Forum: Karriere
Umfrage: Die meisten Arbeitnehmer bereuen ihren Ausbildungsweg
DPA

Hinterher ist man immer schlauer - das gilt auch für den Weg ins Berufsleben: Nur zwei von fünf Arbeitnehmern würden rückblickend in Studium und Ausbildung nichts anders machen.

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RobMcKenna 07.12.2017, 12:42
1.

Wie sagt ein Kollegen so schön? "Intelligenz beginnt bei der Berufswahl" - scheint 'was 'dran zu sein, an dem Spruch. :-)
Wenn die Umfrage tatsächlich repräsentativ war, gehöre ich wohl zu einer glücklichen Minderheit. Denn bislang würde ich mein bisheriges Ausbildungs- und Berufsleben wieder genau so wählen.

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Sibylle1969 07.12.2017, 12:47
2.

Ich habe Mathematik studiert und arbeite in der Softwarebranche. Ich bereue weder mein Studienfach noch meine Berufswahl, allerdings wäre es im Nachhinein sinnvoller gewesen, Informatik statt Mathematik zu studieren, denn dann wäre der Praxisschock vielleicht nicht so heftig ausgefallen.

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bernie_witzbold 07.12.2017, 13:11
3. Wenn ich noch einmal auf die Welt komme...

...werde ich wieder Sprach-und Literaturwissenschaft studieren. Vielleicht bekomme ich im zweiten Anlauf ja danach sogar eine passende Stelle.

Falls nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann mache ich wieder eine Umschulung zum IT-Fachman. Das hat sich bewährt. Und dass ich das auch hingekriegt habe, hat mich immer stolz gemacht. Man kann durchaus Geisteswissenschaftler sein, ohne deshalb ein Idiot sein zu müssen (frei nach Schopenhauer).

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ansv 07.12.2017, 13:27
4.

Die Zahlen allein sagen so gar nichts aus.

Wie viele der Befragten hatten denn gar keine Ausbildung und würden heute lieber eine machen? Wie viele würden aus heutiger Sicht einen Beruf erlernen, der ihnen zum Zeitpunkt der Entscheidung noch gar nicht bekannt oder der ihnen zu exotisch war? Welche Altersgruppen wurden befragt (wenn die Kinder aus dem Haus sind, betrachtet man seinen Beruf anders als zur Versorgerzeit), arbeiten die Befragten im erlernten Beruf oder sind sie längst woanders gelandet?

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krause.bettina 07.12.2017, 13:27
5.

Ich habe mich in verschiedene Richtungen 'ausgelebt' (klassische kaufmännische Ausbildung, Fremdsprachenschule und Weiterbildung zur Fachwirtin Personalwesen) und bin mit diesem Spektrum ganz zufrieden. Stünde ich heute vor der Entscheidung, würde ich wohl ein Duales Studium wählen, um auch die akademische Erfahrung zu machen.

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krause.bettina 07.12.2017, 13:35
6.

Zitat von bernie_witzbold
...werde ich wieder Sprach-und Literaturwissenschaft studieren. Vielleicht bekomme ich im zweiten Anlauf ja danach sogar eine passende Stelle. Falls nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann mache ich wieder eine Umschulung zum IT-Fachman. Das hat sich bewährt. Und dass ich das auch hingekriegt habe, hat mich immer stolz gemacht. Man kann durchaus Geisteswissenschaftler sein, ohne deshalb ein Idiot sein zu müssen (frei nach Schopenhauer).
Humor, der Mut macht! Plan 'B' funktioniert oft sogar (noch) besser.

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spon_3516021 07.12.2017, 13:54
7. Einfach mutig sein

Ich habe mit Anfang 30 die IT verlassen und noch mal eine Ausbildung zum Erzieher gemacht. Die beste Entscheidung meines Lebens. Das Feedback der Kinder ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

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jupp78 07.12.2017, 13:55
8.

Zitat von Sibylle1969
Ich habe Mathematik studiert und arbeite in der Softwarebranche. Ich bereue weder mein Studienfach noch meine Berufswahl, allerdings wäre es im Nachhinein sinnvoller gewesen, Informatik statt Mathematik zu studieren, denn dann wäre der Praxisschock vielleicht nicht so heftig ausgefallen.
Interessant wäre wirklich erst einmal, was haben die in ihrer Umfrage wirklich konkret gefragt? (das ist mal wieder so richtig schlechter Journalismus)

Denn die Frage "Bereuen Sie Ihren Ausbildungsweg?" oder "Würden Sie rückblickend in Studium und Ausbildung irgend etwas anders machen?" ist doch ein himmelweiter Unterschied.
Und hier ist auch ein ganz klassisches Beispiel vorhanden, wo ganz sicher der Ausbildungsweg bei weitem nicht bereut wird, aber schon ein bisschen was anders gemacht werden würde.

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sikasuu 07.12.2017, 14:08
9. Die Leute sollten lieber ihre UNFEXIBILITÄT bereuen!

Was hindert jemand daran, "vermeintliche Fehler" im Laufe der Zeit zu berichtigen?
Der "Freund eines Freundes" der ab und an unsere Waschmaschine repariert usw. hat vnach der Volksschule eine qualifizierte technische Lehre in der Industrie gemacht. als er sich damit nicht ausgelastet fühlte hat er studiert in 2 gesellschaftwissenschaftlichen Fächer promoviert, danach 20- Jahre als Journalist beim ÖR gearbeitet und macht heute in der Rente noch 1-2 Filmprojekte im Jahr.
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Nicht das ich das verallgemeinern will, aber der scheint recht zufrieden zu sein & bereut wohl keinen dieser Schritte, weil er immer wieder Teile seiner Vita sehr brauchbar in anderen Berichen einsetzen kann und damit Dinge erledigt bekommt, Zugänge zu Lösungsmöglichkeiten hat, die jemand mit stringenten Bildungsgang wohl nur schwer geregelt bekäme.
Also nicht "nöhlen" was ändern, auch heute ist unser Bildungssystem noch relativ durchlässig, wenn man es versucht!

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