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Wahlversprechen: Die Mär von der Frauenförderung
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Selten waren sich Politiker vor einer Bundestagswahl so einig: Frauen und Familien gehören gefördert. Aber meinen sie es auch ernst? Die letzten vier Jahre lassen daran zweifeln.

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clint east wood 28.08.2017, 11:04
1. Wenn Männer über gleiche Chancen, Gleichberechtigung, Ungleichheit der

... Geschlechter schreiben, dann geht das -..... nicht nur bei Frauen .... direkt in die Schublade: Gruppenlobbyismus, wenn nicht sogar Chauvinismus. Wenn Frauen darüber schreiben (und die weitweitweit überwiegende Mehrheit der Schreibenden sind Schreiberinnen - dann ist die Wahrnehmung anders: Das wird wohlwollender zur Kenntnis genommen, als ginge es noch um den Kampf für die Rechte einer armen unterdrückten Gruppe.
Jede Gleichstellungsbeauftrage (und sie heißen tatsächlich Gleichstellungsbeauftrage), die mal darauf aufmerksam macht, das Frauen auch Privilegien genießen und Männer starken Benachteiligungen unterliegen, handelt sich sofort beinharten Widerstand der fast ausnahmlos weiblichen Kolleginnen ein - bis hin zum Mobbing. Denn die sind durch die Bank in der feministischen Nische sozialisiert (Beispiel: Kreis Osnabrück....)
Denn die Gleichstellungsbeauftragten der Republick verstehen sich vor allem als eines: Frauenbeauftragte. Männer kommen da nur als Gegner vor.
Wo etwa ist denn die Frau, die einmal unmissverständlich klar macht, dass im öffentlichen Dienst mehr Männer eingestellt werden müssen (Beispiel: NRW), weil Frauen dort ganze Bereiche dominieren?
Wo wäre die Frau, die es beklagt, dass viel zu wenige Frauen - Mülltonnen schleppen? Soll bitte niemand auf die Idee kommen, dafür wären Frauen zu schwach.....
Wo wäre die Frau, die verlangt, dass mehr Frauen die Abwasserkanalisation reinigen? Wenn das als "Männerarbeit" betrachtet wird, dann fordert da keine der Damen eine Quote wie bei den Flugkapitänene....
Gibt's tatsächlich eine Verfahrensvorgabe für polizeiliche Vorgehensweise im Falle familiärer Gewalt, die die (keineswegs so seltenen) Fälle wahrnimmt und entsprechende Handlungen verlangt, in denen es die Frau ist, die Gewalt ausübt, schlägt - nicht nur bei Kinderns, sondern auch den Partner? Nein, gibt es nicht. Es wird ohne weitere Ermittlung davon ausgegangen, das der Mann die Gewalt ausübt und ER wird der Wohnung verwiesen...
Wenn Frauen über Benachteilungen nach Geschlecht schreiben, dann ist das in den allermeisten Fällen keineswegs Ausdruck von Kampf für die Unterdrückten und Entrechteten, sondern nur eine besonders wohlgelittene Form von Lobbyismus.
Gemeine Frage: Sollten nicht die Hälfte aller Gleichstellungsbeauftragten Männer sein? Wenn nicht, warum nicht? Weil nur Frauen Gleichstellung durchsetzen können? Für wen? Warum sollten Männer bei einer Problem mit Benachteiligung Vertrauen in eine Frau haben? Mehr Vertrauen, als eine Frau in einen (gleichstellungsbeauftragten) Mann?

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clint east wood 28.08.2017, 11:18
2. Die Rechnung zur Benachteiligung der Frauen bei Familienarbeit ....

... in der Rente wird von den darüber schreibenden Frauen gerne aufgemacht.
Zitat:
Die unbezahlte Mehrarbeit rächt sich für Frauen im Alter: Sie erhalten deutlich weniger Rente....
...
Was die Frauen dazu merkwürdigerweise nie erwähnen: Es ist im wesentlichen die achsotolle Berufsarbeit der Männer, die nicht nur die Familie finanziell mit dem notwendigen ausstattet - sondern auch die Männer früher sterben lässt. Effekt: Die Frauen erhalten eine sehr viel höhere Witwenrente als die Männer beim Tod der Frau als Witwerrente erhalten. Völlig ohne eigene Beitragsleistung.
Auch beim Rentenausgleich im Falle einer Scheidung kann niemand mehr behaupten, die Familienarbeit sei "unbezahlt".
Das kann man jetzt richt oder falsch, ausreichend oder als ungenügend bezeichnen. Es fällt nur auf: Es wird von FRAUEN in der Diskussion darüber niemals erwähnt. Da habenn die schreibenden Damen einen gewollt blinden Fleck. Und DAS macht deutlich, um was es eigentlich geht: Um Lobbyismus für die eigene Gruppe....
Und der beginnt schon bei der Aussage:
"... im Durchschnitt 1,5 Stunden mehr als Männer..."
Ein Schelm, wer einmal nachforscht, wer diesen Wert denn wie festgestellt hat: richtig: Frauenforscherinnen....
Und es sind Frauen, die festlegen, was dabei als "Familienarbeit" gezählt wird...
Wenn Mutti die Tochter mit zum Yoga-Kurs nimmt - dann ist das selbstverständlich : Familienarbeit.
Wenn Vati mit Sohn (oder sogar Tochter ;-)) die Winterreifen auf das Automobil montiert - dann hat selbstverständlich mit Familienarbeit nichts aber auch gar nichts zu tun....

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freigeistiger 28.08.2017, 12:04
3. Frage

Da Frauen weniger berufstätig sind und auch viel weniger verdienen, wie bezahlen sie dann ihren Anteil an dem Haus, den Lebenshaltungskosten, den Autos, den Urlaub, den Kosten für die Kinder und den Kosten der Frau? Dass von einem Mann anzunehmen ist unter Würde und der Selbstbestimmtheit einer Frau. @1 clint east wood: Guter Beitrag

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Suplo 28.08.2017, 13:10
4. Schöne Zusammenfassung der Frauenförderungswahlversprechen

Der Rest ist einseitig aus Frauensicht geschrieben - auch werden nur die Ansichten von anderen Frauen zitiert. Dann bitte auch für solche Artikel eine Quote. :-)

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sincere 29.08.2017, 16:44
5. Familie = Mutter und Kind.

Ich höre immer das Wort Familie zu der auch die Väter dazugehören aber für Väter wird nichts getan. Familie ist hier nur ein Begriff für Frauen, dessen Rechte nich mehr gestärkt werden sollen, mehr nicht.

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hein.ch 29.08.2017, 16:45
6. sechs Prozent Abweichung

beim Gehalt finde ich jetzt nicht extrem. Das fällt unter die normalen Schwankungen. Die oft zitierten 21 % sind ja nicht relevat, da andere Wochenstunden, andere Ausbildung. Leider werden oft nur die 21 % genannt.
@1 - sehr guter Beitrag!

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Nordstadtbewohner 29.08.2017, 16:46
7. Verteilung der Hausarbeit ist Privatsache

"Und laut Gleichstellungsbericht der Bundesregierung verbringen Frauen damit jeden Tag 1,5 Stunden mehr als Männer. Die unbezahlte Mehrarbeit rächt sich für Frauen im Alter: Sie erhalten deutlich weniger Rente."
Wer ein einer Beziehung mehr Hausarbeit erledigt als der andere Partner, ist in meinen Augen absolute Privatsache. Ich denke nicht, dass die Politik das Recht hat, sich da einzumischen.

Und was die "unbezahlte Mehrarbeit" angeht, so ist das die persönliche Entscheidung eines jeden Menschen selbst. Da die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft die Masse der Rentner zu Hartz-IV-Empfängern macht, braucht sich eigentlich niemand mehr Gedanken über die Höhe der Renten machen.

Im Gegenteil: Frauen, die zwecks "Rente" sich heute zu mehr Arbeitszeit im Beruf überreden lassen, werden betrogen. Ihnen wird suggeriert, es gäbe später mal eine höhere Rente, was in Anbetracht der Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus ein Witz ist.

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BettyB. 29.08.2017, 16:46
8. Na toll...

"Die Politik hat einiges getan, um Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu verschaffen," (siehe:
http://www.spiegel.de/karriere/gleichberechtigung-frauen-am-arbeitsmarkt-uebersicht-a-1158571.html), toll, aber irgendwie nach Wahlwerbung klingend, denn verschwiegen wurde, dass zumeist die dabei auch noch ausgebremste SPD sich dafür gegen die CDU und somit die Kanzlerin hat durchsetzen müssen. Wer aber die offizielle "christliche Politik für Frauen" will, hat etwas wie "Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt" wahrlich nicht im Sinn, dafür aber wohl eine schöne Küche mit Frauenarbeit erleichternden Geräten.....

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Olaf Köhler 29.08.2017, 16:48
9. Traurig

ist es doch, dass solche Diskussionen überhaupt noch geführt werden müssen. (Männliche) Erzieher, Geburtshelfer, Krankenpfleger und (weibliche) Kfz-Mechaniker, Kapitäne (zu Waser und zu Luft) - wo ist das Problem? Hauptsächlich wohl da, dass es bestimmte Berufe gibt, die aufgrund des Geschlechts einfach nicht angestrebt werden - und ja, es gibt da auch Ausnahmen.
Ich habe kein Problem damit, wenn mein Auto von einer Frau repariert wird oder mich eine Kapitänin in den Urlaub fliegt - das Geschlecht ist mir egal, solange die/derjenige Ahnung hat von dem was sie/er tut. Und Gehalt? Es soll heute noch Männer geben, die würden sich daran stören, wenn die Partnerin mehr verdient - meinetwegen gerne! Nach oben keine Grenze:-)

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