Forum: Karriere
Rat vom Karrierecoach: Schadet der Jobwechsel meinem Lebenslauf?
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Alexander ist Abteilungsleiter, als er ein spannendes Jobangebot ohne Führungsverantwortung bekommt. Sein Herz sagt ja, doch seine Freunde raten ab. Die Karriereberaterin hilft.

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Sissy.Voss 20.08.2018, 10:34
1. Das ist ein sehr guter Artikel

Das ist ein sehr guter Artikel über die Kunst einen Pudding an die Wand zu nageln. Wenn Sie die "Befähigung" haben, nichtssagende Floskeln zu langatmigen Sätzen zu kombinieren, dann sind Sie in einer Topsituation für einen Karriereberater oder einen politischen Hinterbänkler. Beide verdienen ihr Geld leicht und unbeschwert durch die Unverbindlichkeit und Belanglosigkeit ihrer Aussagen.

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thomas haupenthal 20.08.2018, 10:43
2. Mit Verlaub, wie...

alt ist die Autorin? Mitte Dreißig, Anfang Vierzig? Und hat 35 Bücher geschrieben? Wie machen das diese tollen Leute bloß? ( Hier schrieb mal vor einiger Zeit ein Heini, der sich einer 84-Stunden-Woche bei gleichzeitiger Anstellung an zwei Universitäten rühmte..) Und wenn Alexander das deutliche Gefühl hat, der neue Job wäre für ihn besser, dann soll er ihn halt machen, Lebenslauf hin oder her. Er lebt ja schließlich nicht für seinen Lebenslauf. Und überhaupt, was heißt das,"Gestalter seines Lebenslaufes"? Ich bin da skeptisch. Ich kann mir selbstverständlich ausmalen, was ich erreichen möchte und wenn ich Glück habe, erreiche ich es auch. Ich kann im Interesse der Karriere Dinge tun und vermeiden. Ich sollte meine Entscheidungen vertreten können und müssen, schon richtig. Aber das Leben besteht aus tausend Zufällen, guten und schlechten und die wenigsten sind am Ende da, wo sie hin wollten. Man will immer eine lange Dünne und kriegt eine kurze Dicke, wie Tucholsky sagt. Wir suchen Lösungen, aber die Lösungen kommen auch zu uns, es gibt da eine gewiise Dialektik. Ach ja, man muss brennen für die Sache, pfeif auf die Rahmenbedingungen... Aber stabile Rahmenbedingungen ( geregelte Arbeitszeiten,angemessene Bezahlung) sind auch etwas Schönes, z.B. wenn man eine Familie hat, soll ja ab und zu auch noch vorkommen ( wenn auch vielleicht nicht in der Welt der Karriereberater) Sonst brennt man bis zum Burn-out....

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hpampel 20.08.2018, 10:44
3. Mache gerade eine andere Erfahrung

In unserem Betrieb wird gerade eine Rolle rückwärts vorgenommen. Lebenslauf, Erfahrungen und Vielseitigkeit sind nicht mehr gefragt. Es kommt nur noch darauf an, dass du auf der Stelle, auf der du gerade sitzt, genau diese Rolle einnimmst. Kenntnisse rechts wie links sind irrelevant. Was du gelernt hast oder vor 3 Jahren gemacht hast, interessieren nicht. Das höre ich auch aus anderen Unternehmen.

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oh_oh_73 20.08.2018, 10:46
4. Der letzte Absatz ...

Der letzte Absatz erscheint mir wichtig: Bei dem nächsten Vorstellungsgespräch (und beim Anschreiben mit Lebenslauf dazu) wird es darum gehen, wie der Kandidat den Schritt aus der Vergangenheit begründet. Da klingt doch „ fachliche Neugier“ besser als „Karrieregeilheit“.

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ingo.adlung 20.08.2018, 10:53
5. Wie so oft lässt die Frage keine schwarz/weiße Antwort zu

Tatsächlich ist es in einer Führungslaufbahn viel einfacher mal etwas neues auszuprobieren, weil es in der Tat neue Erfahrungen sind, die bereichernd sind, für einen selbst als auch für das Unternehmen. In der Fachlaufbahn kann das ebenfalls der Fall sein, muss aber nicht. In vielen Bereichen ist die Innovationsgeschwindigkeit so hoch, dass, wenn mal 2-3 Jahre "aus dem Job" ist, ein Sprint einen nicht wieder wieder automatisch in die alte Rolle/Kompetenz zurückkatapultiert, sondern es dem Atem eines Mittelstreckenläufers bedarf. Tatsächlich brauchen wir nicht nur Kollegen, die sich nur in einem sehr eng begrenzten Fachgebiet exzellent auskennen, sondern wir benötigen zunehmend Menschen, die in der Lage sind über ihren Tellerrand zu schauen und Fachbereichs-übergreifend Zusammenhänge erkennen und auch komplexere Lösungen anzubieten. Das aber bedeutet, dass ein "Ausflug" aus dem eigentlichen Kompetenzgebiet kein Selbstzweck sein, sondern man gezielt sein Wissen erweitern sollte. Es sei denn, man möchte sich grundsätzlich verändern ...

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and777 20.08.2018, 11:16
6. Kein Spezialistenwissen kann Führungserfahrung ersetzen

Sobald die Unternehmens- und Abteilungsstrukturen größer werden, verlieren Spezialistenkenntnisse an Bedeutung und Führungserfahrung gewinnt zusätzlich am Wert. Insofern mögen o.g. Tips für Kleinere Unternehmen nicht falsch sein, aber bereits für den Mittelstand komplett falsch. Leider ist der Job des Karrierecoaches und seine notwenigen Qualifikationen sehr dehnbar. Da gerieren sich Personen, die in 5 Mann-Betrieben "HR-Leiter" waren als Experten, weil sie 10 Bewerbungsgespräche geführt und 2 Bücher auswendig gelernt haben. Will sagen: natürlich können die Globuli und Schüsslersalze der Heilpraktikerin, die an der VHS umgeschult hat, im Einzelfall helfen, zumal er bei der Karriereberatung durchaus auch einen Placeboeffekt gibt. In der Mehrzahl und bei komplexerem Krankheitsbildern jedoch nicht. Insofern: Augen auf bei der Karriercoachauswahl!

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nici_d 20.08.2018, 11:26
7. locker bleiben

Karriere, was ist das schon genau. In den meisten Fällen die vorgehaltene Mohrrübe im Hamsterrad. Es ist okay, nach der Uni in möglichst kurzer Zeit ein paar Stufen höher zu springen, geht meist bis Abteilungsleiter ganz easy. Bei uns bekam mann dann Geschäftswagen mit Flatrate Tankkarte, das kostete einen rund 700 im Monat, habe ich dankend abgelehnt, für soviel Geld kann ich meine Autos selber tanken und warten. Man verdient echt gut, also Haus abbezahlt und ab da war ich ein freier Mensch. Machen, wofür man sich berufen fühlt, zwar mit weniger Geld, dafür mit wesentlich mehr Freiheit und Zufriedenheit. Der Chef hat erst blöd geguckt, als ich mit dem Einzeiler kündigte. Nachdem er mich gefragt hat, was ich vir hätte, meinte er nur: "alles richtig gemacht!" So fühlt es sich jetzt, 4 Jahre später, immer noch an.

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Allenore 20.08.2018, 11:26
8. Wer für Karriere alles tut, hat doch sowieso einen Knall.

Viel Aufwand, um das Leben viel zu billig zu verschleudern.
Weil man keine wirkliche Idee von seinem eigenen Leben hat und sich wie ein Hamster ins Rad sperren lässt.

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fatherted98 20.08.2018, 11:33
9. was ist denn...

...das für eine "Führungspersönlichkeit" die als Abteilungsleiter ackert und nicht mal entscheiden kann ob er einen anderen Job will oder nicht....wohl gänzlich ungeeignet für den Führungsjob....typisch wenn solche Leute andere brauchen die ihnen die Entscheidung (und Verantwortung) abnehmen.

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