Forum: Karriere
Recruiting-Strategie: Vergiss den Job, denk einfach an den Feierabend
KPMG

Nachwuchstalente für einen Job zu begeistern ist schwierig - so schwierig, dass manche Unternehmen schon gar nicht mehr über die Arbeit sprechen. Sondern lieber über den Feierabend.

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Spiegelwahr 27.05.2016, 11:16
1. Unseriös

Zu so einer Firma würde ich nicht gehen. So eine Firma ist einfach unseriös und ich muss annehmen, es ist genau umgekehrt. Viele Überstunden, blödes Betriebsklima und kaum Freiraum und Freizeit. Extrem hohe Arbeitsdichte. Krankheit unerwünscht. Das Meer sieht man nur als Hintergrund oder auf dem Bildschirmschoner auf dem Computer und das Meeresrauschen ist die Klospühlung.

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pirx64 27.05.2016, 11:30
2.

Und so "arbeiten" die dann auch. 8 Stunden anwesend, davon mehrere Stunden Kaffeeeküche, Lounge, ....
Nur arbeiten wollen die nicht

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gutes_essen 27.05.2016, 12:01
3. Ja und?

Zitat von pirx64
Und so "arbeiten" die dann auch. 8 Stunden anwesend, davon mehrere Stunden Kaffeeeküche, Lounge, .... Nur arbeiten wollen die nicht
Dann kriegt man eben fürs nicht viel arbeiten Geld, ist doch gut :)

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smartphone 27.05.2016, 12:13
4. Reisserische Artikel

Ich verfolge mit Interesse Ihre Artikel - die aber verdammt wenig mit der Anwerbung für das Unternehmen tragfähiger Bewerber zu tun haben .....
Wirkliche Fachkräfte werden gar nicht eingeladen oder man versucht denen mit dümlichen Fragen daherzukommen , die einen zum sofortigen Abschied drängen lassen, ausser man bringt genug Zynismus mit . Die Denkstruktur bewegt sich seit xx Jahren auf Sonnenkönigniveau - ohne aber entspr. "bieten" zu können .. SO müßte Ing/IT Einstiegsgehälter ggüb zB 1998 hochgerechnet bei 100k€ sich belaufen ... Hinzu kommt ,daß wirkliche Fachkräfte schon ab 35 faktisch zu alt sind - was schon seit Jahren zusätzlich für Nachwuchs- / also Kindermangel sorgt.

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Thomas Schnitzer 27.05.2016, 12:17
5.

Lieber Spiegel-Autor, ich denke sie haben die Botschaft dieser Werbung gründlich mißverstanden. Das Bild soll nicht vermitteln, wie man bei KPMG arbeitet, sondern welcher Typ Mensch bei KPMG als Bewerber erwartet wird: Jung, dynamisch, flexibel und sportlich.

Darüber hinaus soll es zeigen, dass man sich mit der Gehalt eines Consultants ein paar kleine Annehmlichkeiten leisten kann, denn Kitesurfen ist insbesondere wenn man weit weg von geeigneten Spots wohnt kein besonders preiswertes Hobby.

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KlausKram 27.05.2016, 12:22
6.

Zitat von pirx64
Und so "arbeiten" die dann auch. 8 Stunden anwesend, davon mehrere Stunden Kaffeeeküche, Lounge, .... Nur arbeiten wollen die nicht
Hahaha!
Ich weiß das sich das Gerücht das Unternehmensberater/Wirtschaftsprüfer nicht arbeiten hartnäckig hält, aber das war schon immer Unsinn.

Ich denke KPMG (so wie alle großen Wirtschaftsprüfer/Berater) wollen genau das bezwecken was der Autor beschreibt: ablenken von der "freiwillig geleisteten Mehrarbeit". Die Realität in diesen Häusern ist immer noch massive Unterbesetzung und hohes Gehalt für dein Leben. Und damit sind alle Bereiche, jederzeit gemeint. Viel Freizeit ist da nicht.
Gerne genommen: Erlauben von langen Urlauben (3 - 5 Wochen am Stück). Alle denken "Wow cool" oder "die faulen Säcke!!211!!". Das das im Umkehrschluss bedeutet das man eher 70 als 60 Stunden die Woche arbeitet - da kommen die Leute erst drauf wenn sie drinstecken.

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thomaslrueckert 27.05.2016, 13:53
7. Altes Foto

Ja, ich kann dem Kommentator "Thomas Schnitzer" nur zustimmen!
Und:
Das Foto scheint ziemlich alt zu sein, wenn man sich die Kite-Ausrüstung so anschaut. Also entwender hat sich KPMG da verhauen oder der Autor arbeitet mit altem Material.
Aber die Aussage des Autors - so und mit diesem Hintergrund für nicht so spannende Jobs zu werben finde ich gut.

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querollo 27.05.2016, 14:56
8. Lieber Thomas Schnitzer

Wenn eine Werbung so gründlich "missverstanden" wird, dass man erst noch erklären muss, was vermittelt werden "soll", dann ist das weniger das Problem des Rezipienten (hier des Spiegel-Autors) als vielmehr das der Agentur, die diesen Job verrissen, und des Kunden, der sie nicht daran gehindert hat.

Da müssen Sie wohl noch mal ran.

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Celegorm 27.05.2016, 16:16
9.

Was spricht denn gegen etwas mehr Ehrlichkeit in Arbeitsbeziehungen oder sonst wo. Dass niemand ohne psychologische Auffälligkeiten ernsthaft bei einer Firma wie KPMG aus reiner Freude und übersprudelndem Interesse arbeitet, dürfte ja klar sein. Sich das gegenseitig vorzuheucheln ist darum im Prinzip lächerlich, trotzdem wird dieses Spiel zwanghaft betrieben.

Fragwürdig daran ist eher, dass die Botschaft nicht sehr glaubwürdig ist, gilt doch gerade diese Branche als besonders guter Ort für all jene, die nicht besonders viel Wert auf ein Privatleben legen oder einfach Workaholics sind. Aber fairerweise muss man auch sagen, dass solche Firmen schlicht in dem Dilemma stecken, dass sie eigentlich keine positiven Attribute haben, um für ihre Stellen zu werben. Ausser natürlich dem ordentlichen Lohn als Schmerzensgeld für den drögen Job, aber das darf man so ja öffentlich nicht sagen..

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