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Ostdeutschland: Den Ingenieur braucht keiner mehr

Im Osten der Republik jammern Unternehmen besonders laut über den Mangel an Fachkräften - sie*suchen sogar in den Nachbarländern nach ihnen. Dabei sind viele frühere DDR-Ingenieure arbeitslos. Ihre Ausbildung gilt als mustergültig. Dennoch hatten viele von ihnen nie eine Chance.

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schensu 13.10.2011, 16:41
1. Wie stand im Artikel?

Zitat von sysop
Im Osten der Republik jammern Unternehmen besonders laut über den Mangel an Fachkräften - sie*suchen sogar in den Nachbarländern nach ihnen. Dabei sind viele frühere DDR-Ingenieure arbeitslos. Ihre Ausbildung gilt als mustergültig. Dennoch hatten viele von ihnen nie eine Chance.
...weil sie sich schlecht "verkaufen"...

Meine Güte, suchen die AG nun INGENIEURE oder Darsteller?
Es scheint, es kommt weniger auf das Können als auf die Verpackung an - ein Luxusproblem also.
Und so nebenbei nochmals eine Bestätigung für die Lüge vom Fachkräftemangel.

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chocochip 13.10.2011, 16:44
2. Ungereimtheiten im Artikel...

Zitat von sysop
Im Osten der Republik jammern Unternehmen besonders laut über den Mangel an Fachkräften - sie*suchen sogar in den Nachbarländern nach ihnen. Dabei sind viele frühere DDR-Ingenieure arbeitslos. Ihre Ausbildung gilt als mustergültig. Dennoch hatten viele von ihnen nie eine Chance.
Über wieviele Ingenieure, die in der DDR noch gelernt haben reden wir denn?
Es heißt im Artikel zwar, dass 6700 arbeitssuchend waren, sind das aber alles Ingenieure, die vor der Wende ausgebildet wurden, oder werden hier in typischer, schlampiger Journalistenmanier Zahlen gemischt, wie es einem gerade gefällt?

Das wäre doch eine wichtige Größe zu wissen wie viele wirklich noch in der DDR Zeit ausgebildet wurden.

Schliesslich sind die damaligen Ingenieure jetzt 20 Jahre älter, also alle Ingenieure, die 1989 als als 40 Jahren sind bereits in Rente.

Auch ist leider nicht Ingenieur gleich Ingenieur - auch wenn sich das Geisteswissenschaftlern nicht zu erschliessen vermag. Was nützt mir ein Bauingenieur in der Softwareentwicklung, also müsste man die Teilmenge der 6700 arbeitslos gemeldeten Ingenieur im Osten Deutschlands nochmal nach Berufssparten aufteilen.

Auch das geschieht nicht.

Übrigens: Olga Krause war zum Zeitpunkt der Wende 4 Jahre alt und sicherlich keine Ingenieurin. Warum will sie im Osten Deutschlands eine Ingenieursstelle finden und sucht nicht auch im Westen?

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hoppla_h 13.10.2011, 16:55
3. ... auch ein Wessi-Problem!

"Fachkräftemangel?" - "Den Ingenieur braucht keiner mehr!"

Erfahrene Ingenieure, einmal arbeitslos und über 45, finden in Deutschland kaum noch einen neuen Job. Das erleben Wessis genau so wie Ossis.

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chocochip 13.10.2011, 17:05
4. Zahlen...

Zitat von hoppla_h
"Fachkräftemangel?" - "Den Ingenieur braucht keiner mehr!" Erfahrene Ingenieure, einmal arbeitslos und über 45, finden in Deutschland kaum noch einen neuen Job. Das erleben Wessis genau so wie Ossis.
Guckst Du hier:

http://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/r...%202011-03.pdf

Bei 23.255 arbeitslosen Ingenieuren ist Arbeitslosigkeit jedenfalls das geringste Problem für die knapp 700.000 Ingenieure in diesem Lande.

Von 3 bis 5% Arbeitslosigkeit träumen die Sozialwissenschaftler, Pädagogen und Erzieher(innen) doch nur.

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chocochip 13.10.2011, 17:08
5. Und natürlich...

Zitat von chocochip
Guckst Du hier: .....
Und natürlich die freien Journalisten, die darum kämpfen Artikel bei SPON und Co zu veröffentlichen ;-)

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Günter Bodendörfer 13.10.2011, 17:11
6. Richtig

Zitat von hoppla_h
"Fachkräftemangel?" - "Den Ingenieur braucht keiner mehr!" Erfahrene Ingenieure, einmal arbeitslos und über 45, finden in Deutschland kaum noch einen neuen Job. Das erleben Wessis genau so wie Ossis.
und das geht seit Jahren so.

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sprechweise 13.10.2011, 17:30
7. Was nun?

Zitat von sysop
Im Osten der Republik jammern Unternehmen besonders laut über den Mangel an Fachkräften - sie*suchen sogar in den Nachbarländern nach ihnen. Dabei sind viele frühere DDR-Ingenieure arbeitslos. Ihre Ausbildung gilt als mustergültig. Dennoch hatten viele von ihnen nie eine Chance.
Was nun?

Suchen die Firmen nun Ingenieure, oder Leute, die die Einfältigkeiten der Firmenchefs und Personalschefs bedienen?

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hoppla_h 13.10.2011, 17:41
8. Altersdiskrmisierung statt Fachkräftemangel

Zitat von chocochip
Guckst Du hier: Von 3 bis 5% Arbeitslosigkeit träumen die Sozialwissenschaftler, Pädagogen und Erzieher(innen) doch nur.
Als: "Mann, 38, zwei Kinder, verheiratet, Ingenieur, Besserverdiener" kann man sich noch im Ingenieurparadies fühlen. ... Spezialisten können noch mit einem Jobwechsel liebäugeln und auf einen Headhunter-Anruf spekulieren. Wer ab 45 arbeitslos wird, für den wird es 'eng': In Trainingsmaßnahmen sitzt man zusammen mit Hartzern, egal ob Ingenieur oder Sozialwissenschaftler.

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gsm900 13.10.2011, 17:42
9. Selbsdarsteller

Zitat von sprechweise
Was nun? Suchen die Firmen nun Ingenieure, oder Leute, die die Einfältigkeiten der Firmenchefs und Personalschefs bedienen?
die in junge dynmische Teams (O-Ton Stellenanzeigen) passen und dem Chef nicht gefährlich werden.
Altersbeschränkungen fallen ja jetzt unter das Antidsikriminierungsgesetz.

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