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Mehr Geld: Praktikanten verdienen erstmals über 1000 Euro
DPA

Der "Generation Praktikum" geht es besser: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Durchschnittslohn für Praktikanten auf dem deutschen Arbeitsmarkt um 82 Euro gestiegen - und ist nun erstmals vierstellig.

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Newspeak 03.02.2017, 18:40
1. ...

Der Spiegel und andere Medien koennten sich einmal angewoehnen, dass man Urteile darueber, wem es "besser geht" allenfalls durch Befragung der Betroffenen erhaelt. Diese ewige Deklarative ist wie in der DDR. Juchhu, 200% Planuebererfuellung, wem sollte es da noch schlecht gehen.

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el_grande_reader2 03.02.2017, 19:27
2. kleine Anmerkung von links:

auch wenn das Praktikum durchgehend für alle Praktikanten mit 2000 ? vergütet würde, wäre das immer noch kein Ersatz für verlässliche und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse - da kann man dann auch gleich das bedingungslose Grundeinkommen für alle einführen und sämtliche Arbeitsverträge in Sonderzuschläge umwandeln, je nachdem, welche Aufgaben man übernimmt und welche Ausbildung man vorweisen kann...

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Schen 03.02.2017, 19:54
3. Vollkommen richtig!

Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, das übliche Jubeln bei Statistiken zu Arbeitslosenzahlen, Gehälter oder Vermögensverteilung ist vollkommen unangebracht und hat mit seriösem Jounalismus nichts zu tun! Betrachtet man diese Statistiken genau haben alle Deutschen ein recht ansrhnliches Vermögen, dass dem nicht so ist weiss jeder und keiner kann diese Märchen mehr hören! Besser wäre die Überschrift gewesen "immer noch viel zu viele Praktikanten verdienen gar nichts" oder "Ausbeutung von praktikanten legalisert durch zu viele Ausnahmen". Aber wieder mal Chance vertan....

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mali123 03.02.2017, 20:05
4. wenn nun alle

ein praktikum machen, das verhältnismäßig gut bezahlt ist, dann ist niemandem geholfen, da es keine richtig bezahlte arbeit ist, sondern die arbeit einfach ersetzt wurde durch ein praktikum. toll. so toll.

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sunshinebob 03.02.2017, 21:22
5. Repräsentative Umfragen gehen anders

Wenn die Hälfte der Befragten aus den Wirtschaftswissenschaften sind, wie kann dann diese Umfrage auch nur halbwegs repräsentativ sein?

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kaffee2.0 04.02.2017, 10:56
6. Kann ich kaum glauben

Ich habe selber unbezahlte Praktika gemacht (u.a. da durch das Bafög eh jeder Euro des Gehalts abgezogen worden wäre - es gibt hier keinen Freibetrag wie beim Minijob. Auch ein Unding, weil man während des Vollzeit Praktikums häufig keine Zeit mehr für einen zusätzlichen Minijob mehr hat, aber anderes Thema) und ich kenne auch andere, die unbezahlte Praktika gemacht haben.
Ich kenne aber KEINEN der 1000 Euro auch nur ansatzweise erhalten hätte. Die meisten bekamen 500 - 600 Euro. Selten mal bis zu 800 Euro. Und ich rede hier von den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Möchte mal wissen wo diese "repräsentativen Zahlen herkommen ... lachaft

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gumbofroehn 04.02.2017, 11:22
7.

Zitat von sunshinebob
Wenn die Hälfte der Befragten aus den Wirtschaftswissenschaften sind, wie kann dann diese Umfrage auch nur halbwegs repräsentativ sein?
Da kann man sich schnell verschätzen: BWL ist das Studienfach mit den meisten Studienanfängern in Deutschland, dazu kommen dann noch Wirtschaftswissenschaften sowie VWL und die ganzen Bindestrichfächer (Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, ...). Da ist der Studierendenanteil von fast 50 % wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt (gerade an den HAW / FH, wo es die ganzen "schönen Künste" gar nicht gibt).

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ATLien 04.02.2017, 11:44
8.

Zitat von kaffee2.0
Ich habe selber unbezahlte Praktika gemacht (u.a. da durch das Bafög eh jeder Euro des Gehalts abgezogen worden wäre - es gibt hier keinen Freibetrag wie beim Minijob. Auch ein Unding, weil man während des Vollzeit Praktikums häufig keine Zeit mehr für einen zusätzlichen Minijob mehr hat, aber anderes Thema) und ich kenne auch andere, die unbezahlte Praktika gemacht haben. Ich kenne aber KEINEN der 1000 Euro auch nur ansatzweise erhalten hätte. Die meisten bekamen 500 - 600 Euro. Selten mal bis zu 800 Euro. Und ich rede hier von den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Möchte mal wissen wo diese "repräsentativen Zahlen herkommen ... lachaft
In den Ingenieurwissenschaften/Informatik sind Pflichtpraktika vorgeschrieben (Grundpraktikum ueblicherweise vor Studienbeginn und dann spaeter das Hauptpraktikum). Diese Pflichtpraktika sind von Mindestloehnen ausgenommen, weil es hier hauptsaechlich darum geht, dass Sie etwas lernen und weniger darum produktiv fuer die Firma zu arbeiten. Ausserdem: Gerade bei Informatik, Ingenieur- und Naturwissenschaften gibt es die Generation Praktikum ohnehin nicht wirklich - man muss sich schon saudumm anstellen, um hier keine Festanstellung nach dem Studium zu bekommen.

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ATLien 04.02.2017, 11:49
9.

Zitat von gumbofroehn
Da kann man sich schnell verschätzen: BWL ist das Studienfach mit den meisten Studienanfängern in Deutschland, dazu kommen dann noch Wirtschaftswissenschaften sowie VWL und die ganzen Bindestrichfächer (Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, ...). Da ist der Studierendenanteil von fast 50 % wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt (gerade an den HAW / FH, wo es die ganzen "schönen Künste" gar nicht gibt).
Richtig. Zudem sind WiWi die Faecher wo Studenten ueberdurchschnittlich viele Praktika machen (weil es einfach essentiell fuer spaetere gute Jobs ist). Leicht zu sehen, wenn man Lebenslaeufe von WiWi-Absolventen (4-5 Praktika sind hier nichts besonderes) mit den von Ing-Absolventen (typischerweise ein Grundpraktikum mit den Inhalten Borhen/Feilen/Fraesen/Loeten plus ein Praktikum in F&E). In Informatik, Mathematik oder Naturwissenschaften sind es dann oft nur eins oder keins.

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