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Stuss in Stellenanzeigen: Hauptsache "u.a."
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In Stellenanzeigen wird geschwafelt was das Zeug hält. Eine Studie zeigt, wie miserabel Unternehmen um Personal werben - nämlich vor allem mit Worthülsen: Team, flexibel, optimieren. Unter anderen.

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gutes_essen 13.10.2016, 06:17
1. Stellenanzeigen

Leute, die Stellenanzeigen lesen haben doch (gefühlt) meist keinen Job und müssen halt nehmen was kommt. Wozu sich dann als Firma Mühe geben?

"Attraktive Vergütung" separat erwähnt würde mich misstrauisch machen, denn das halte ich eigentlich für selbstverständlich, wenn eine Firma wirklich Mitarbeiter sucht. Vermutlich verbirgt sich dahinter genau das Gegenteil (oder wenigstens Durchschnitt).

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der_holzhäuser 13.10.2016, 06:38
2. Dschungel

Der Dschungel des deutschen Arbeitsmarktes ist katastrophal. Bewerber müssen sich einen Umgang gefallen lassen, welcher im normalen Arbeitsalltag zu einer fristlosen Kündigung führen würde.
Besonders ostdeutsche Unternehmen haben noch sehr grosse Schwierigkeiten mit der Rekrutierung von neuem Personal. Die meinen meist, es würde eeichen einen Arbeitsplatz und Lohn anzubieten.

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unzensierbar 13.10.2016, 06:45
3.

Und natürlich muss man sich selbst mit allen möglichen Lügen verkaufen. Unser System ist krank. Wir müssen uns darum bewerben versklavt zu werden.

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naklar261 13.10.2016, 06:58
4. Faehigkeitsluecke offengelegt

wenn ich mir so manche Stellenanzeige durchlese frage ich mich auch manchmal ob es in der Firma eine HR Abteilung oder eine Comedy/Satiere Abteilung gibt die fuer die Stellenanzeigen zustaendig ist. Neben unverstaendlichen Formulierungen finde ich jedoch sehr oft Zeugnisse von Realitaetsfremde, wenn z.B eine Firma einen Uebersetzer sucht der Franzoesisch, Japanisch und Englisch auf native Level spricht und 8 EUR die Stunde bietet, dann gehe ich davon aus das diese Anzeige von einem raffgierigen Ausbeuter in einem parallel Universum geschaltet wurde. Das ist natuerlich auch eine Moeglichkeit sein Unternehmen zu praesentieren...erregt Heiterkeit...

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observerlbg 13.10.2016, 07:12
5. Wenn eine Handwerkfirma so Arbeitnehmer sucht....

..., ist das vielleicht nachvollziehbar. Aber selbst Unternehmen, die eigentlich kreativ sein wollen beweisen mit ihren Stellenanzeigen, dass ihre Kreativität sehr eingeschränkt ist. Aber oft ist eine Stellenanzeige nur ein Druckmittel, um die interne Besetzung der Stelle zu forcieren. Daher also eh wenig relevant. Aber peinlich allemal.

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Plasmabruzzler 13.10.2016, 07:17
6. Wozu das Ganze

Da drängt sich einem der Eindruck auf, dass diejenigen, die solche Stellenanzeigen verbrechen, wenig Ahnung davon haben, was den künftigen Bewerber erwartet. Oder auch, dass man ein bewusst kleines Tätigkeitsfeld nennt, was sich im Laufe des Arbeitslebens beliebig erweitern lässt, weil man sich mit solchen Floskeln alle Türen offen hält. Man liest selten ehrliche Stellenanzeigen - wohl auch rein juristischen Gründen, damit sich niemand diskriminiert fühlen muss.
Der ganze Bewerbungszirkus ist sowieso ein Kapitel für sich. Selbst Stellen für Azubis sind mit blumigen Worten geschmückt und man schickt die Bewerber in Assessment-Center. Da bekommt man fast den Eindruck, dass es nicht um "to assess" geht, sondern um "to assassinate" ;-)

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skylarkin 13.10.2016, 07:26
7.

Hier wird u.a.eine Unterscheidbarkeit in der Firmenbeschreibung gefordert. Was ist, wenn diese nicht existiert und ein Großunternehmen wie das andere ist. Differenzierung und Abgrenzung sind auch nur weitere Textbausteine von solchen Analysten.

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Aquifex 13.10.2016, 07:33
8.

Zitat von der_holzhäuser
Die meinen meist, es würde eeichen einen Arbeitsplatz und Lohn anzubieten.
Eigentlich reicht auch genau das...

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taste-of-ink 13.10.2016, 07:35
9.

Schön auch immer die geforderte "überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft". Was soll mir das sagen? Im Unternehmen arbeiten nur Faulpelze und jetzt soll mal einer richtig arbeiten! Oder: sie bekommen zwar nur eine durchschnittliche Vergütung, aber dafür bekommen wir von Ihnen 110% Einsatz!

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