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Taktikanalyse : So kann Martin Schulz noch Führungsstärke beweisen
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SPD-Chef Martin Schulz steht vor einem typischen Managementproblem, sagt Karrierecoach Martin Wehrle. Wenn der Boss plötzlich den Kurs wechselt, verunsichert das die Mitarbeiter. Aber es gibt einen Ausweg.

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dr.eldontyrell 19.01.2018, 10:38
1. Aha

Die SPD ist also Schuld, wenn Koalitionsverhandlungen zwischen FDP Grünen und CDU platzen? Die jungen haben nichts zu verlieren und sie dürfen politisch unvernünftig?
Die Koalitionsverhandlungen sind an den Eitelkeiten der Beteiligten gescheitert! Und die jungen haben viel mehr zu verlieren, nämlich ihre Zukunft! Das was der Autor Unvernunft nennt, nenne ich unkorrumpiert.
Dieses Trommeln der Presse für die GroKo ist schon ekelerregend.
Hoffentlich machen die Jusos den Seeheimern einen Strich durch die Rechnung!

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Lebenstheater 19.01.2018, 10:43
2. Fähnchen die...

...im Winde, werden keine stabilen Banner. Wer keine Führunsstärke hat, kann auch welche entwickeln. Die Wankelmütigkeit wird ihn zu Fall bringen. Ein Wort sollte ein Wort sein. Wenn es falsch war, kann man zwar später daraus lernen, sollte aber zunächst die Konsequenzen ziehen. Das würde glaubhaft machen und darauf könnte man solide aufbauen. Eiertänze sind da eher ungeeignet und irgendwie auch traurig und peinlich.

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SPONU 19.01.2018, 10:44
3. Kleiner feiner Unterschied....

....der Boss im Unternehmen hat disziplinarische Gewalt im Rahmen des Arbeitsvertrags. Er trägt das Risiko und kann heute so und morgen so entscheiden, die Mitarbeiter haben zu springen.
Wer sich verunsichert fühlt darf nachfragen aber sollte irgendwann die Klappe halten und der Marschrichtung folgen oder kündigen wenn er das nicht mittragen will.
Ein CEO der öffentlich die eigene Zerrissenheit bekundet wird umgehend vom Aufsichtsrat ausgetauscht. Zerrissene CEOs die in Einzelgesprächen Hauptkritiker überzeugen müssen kann kein Unternehmen gebrauchen.

Seit wann ist Martin Schulz CEO der SPD und ALLE Mitglieder sind ihm disziplinarisch unterstellt und weisungsgebunden?

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cup01 19.01.2018, 10:46
4. Punkt drei

Es gibt keine sachliche Erklärung für das hin und her der SPD-Führung. Darum bleibt zu hoffen, dass die Parteibasis sich nicht zur GroKo bekennt. Diese hat nur den Zweck des Machterhalts der CDU/CSU. Wer sich so sehr über die Sondierungsergebnisse freut wie die, führt nichts gutes im Schilde. Erst wenn sich auch die CDU erneuert könnte es eine GroKo geben.

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kraus.roland 19.01.2018, 11:05
5. Herrn Wehrle kann ich nur zustimmen!

Schulz war ein bemerkenswerter Präsident des EU-Parlaments und verfügt zweifellos über die koplexen Talente, die er braucht, um seine derzeitige Lage innerhalb der SPD gut zu bestehen. Auch wünsche ich ihm aufrichtig Erfolg. Das übergeordnete Problem heisst aber Merkel und so wird auch die Groko heissen, für die Schulz nolens volens streiten muss. Kann Jemand ernst genommen werden, der seine eigenen politischen Instikte verständlich kundgetan hat, um sie wenig später mit der exakten Gegenposition zu entwerten? Schulz lädt de facto seine Partei zu einem Opfergang im Namen einer 'Staatsraison', die dann wie gehabt die neoliberalen Durchstechereien von CSU-Ministern abdeckt, weil Merkel es an Ende so will. Das Wahlvolk hat die letzte Groko deutlich abgestraft und der SPD nicht annähernd das Gewicht gelassen, das sie bräuchte, um wirklich mitzuregieren. Die Konsequenz hat wirklich garnichts zu tun mit 'Oppositionsromantik', sonder mit AUFRICHTIGKEIT!

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herhören 19.01.2018, 11:05
6. Endlich

Das ist seit langem der klügste Artikel, den Spon verfasst hat. Wurde aber auch Zeit.

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haresu 19.01.2018, 11:07
7. Die spezifische Situation ist etwa komplizierter

Schulz genießt Vertrauen, hat aber nur noch wenig Macht. Es handelt sich hier weniger um eine Situation in der eine Führung einen Strategiewechsel erklären müsste sondern um eine in der keine Führung existiert. Zur Aufnahme von Sondierungsgesprächen wurde Schulz mehr oder weniger gezwungen, das war ebenso wenig seine alleinige Idee wie der zuvor angekündigte Gang in die Opposition. Die Sondierungen nimmt Schulz aber auch niemand wirklich übel, wohl aber deren Ergebnisse. Es wird Schulz nicht helfen Vertrauen zurück zu gewinnen und auch nicht die Bedenken ernst zu nehmen, er müsste etwas liefern, das er jetzt nun wirklich nicht mehr erreichen kann und die Kritik an seiner Person beschränkt sich vorrangig darauf, dass er nur so wenig gewollt hat. Andere allerdings wären wahrscheinlich mit noch weniger zufrieden gewesen.

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werder11 19.01.2018, 11:08
8. wenn die spd

sich trotzdem für die groko entscheidet, also gegen die jusos, dann sollten die geschlossen austreten und mit lafonteine und wagenknecht eine neue große LINKE partei gründen, denn dann sind jusos zumindest in der spd überflüssig und ohne einfluß!

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sogehtdasnicht 19.01.2018, 11:10
9. Die Nachwuchsleute müssen den Karren aus dem Dreck holen...

In diesem Fall stimmt es nicht, dass die Jungen wenig zu verlieren haben. Wenn die Altgedienten Genossen die SPD endgültig im Graben versenken - und sie sind auf dem besten Wege dazu - dann machen sich die Alten auf den Weg in den Ruhestand oder retten sich auf Aufsichtsrats- oder Stiftungspöstchen. Aber die jungen Sozialdemokraten müssen den Karren wieder aus dem Dreck ziehen (und manch einer sieht sein sicher geglaubtes Pöstchen davon schwimmen).

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