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Umfrage zu Arbeitswegen: Ab 40 Minuten nervt das Pendeln so richtig
DPA

Langes Pendeln kann anstrengen. Eine Umfrage zeigt nun, ab welcher Dauer der Arbeitsweg die Pendler stresst - und woran das Homeoffice scheitert.

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C.Kleinermann 12.10.2018, 05:32
1. Comovee

Einfach gemeinsam zur Arbeit pendeln, denn geteiltes Leid ist bekanntlich ja halbes Leid.

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Meckerameise 12.10.2018, 06:19
2.

Ich habe für einen Unterauftrag auch mal die Gelegenheit gehabt, für zwei Monate am Stück Homeoffice zu betreiben. Es bedeutete für mich Mehrstunden, die aber viele Vorteile aufwiesen. Mein Pendelweg mit dem ÖPNV pro Tag liegt, wenn alles klappt, bei ca. 150 Minuten, liege damit wohl über dem Durchschnitt und mit dem Pkw wäre es noch schlimmer. Da mein Homeofficeaplatz ja nur wenig Schritte entfernt war, hatte ich pro Tag zwei Stunden mehr Schlaf, hätte aber meine Arbeitszeit komplett frei gestalten können, da ich nur eine Deadline hatte. Darüber hinaus habe ich dem Verkehr sogar meine Plätze freigegeben und konnte zudem meinen persönlichen ökologischen Fußabdruck kleiner halten. Aber wie schon gesagt, muss man die Nachteile und Herausforderungen bedenken: kein persönlicher sozialer Kontakt, mehr Selbstdisziplin, weil man sich leichter ablenken kann und leider kann bei Weitem nicht jeder seine Aufgaben überall erledigen, zumal das korrekteste Homeoffice ein eigener Raum ist und wenn man sich die Wohnlage ansieht, ist ein separater Raum Luxus, den man vor und nach der aktuellen Tätigkeit auch haben muss und dann auch nicht von der Steuer abgesetzt werden kann. Den Nachteil mit den Kontakten habe ich zumindest so gelöst, dass ich einmal die Woche zur Arbeit fuhr und dort gearbeitet habe. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte das Pro und Contra durchgehen und wenn man kann, sollte man das wirklich beim AG vortragen. Die meisten schenken ihm ja schon produktiv ein Drittel des Tages ohne Überstunden und Pendelzeiten. Wenn schon über 25% einen Weg von mind. 1 Stunde haben, könnte man dort sehr viele Stunden rausholen und der persönlichen Lebensqualität zuführen.

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jhea 12.10.2018, 06:31
3. Mein Mitleid hält sich in Grenzen

Ich selbst pendele ca 45 Minuten täglich. Warum? Weil ich es will.
ich könnt auch nur 10 Minuten pendeln, indem ich näher zu meinem Arbeitsplatz ziehe - so wie es jeder andere auch könnte.
Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen, besonders dann wenn das Pendeln angeblich nur mit dem Auto klapp.
Es ist jedermanns persönliches Pech wenn er meint mitten auf dem Land zu leben wo man nur 3 Apfelbäume hingestellt hat statt eines Bahnhofes oder einer Bushaltestelle.

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Flying Rain 12.10.2018, 06:49
4. Hmm

Hm ich denke die Art des Verkehrs ist auch sehr entscheident. Ob ich mich nun 40 Minuten dem Kampf über zB die Münchner Ostumfahrung antuen muss oder 40 Minuten ohne Verkehr über Landstraßen gleite...

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spon-1262956449612 12.10.2018, 07:00
5.

In meinem Home Office bin ich der Minister! ;-)

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schlauchschelle 12.10.2018, 07:04
6. Kann ich bestätigen.

Ich pendele in der Woche 70Km pro Strecke. Morgens BAB, abends über Land, weil die Bahn da schon dicht ist. Zum Glück kann ich etwas antizyklisch fahren: Morgens um 4 Uhr fahre ich los, Nachmittags um 15 Uhr ist Feierabend. So habe ich i.d.R. ca. 40-45 Min pro Strecke, jedoch bei überschaubarem Verkehr (Raum Rhein-Main / FFM). Ich merke jedesmal, dass ich die letzten 10Km ungeduldiger und unkonzentrierter werde und froh bin, endlich zuhause zu sein. Am schlimmsten empfinde ich Drängler, welche, trotz Kolonne, auf wenige Meter auffahren, mit dem Fahrzeug "wedeln" und noch das Fernlicht einschalten. Es kommt aber auch vor, dass Morgens oder N-Mittags durch Unfälle etc. die Fahrt bis zu 1.5Std. dauert. Dann bin ich ziemlich fertig. Umzug oder 2. Wohnung geht aus persönlichen Gründen nicht.

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altor 12.10.2018, 07:09
7. Präzise, eindeitige Angaben bitte

Es würde mich freuen, wenn bei den Artikeln eindeutige und präzise Angaben gemacht werden. Was heisst 40 Min pendeln? Vermutlich ist eine Fahrstrecke von 40 Min hin und 40 Min zurück, d.h. 1:20 h pendeln am Tag gemeint, oder?
Auch bei Gehaltsangaben ist oft unklar, ob netto oder brutto gemeint ist, dabei ist saß doch besonders wichtig...
Meine Bitte: benennt das einfach klar

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Tr1ple 12.10.2018, 07:15
8. Was nervt ist das es keinen vernünftigen ÖVP gibt.

Deutschland ist mal wieder Entwicklungsland. Es gibt kein deutschlandweites einheitliches RFID Chip Karten System und auch keine transparente Preispolitik. Die Bahn ist in einem schlimmen Zustand. Im Norden kommen keine Züge pünktlich an. Alleine in SH und HH gibt es mehrere Nadelöhre auf wichtigen Zugstrecken. In Hamburg fehlen wichtige U-Bahn und S-Bahnlinien. Anscheinend ist man davon ausgegangen das die Stadt eh nicht wächst. Die Fahrzeiten sind unzumutbar. Wer aus Norderstedt kommt weiß wovon ich rede. Die U-Bahn braucht eine Std. in die Innenstadt . In der Zeit kann man zwei mal durch Shanghai fahren und hat noch Zeit mit dem Transrapid zum Flughafen zu fahren.

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observerlbg 12.10.2018, 07:17
9. Was könnten wir an Resourcen sparen.....

...wenn die Mehrheit der Arbeitnehmer nicht den althergebrachten Lebensmodellen hinterher hecheln würden. Aber einer der Hauptursachen der ständig steigenden Pendelquoten ist sicher die Immobiliensituation in den angesagten Städten und die vergleichbar niedrige Lebenqualität für Familien in der Stadt (Lärm, Stress, Luftqualität, Raumeinschränkung....). Die Vermeidung von Staatskosten durch Privatisierung innerstädtischer Flächen und Verlegung der Sozialwohnungen an den Stadtrand sorgt für deutlich stärkere Kosten für den Ausbau des Individual- und ÖP-Verkehrs. Grandiose Fehlplanungen um die Lobbyisten zufrieden zustellen und nicht die Bürger. Deutschland kann offensichtlich nur noch in Extremen handeln: entweder Planwirtschaft oder Planloswirtschaft. Ich gehöre zu den geburtenstarken Jahrgängen. Und ich denke immer öfter "nach mir die Sintflut". Einfach aus Resignation heraus.

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