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Topleistung als Karrierebremse: Zu gut für die Beförderung
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Manche Mitarbeiter werden bei Beförderungen ständig übergangen. Oft sind es gerade die Stützen des Teams, auf die der Chef einfach nicht verzichten will. Vier Tipps, wie Sie trotzdem weiterkommen.

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spontanistin 27.02.2018, 13:07
1. Fach– oder Führungslaufbahn?

Da muss sich der Experte und Leistungsträger halt frühzeitig entscheiden, ob er Führer (Trainer) werden oder Wühler (Mittelstürmer oder Ausputzer) sein will. Nicht jeder Ausputzer ist der potentielle Motivator und Trainer. Und Experten, die um der Karriere willen unbedingt Führen wollen, weil es de facto keine Fachlaufbahnkarrieren gibt, erliegen unbarmherzig dem Peter–Prinzip. Allerdings sind auch die Psychopathen, die sich mit Rücksichtslosigkeit im Kampf um Führung durchgesetzt haben, nicht unbedingt gute Vorgesetzte und meist Job–Hopper, die nach drei bis fünf Jahren in einem anderen Unternehmen ihre „erfolgreiche“ Karriere fortsetzen.

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jhea 27.02.2018, 13:12
2. Das ist immer das Problem

wenn man einen Job hat, wo besonders gute Arbeit durch NOCH MEHR ARBEIT belohnt wird :)

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eigene_meinung 27.02.2018, 13:30
3. Das funktioniert nicht

Wenn ich dem Rat "Kommunizieren Sie dem Chef deutlich, dass Sie auf eine Beförderung aus sind, mehr Verantwortung tragen wollen und größere Ziele haben." folge, bekomme ich zwar zusätzliche Aufgaben, aber keine Beförderung.

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observerlbg 27.02.2018, 14:13
4. Es hilft wie immer nur eine Lösung....

wenn der Chef nicht die Empathie hat, die er bräuchte: vergleichbaren Job suchen und kündigen. Derzeit ist die Situation für uns Angestellter besser den je. Nach 30 Jahren als Angestellter hat sich meine Situation immer nach einem Stellenwechsel verbessert. Sehr viele Personalverantwortliche sind noch nicht in der Neuzeit angekommen. Wir haben quasi Vollbeschäftigung und der viel beschworene Fachkräftemangel wird langsam tatsächlich zur Realität. Ja, wir haben auch immer noch real an die sieben- bis achtmillionen Arbeitslose, also Personen die eigentlich eine Beschäftigung suchen, zum Teil aber "Zwischengeparkt" oder "Abserviert" wurden. Diese sind aber zur Zeit nicht oder nur sehr schwer vermittelbar, weil eben kaum ein alteingesessener Arbeitgeber bereit ist richtig in Personal zu investieren. Es fängt schon mal damit an, den Bedürfnissen der Arbeitnehmer Rechnung zu tragen. Ich nehme an (hoffe), dass da langsam ein Umdenken stattfindet.

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betonklotz 27.02.2018, 14:31
5. Wie wär´s damit, sich einen anderen Job zu suchen?

Wenn man wirklich gut ist, sollte das doch kein Problem sein. Es kann schon reichen, daß man durchblicken lässt, auf der Suche nach einem anderen Arbeitsplatz zu sein. Wenn man denn wirklich so dringend gebraucht wird, natürlich.

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mirage122 27.02.2018, 14:51
6. Zwischen-Zeugnis verlangen!

Nicht lange rum labern, das bringt nichts. Einfach ein Zwischen-Zeugnis verlangen, weil man ein interessantes Angebot vorliegen hat. Das klappt immer - jedenfalls wenn die Mitarbeit wirklich so geschätzt wird.

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columbo1 27.02.2018, 14:52
7.

Man kann das natürlich nicht verallgemeinern, aber oft sind Spezialisten eben nur (nicht negativ gemeint) als Spezialisten gut. Der Peter-Effekt eben. Ich bin vielleicht super darin, Revisionen durchzuführen, aber gar nicht gut darin, mit Aufsichtsbehörden zu sprechen. Ich mache evtl. tolle Arbeit als Sachbearbeiter, bin aber als Teamleiter eine Fehlbesetzung und werde, wenn ich die Beförderung dann habe, nicht froh.

Eine Beförderung ist i.d.R. eben nicht nur ein schönerer Titel und ein höheres Gehalt, sondern sie beinhaltet andere Aufgaben, für die man geeignet sein kann, aber nicht muss.

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hr.lich-daemlich 27.02.2018, 14:54
8. Ein Manager erklärte mir mal

Es heißt nicht umsonst VORGESETZTe. Die Entscheidungsfindung ist nicht unbedingt von der Arbeitsleistung abhängig, sondern von der Entscheidung, ob diese Person für die Position geeignet ist.

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vitalik 27.02.2018, 15:02
9.

Zitat von spontanistin
Da muss sich der Experte und Leistungsträger halt frühzeitig entscheiden, ob er Führer (Trainer) werden oder Wühler (Mittelstürmer oder Ausputzer) sein will. Nicht jeder Ausputzer ist der potentielle Motivator und Trainer. Und Experten, die um der Karriere willen unbedingt Führen wollen, weil es de facto keine Fachlaufbahnkarrieren gibt, erliegen unbarmherzig dem Peter–Prinzip. Allerdings sind auch die Psychopathen, die sich mit Rücksichtslosigkeit im Kampf um Führung durchgesetzt haben, nicht unbedingt gute Vorgesetzte und meist Job–Hopper, die nach drei bis fünf Jahren in einem anderen Unternehmen ihre „erfolgreiche“ Karriere fortsetzen.
Es gibt auch die Möglichkeit 3. Der Experte bekommt eine gute Bezahlung. Karriereleiter hin oder her. Bei uns wird dieses Vorgehen öfter gemacht, sodass bestimmte Experten besser verdienen als deren Vorgesetzte. Die Mitarbeiter sind auch glücklicher und produktiver, da sie auf der einen Seite das machen, was ihnen Spaß macht und auf der anderen Seite die Wertschätzung über die sehr gute Bezahlung kommuniziert wird. Es geht dann auch soweit, dass der Vorgesetzte des Experten weniger verdient als der Experte.

Ich finde eher die Ausreden bei anderen Firmen komisch, wenn man sagt, dass der Arbeiter nie mehr verdienen kann als sein Teamleiter. Klar kann er das, denn das Unternehmen kann es sich nicht leisten den Experten zu verlieren. Und eine Beförderung auf eine Managementtätigkeit ist ebenfalls ein Verlust.

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