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Stellenanzeige für polnische Pfleger in Großbritannien: "Brexit-Sorgen? Kommen Sie na
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Die Uni-Klinik Düsseldorf wirbt in Großbritannien um Pflegekräfte - und setzt auf die Ängste polnischer Angestellter vor dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

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kumi-ori 09.02.2019, 23:01
1.

Es ist schön, wenn wir Pflegekräfte aus Krisenländern wie Spanien und Großbritannien abziehen können, aber ganz allgemein ließe sich der Pflegenotstand in Deutschland rasch beheben, wenn wir ein angemessenes Einkommen zahlen würden. Bei einer Vollzeit-Krankenpflegefachkraft mit zehn Jahren Berufserfahrung sollte beim Monatsgehalt vorne eine "4" stehen, und die Altenpflegekraft sollte nicht wesentlich darunter liegen.

Es geht nicht nur darum, ob die Fachpflegekräfte, die eine lange Ausbildungsdauer hinter sich haben, "so viel Geld brauchen". In der Höhe des Gehalts spiegelt sich eben auch immer noch die Wertschätzung der Gesellschaft für einen Mitarbeiter wieder, und wenn die Gesellschaft sagt: Krankenschwester, du bist uns ungefähr genauso viel Wert wie eine Aushilfsschreibkraft im Büro, dann sagt die Krankenschwester eben: Gesellschaft, dann wirst du mich auch nicht vermissen, wenn ich in die Pharma wechsle, oder in eine Versicherung, denn die zahlen mir deutlich mehr.

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janos71 09.02.2019, 23:07
2. Märchen aus D für polnische Fachkräfte

Zitat:
"Wir haben nicht nur die bessere Bezahlung, die besseren sozialen Leistungen und bessere Arbeitszeiten. Wir haben auch das bessere Wetter, das bessere Essen und den kürzeren Weg nach Polen."

Ist schon klar die polnischen Fachkräfte fahren mal eben so 600km weiter Richtung Westen weil in D eigentlich alle Bedingungen besser sind. Für wie blöd hält man die polnischen Fachkräfte in England eigentlich. Sicherlich der Weg von Düsseldorf per Auto nach Polen ist kürzer aber das Gehalt in D dürfte längst nicht mit den Verdienstmöglichkeiten in England mithalten. Das Wissen nicht nur polnische Fachkräfte sondern auch viele andere Experten aus dem Ausland. D hat in West- und Nordeuropa ein eher bescheidenes Lohnniveau/Lebensstandard. Wäre es anders würden uns die Fachkräfte aus DK, NL, GB, NOR, CH, A, IRL, FIN, ... die Bude einlaufen. Die sind in aber in D eine sehr seltene Ausnahme.

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Lontrax 09.02.2019, 23:20
3. exit

Ganz egal wie es ausgeht. Der Depp ist der Steuerzahler in Länder wie Polen, der dafür lohnt diese Pfleger auszubilden, selber aber nix davon hat, weil sie dann in die "Premium" EU Länder gehen um zu arbeiten. Diese wiederum sparen an Ausbildungskosten und holen sich fertig ausgebildete Billigarbeitskräfte. Diese EU dient wirklich nur noch einer handvoll Reichen in einer handvoll reichen Ländern. Wenn sich die EU nicht reformiert, wird es bald mehrere xxx-exits geben, begleitet von saftigen Gelbwestenprotesten.

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nurEinGast 09.02.2019, 23:48
4. nun ja

keine Ahnung, wieso das ne Meldung wert ist. In einer globalisierten Welt gibts nunmal keine Grenzen- erst recht nicht in der Arbeitswelt.

Und so ist es einfach nur folgerichtig und logisch, auch ein England Werbung zu machen. Schliesslich gibts dort ein riesiges Potential für neue Kollegen- und die Engländer wollen die Ausländer ja eh aus dem Land haben.

So gesehen führt hier die Globalisierung zu einer win-win-win-Situation.

Die Uniklinik gewinnt neue Mitarbeiter, die polnischen Pfleger eine neue Arbeitsstätte und die Engländer werden die ungeliebten Ausländer los.

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Bell412 09.02.2019, 00:25
5. Na endlich!

Hat es mal eine Organisation begriffen, wo wir sinnvollerweise um Arbeitskräfte werben, bevor es alle anderen tun.

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aniani 09.02.2019, 01:05
6. Awesome!

Wen könnte man denn noch so brauchen? Bin ja mal auf weitere Anzeigen gespannt. Jedenfalls schön, dass es klare Perspektiven für EU-Arbeitnehmer in UK außerhalb derselben gibt. Die Brexiteers haben sicher auch schon eine Idee, wie sie fehlendes, qualifiziertes Personal auf die Schnelle kompensieren. Doch selbst wenn bisherige EU-Arbeitnehmer in UK bleiben können, so wird über kurz oder lang dort der Nachwuchs fehlen; ist in manchen Berufen ja jetzt schon prekär. My dear, I see black for you.

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nofreemen 09.02.2019, 07:48
7. glauben macht selig

Sorry, aber die beschriebenen deutschen Vorteile gegenüber England sind gerade umgekehrt. In England lässt sich unter den Strich besser leben. Wenn dem nicht so wäre, dann wären diese Arbeitskräfte längst in Deutschland. Sie wurden ja nicht nach England zwangsverschleppt. Sie hatten von Anfang an die Wahl England oder Deutschland. Sie haben sich für den weiteren Weg entschieden. Warum wohl? Nicht weil sie dumm dind.

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mediman 09.02.2019, 09:20
8. Tv-p

Die Uniklinik ist tarifvertraglich gebunden und wird den anzuwerbenden Kräften eher keinen AT-Vertrag gewähren, denn dann kämen die bisherigen Kräfte auch an....

Die TV sind nachlesbar. Damit wird man wohl nur wenige überzeugen können. Ich kenne die Situation in Berlin und das ist der Weg noch kürzer.

Viel Glück trotzdem. Vielleicht wiegen ja exzellente Arbeitsbedingungen den Tarifvertrag auf.

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virtuteetanimo 09.02.2019, 09:38
9. Warum nach Deutschland?

Natürlich würde ich mich über die neuen Kollegen sehr freuen. Aber: Warum sollten die ausgerechnet nach Deutschland kommen? In der Schweiz, den Niederlanden, im gesamten Skandinavien und aktuell auch noch Großbritannien selbst sind Bezahlung und Arbeitsbedingungen ungleich besser als hier. Deutschland teilt sich mit Polen aktuell den letzten Platz in der gesamten EU beim Personalschlüssel. Nirgendwo sonst muss eine Pflegekraft, zum Teil allein auf Station, mehr Patienten versorgen als in diesen beiden Ländern.

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