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Urteil: An der Hotelbar gibt es keinen Arbeitsunfall
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Ein Absacker mit Kollegen an der Bar nach einer dienstlichen Veranstaltung ist Privatsache. Das hat das Bundessozialgericht klargestellt. Wer dabei verunglückt, hat das Nachsehen.

hazelhoff78 31.03.2017, 08:48
1. Ironie des Schicksals...

man könnte meinen, dass ein Versicherungsmitarbeiter über die Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung (oder einer Risikolebensversicherung) Bescheid weiß...
Dann säße seine Familie jetzt nicht auf dem Trockenen. Arme Frau...

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derboesewolfzdf 31.03.2017, 11:05
2. jeder Mensch.....

kann sich im Internet die Definition eines Arbeitsunfalls anschauen. Ich bin immer wieder überrascht, wie Klagen gegen so etwas eindeutiges überhaupt zur Verhandlung zugelassen werden.
Mich hätte auch sehr interessiert, wie die Witwe die 2,5 Promille mit einem "inneren betrieblichen Zusammenhang" in Einklang bringen wollte. Als FaSi bin ich ziemlich sicher, dass bereits im Vorfeld jeder Experte da abgewunken hat.... dass der RA (will Geld verdienen) und die Witwe anderer Meinung sind, ist menschlich verständlich, aber überaus naiv.

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Georg_Alexander 31.03.2017, 13:04
3. Möglicherweise

Zitat von hazelhoff78
man könnte meinen, dass ein Versicherungsmitarbeiter über die Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung (oder einer Risikolebensversicherung) Bescheid weiß... Dann säße seine Familie jetzt nicht auf dem Trockenen. Arme Frau...
hätte das auch nichts genützt, da die Versicherung sich mindestens 20 Jahre lang geweigert hätte zu zahlen, weil 'Vorsatz' (nämlich das Besäufnis) unterstellt wird. Am Schluss gibt es dann eine mickrige Abfindung und dann fragt man sich, ob man sich die Prämien nicht gleich unter das Kopfkissen hätte legen sollen.

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braut 31.03.2017, 21:09
4. Versicherung

Es ist doch recht merkwürdig und abwegig, anzunehmen, dass man mit 2,5 Promille überhaupt nur in die Nähe eines Arbeitsunfall kommt. Wäre ja auch ein bedenklicher Arbeitgeber, der während der offiziellen Fortbildung ein Besäufnis zuliesse- und dann noch beim ADAC -. Auch die abstrusesten Ideen müssen herhalten, um ja nicht eingestehen zu müssen, dass hier persönliches Versagen aufgrund von Alkohol vorliegt.

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m.spohn 01.04.2017, 08:45
5. Weg zur Toilette

Achtung, liebe Arbeitnehmer! Der Weg zur Toilette ist sowieso niemals ein Arbeitsunfall, da die Pinkelpause Privatvergnügen ist.
Allein darüber gibt es so viele Urteile, dass der Anwalt der Witwe die Sache gleich hätte ausreden müssen.

Aber er bekommt ja auch dann Geld für die Arbeit, die größtenteils seine Renogehilfinnen machen, wenn seine Mandantin unterliegt, und ist das Verfahren auch noch so aussichtslos und sein Verhalten damit verantwortungslos ...

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m.spohn 01.04.2017, 08:48
6.

Zitat von Georg_Alexander
hätte das auch nichts genützt, da die Versicherung sich mindestens 20 Jahre lang geweigert hätte zu zahlen, weil 'Vorsatz' (nämlich das Besäufnis) unterstellt wird. Am Schluss gibt es dann eine mickrige Abfindung und dann fragt man sich, ob man sich die Prämien nicht gleich unter das Kopfkissen hätte legen sollen.
Eben! Versicherungen haben nämlich eine Armada von Anwälten, und die scheut sich nicht vor Prozessen. Die zermürben Antragsteller so lange, bis die sich mit nichts oder wenigstens nur einem Bruchteil des eigentlich zustehenden Betrags abfinden...

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Isfet 01.04.2017, 12:16
7.

Zitat von derboesewolfzdf
dass der RA (will Geld verdienen) und die Witwe anderer Meinung sind, ist menschlich verständlich, aber überaus naiv.
Auch wenn ich Rechtsanwälte nicht gerade für Engel halte - ich habe es schon öfter erlebt, dass sie geklagt haben, weil es ihrem Mandanten nicht auszureden war ;-)

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Hans58 04.04.2017, 10:42
8.

Zitat von m.spohn
Achtung, liebe Arbeitnehmer! Der Weg zur Toilette ist sowieso niemals ein Arbeitsunfall, da die Pinkelpause Privatvergnügen ist. Allein darüber gibt es so viele Urteile, dass der Anwalt der Witwe die Sache gleich ......
Achtung, liebe Arbeitnehmer!
Der Weg zur und von der Toilette ist immer ein Arbeitsunfall, ein Unfall in/auf der Toilette dagegen ist kein Arbeitsunfall (ständige Rechtsprechung der Arbeitsgerichte).

Anders bei Beamten: ein Unfall in/auf der Toilette ist immer ein Dienstunfall (höchstrichterliche Entscheidung vom BVerwG Az 2 C 17.16 v. 17.11..2016)

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