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Urteil des Obersten US-Gerichtshofs: Bäcker verweigerte Torte für schwules Paar - und
JIM LO SCALZO/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ein Konditor wollte einem schwulen Paar keine Hochzeitstorte backen. Die Männer beschwerten sich, fühlten sich erniedrigt. Nun hat der Supreme Court dazu geurteilt.

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senapis 04.06.2018, 20:21
30. Konditor-Kunst

Wenn der Konditor gegen seine Überzeugung handeln müsste, um so eine Hochzeitstorte zu fertigen, wird er seine künstlerischen Fähigkeiten nicht in vollem Umfang abrufen können. Die Qualität der Torte würde darunter leiden.
Fertig!
Wenn das schwule Paar eine schöne Torte haben möchte, ist es bei einem anderen Konditor besser aufgehoben. Nix mit Diskriminierung...

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Celegorm 04.06.2018, 20:25
31.

Zitat von ayberger
hier auch in Deutschland und nicht immer dieses rechthaberische, oberlehrerhafte, zurechtweisende, griesgrämige Geschwurbele mit der Nichtdiskriminierung und alle Menschen sind alle gleich Leier, sind sie nicht ...
Das möchte ich dann aber nochmal genau so hören, wenn irgendwo ein Bäcker jemanden nicht bedient, weil derjenige Christ oder bei der AFD ist. Gäbe es einen solchen Fall, man würde wohl umgehend taub durch das ohrenbetäubende Wehklagen von rechtskonservativer Seite ob der fürchterlichen Diskriminierung. Aber solange es gegen Schwule, Schwarze und Co. geht, ist etwas Diskriminierung natürlich in Ordnung. Da bleibt man sich anscheinend treu, man diskriminiert sogar bei der Frage, wer diskriminiert werden darf...

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leonidasng 04.06.2018, 20:30
32. Ein Sieg für persönliche Freiheit

Man kann vom Bäcker halten was man will, und man muss ihn sicher nicht mögen, aber es ist sein Recht Leute nicht zu bedienen, die er nicht bedienen will. Der Kapitalismus wird das schon richten und den Bäcker pleite gehen lassen. Es ist sein Recht einsam und arm zu sterben, und ich finde es gut, dass er das auch darf.

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der_fünfte_reiter 04.06.2018, 20:38
33. ich geh ja jede Wette,

das 2/3 der hier kommentierenden Foristen regelmäßig (unter Verwendungen von schwachsinnigen "kauft nicht bei Juden" whataboutismen) Amok laufen, wenn der deutsche Kunde einen bei der AfD aktiven Handwerker boykottiert.
Zumindest was Scheinheilligkeit angeht, liegen wir mit den USA gleichauf.

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itajuba 04.06.2018, 20:39
34.

Der Bäcker hat sich anscheinend nicht geweigert, den Kuchen zu backen, sondern ihn mit zwei liebenden Männern und gewissen anderen Symbolen zu verzieren. Dadurch sieht die Sache schon ein wenig anders aus, auch wenn man damit vielleicht nicht einverstanden ist, selbst wenn es hierzulande nun legal "Heirat für Alle" gibt. Aus demselben Grund würde ein Konditor wahrscheinlich einen Kuchen auch nicht mit Nazisymbolen herstellen, selbst wenn diese in einem Land legal sein sollten.

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helisara 04.06.2018, 20:39
35.

Zitat von walldemort
Oder wenn ein Muslim sich aus Glaubensgründen weigert, einer Frau die Hand zu geben? Kaum zu glauben, diese Laissez-faire-Haltung.
In Deutschland wird sogar akzeptiert, daß ein Moslem sich aus Glaubensgründen weigert Frauen die Hand zu geben.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/berlin-handschlag-streit-an-privatschule-a-1099300.html

Die Lehrerin wurde sogar gezwungen, den Mann um Entschuldigung zu bitten.

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wurzelpurzel 04.06.2018, 20:39
36.

Gut, dass das Recht des freien Handwerks gestärkt wurde! Als freier Handwerker entscheide ich selbst, welche Aufträge ich annehme und welche nicht.

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tzbaer 04.06.2018, 20:42
37. Objektive Umfrage?

Wie verschiedene Experimente gezeigt haben, lassen sich die Ergebnisse einer Umfrage u. A. durch die Darstellung der vorgegebenen Antwortmöglichkeiten beeinflussen.
Bei der auf SPON gewählten Darstellung wäre es z. B. gut vorstellbar, dass die Antwortenden eine Präferenz zur auf der rechten Seite dargestellten Antwort haben. Knappe Ergebnisse wären dann natürlich nicht richtig erfassbar.

Dieser Effekt ließe sich ausmitteln indem die Antwortmöglichkeiten zufällig der linken bzw. rechten Seite zugeordnet werden.

Wird das bei den Polls auf SPON so gemacht?


Hat schon jemand beobachtet, dass die Ant

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gutmichl 04.06.2018, 20:47
38. Aber bei AFD und "Nazis" wäre es bei uns ok ?

Ich sehe das Verhalten des Bäckers als nicht akzeptabel an.
Trotzdem sollten gerade Deutsche sich zurückhalten, denn das Verhalten gegenüber politisch Andersdenkenden hat bei uns ähnliche Züge angenommen.
Das scheint aber weniger zu kritischen Artikeln zu führen.

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adamk 04.06.2018, 20:47
39.

Zitat von Newspeak
Ich finde ein Dienstleister hat überhaupt kein Recht, sich seine Kunden auszusuchen, sofern diese eine Leistung fordern, die er problemlos erbringen kann, und diese entsprechend bezahlen. Wo endet das denn sonst? Sagt dann der Friseur, tut mir leid, ihr Kleidungsstil passt mir nicht? Usw.? Wer zahlt, und nichts Unbilliges fordert, bestimmt. Das nennt sich Kapitalismus. Ich hoffe, der Bäcker geht pleite.
Gehts noch? Selbstverständlich hat jeder Selbstständige das Recht, sich seine Kundschaft auszusuchen. Man darf halt nur nicht so blöd sein, bei der Absage den tatsächlichen Grund anzugeben.

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