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Tipps für Aufsteiger: Stellen Sie sich doch mal dumm
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Niemand wird gern belehrt, Vorgesetzte schon gar nicht. Was also tun, wenn Sie merken, dass der Chef keine Ahnung hat? Probieren Sie es mal mit naiven Nachfragen.

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hairyballs 29.05.2017, 09:14
1.

naja, als ob der Tip so richtig funktioniert. Sollte ich mich herablassen und "dumm stellen", würde ich ja meinem Vorgesetzten eindeutige Konkurrenz machen und würde dann doppelte Mühe haben, meinen Job und all das Drumherum stehende, zu erledigen.
Besser wäre es, die Trottel zu kennzeichnen und aus der "Fertigunglinie" ziehen... vor mir aus, als Autobahnauffahrt-Säuberer....

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klowasser 29.05.2017, 10:06
2. Überrascht

Ich bin ein wenig überrascht über diese Tipps. Verbesserungsvorschläge sollte man möglichst gar nicht machen, es zählt "Dienst nach Vorschrift". Man macht sein Ding und gut ist, für Verbesserungen sind andere zuständig. Auch an Lästerei beteiligt man sich nicht, es sei denn es geht gegen den Chef. Generell sollten Gespräche mit anderen Mitarbeitern vermieden werden, da man so Angriffsflächen bietet. Ich versuche daher jedes Gespräch auf das Geschäftliche zu reduzieren. Und andere Meinungen sind nach meinen Erfahrungen sowieso nicht erwünscht. In jedem Meeting kamen die Ja-Sager am Besten weg. Schon kleinste Abweichungen führten zu Entlassungen (wenn auch nicht auf dem offiziellen Weg, sondern indem man der Person nur noch die Schrott-Aufgaben gab). Fazit: Nichts Neues, was hier steht, aber ich weiß nicht, was es mit dumm stellen zu tun hat.

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Analog 29.05.2017, 10:42
3. Persönlich fand ich einen

"Schwachen" Vorgesetzten immer recht angenehm. Schwierig sind die jungen wilden BWLer, die das Rad jede Woche neu erfinden wollen und immer alles in Frage stellen.

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schneapfla 29.05.2017, 10:47
4. @klowasser

Vielleicht nicht vom eigenen Arbeitsplatz auf alle schließen? ;)

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ellenbetti 29.05.2017, 10:52
5. Ja, dumm stellen hilft

aber bitte nicht auf ganzer Linie sonst wird man auch für dumm gehalten. Bei Meetings kann man sich
auch vorab über die Lage informieren und vor dem geistigen Auge Fragen formulieren die Ihrem Interesse dienen.
Aber, dazu muss die Person ( ggf. Chef ) durch ( dumme ) Fragen selbst dahin gebracht werden. Immer mit einem Lob beginnen, Anwesende überzeugen gleicher Meinung zu sein aber es ist irgendwie nicht rund. Bei schwierigen Kunden mache ich es ähnlich. Zuerst hat der Kunde immer recht, wir haben die Bringschuld nicht den Kunden zu überreden sondern an Hand von Fakten zu überzeugen, Ja Ja und nochmal Ja. Ich arbeite hier nur um Ihnen zu dienen, Garantie ? Ganz sicher ( gemeinsame Klärung muss jedoch erfolgen ) - Gutschrift ? Wird sofort veranlasst weil....der Kunde recht hat, langjährig dabei ist, ein neuer Mitarbeiter bzw.Neukunde ist oder die Gutschrift das Haus nicht verlässt ( Kompensation ) . Immer das Weh und Wohl beider Parteien im Auge zu haben. Man findet schnell heraus was dem Gegenüber wichtig ist.

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fridericus1 29.05.2017, 11:09
6. Mein Fazit nach 35 Berufsjahren mit ...

... 5 Arbeitgebern und unzähligen Chefs: Klappe halten, nach Frage Ja sagen, ansonsten Kopf runter. Sichert das Überleben und schont die Magenschleimhäute.

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upalatus 29.05.2017, 11:52
7.

Einfach mit neutralem Gesichte die Klappe halten, wenn Optimierungen nach endlicher Geburt betteln. Es ist der Vorgesetzte, der die höchstprofessionelle Hebamme spielen will. Kein anderer sonst! Ob dann nach acht ! Jahren ne Null am Ende der studentischen Schlussbetrachtungsarbeit über Cheffchens Datenmanagementschauspiel steht, verpufft einfach. Es stört irgendwie auch keinen, dass sich so elend lang nichts in einem selbstverständlichen sehr gut zu funktionierenden habenden Infostranggebilde zum Besseren, zum standardisiert Verlässlichen, bewegt hat.

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e-matt 29.05.2017, 12:20
8. Kommt auf das Unternehmen an ...

Ich finde die Tipps eigentlich ganz gut und ich wende diese auch schon länger an. Trotzdem habe ich dabei immer einen Knoten im Magen, weil ... wenn ich die ganze Wahrheit sage, ist dies besser für das Unternehmen welches mich bezahlt und schlecht für meinen Vorgesetzten. Wenn ich die Klappe halte, ist dies besser für meinen Vorgesetzten und schädlich für das Unternehmen. Aber wenn mir das Unternehmen völlig wuscht ist, woher soll ich dann meine Motivation nehmen? Hier hilft nur eine gelebte Firmenkultur. Ich habe in Firmen gearbeitet, in denen ich meinem Chef ins Gesicht sagen konnte, dass sein Vorschlag Käse ist und ich habe in Firmen gearbeitet, in denen jeder Widerspruch eine verzögerte Kündigung zur Folge hatte. Mein Gott, was ich bei dem letzten Großunternehmen erlebt haben ... vielleicht sollte ich ein Buch schreiben. Aber ich befürchte, dass dies völlig normal ist. Mein Tipp: "Mittelstand statt Großunternehmen" und "Zufriedenheit ist wichtiger als Geld".

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alf58 29.05.2017, 13:02
9. Mach's einfach dem Chef nach...

Man sollte immer zuerst an sich selbst denken. Das unternehmerische Handeln gehört nicht zu den Aufgaben eines Angestellten. Dafür haben die Eigentümer schließlich den Chef eingestellt. Wenn er es nicht kann, dann sollte man sich das Problem keinesfalls selbst aufladen. Gibt nur Ärger...

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