gericht zu bestellen.

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gandhiforever 13.01.2018, 16:00
8. Typisch

Der Mann landet im Gefaengnis, weil er den Weisungen seiner Oberen nachkommt.
Diese senden ihm dann die Kuendigung, weil der 'Moor' ihnen nicht mehr zu Diensten sein kann.

Herr Schmidt sollte nicht nur in D gegen seine Kuendigung klagen. Als in den USA einsitzender VW-Geschaedigter sollte er hier gegen den Konzern klagen.

Die Sache wird fuer VW hoffentlich weit teurer als nur eine Weiterzahlung des Gehalts.

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larry_lustig 13.01.2018, 16:03
9. Schmidt kein Unschludslamm

zumindest nach US-Rechtsauffassung

Er ist der, der gegenüber den Behörden in den USA falsche Angaben gemacht hat....

Und das ist in den USA, anders als in Deutschland, kein Kavaliersdelikt sondern eine schwere Straftat...
(Da wird hier sogar ein Meineid vor Gericht schwächer bestraft)

Ein AN keine Anweisungen ausführen, die offensichtlich gegen Recht und Gesetz verstoßen.
(Töte den Chef der Konkurrenz ? )

Seine Anweisungen hat er ja auch nicht vom Konzern bekommen, (oder kann die AG VW jetzt selbständig Emails schreiben?) sondern von Personen, die müssten natürlich mit verurteilt werden.

Die werden, wenn sie schlau sind, aber niemals einen Fuss in die USA oder ein Land, dass sie ausliefern könnte (z.B. Schweiz) setzen

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