Forum: Kultur
Abgehört - neue Musik: Kuchen haben und ihn auch essen

Lily Allen kehrt aus vierjähriger Mutter- und Krisenphase mit dem besten Album ihrer Karriere zurück; Kanye West und Kid Cudi beschwören ihre Dämonen. Außerdem: Lametta-Billy von Kolars und Indierock-Debütantin Snail Mail.

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trafozsatsfm 13.06.2018, 23:19
1. Kolars...

Schön, dass hier - wenn auch ziemlich verspätet - das Album der Kolars gewürdigt wird (Auch gerade auf dem Konzert gewesen...? ;) ). Etwas fragwürdig finde ich nur die Auswahl der Anspieltipps, die allesamt Lieder sind, die im Studio ziemlich "glattproduziert" wurden. Live klingen die Songs übrigens weitaus besser.
Ich würde als Tipps eher "Bullet on the Run", "Dangerous" oder das erwähnte "One More Thrill" wählen (YouTube!). Die geben das Potenzial der Band deutlich besser wieder.
Snail Mail klingen auch nicht schlecht. Mal was anderes als der ewige Hip Hop/Electro-Kram, der hier immer so ausgiebig gefeiert wird.

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ambulans 13.06.2018, 09:06
2. nun,

wer "kein schwein ruft mich an, keine sau interessiert sich ..." (hallo, lily!) für wahre lyrik hält - der braucht sich auch nicht zu schämen ... dr. ambulans (alle kassen)

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karl-wanninger 13.06.2018, 12:15
3. Tja der SPIEGEL und seine Popmusik"Experten"

Mir scheint, werter Herr Buß, Sie haben sich beim Schreiben über Kolars in der Band geirrt. Kolars sind eine wunderbare Liveband und ich höre da nichts von "watteweich", "süß", "überzuckerte Melodien" oder "Loops", das ist einfach klasse gemachter Rock'n'Roll.

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freddykruger 13.06.2018, 13:23
4. @ambulans

Hallo Doc, ließ dir lieber den Artikel über Courtney Barnett durch und hör sie dir an. Kein vergleich zu dem was hier vorgestellt wird. Taucht sogar in Borcholtes Playlist auf. Manchmal beweißt er doch Geschmack (lol).
freddykruger Privatpatient

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ambulans 13.06.2018, 13:53
5. hi freddy,

Zitat von freddykruger
Hallo Doc, ließ dir lieber den Artikel über Courtney Barnett durch und hör sie dir an. Kein vergleich zu dem was hier vorgestellt wird. Taucht sogar in Borcholtes Playlist auf. Manchmal beweißt er doch Geschmack (lol). freddykruger Privatpatient
freue mich wirklich, wieder von dir zu hören. jürgen marcus ging, letzte poeten werden auch immer weniger, und ich gebe (jedenfalls so ein bisschen) zu, dass ich eventuell manches mal ein wenig voreingenommen sein könnte, wenn ich besprechungen einer gewissen art und beschaffenheit vorfinde - o.k. anderes thema: hör dir mal "you gotta move" von (sir) tom jones und seasick steve (in irgendeinem genretypischen shangrila, auf bbc4 glaub ich; ca. 4 min.) an. "ygm" ist ein klassisches spiritual aus den südstaaten, und seasick foppt hier den guten alten sir, der zwar toll bei stimme ist, die stimmung dieses songs auch definitiv trifft, aber nicht im geringsten ahnung hat, worum es hier eigentlich geht - "you gotta move (!?)". hat hier wie in der hauptstadt reichlich freude, usw. hervorgerufen. und, deine katzen: steckt da vielleicht irgendwas nordeuropäisches mit drin, so ähnlich wie bei den wildkatzen dort, die mit dem kurzen bürzel? today receiptless, dr. ambulans (alle kassen)

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ambulans 14.06.2018, 09:54
6. >toninotorino (#7, oben),

Zitat von toninotorino
Stehe zu meiner Aussage. Allerdings: Herr Bocholte kann seine Musik vorstellen, wie er will. Das ist für mich vollkommen ok. Und ich höre da auch immer gerne mal rein. Aber ich finde mich in seiner Musik nicht wieder. Das mit Abstand interessanteste Stück, das er für mich vorgestellt hat, war bisher "A Ride on the Bosperus". Danke dafür! Oder die Sängerin aus New York, glaube ich die, ihr Trauma musikalisch verarbeitete. Auch berührend. Jedenfalls mich. Aber mir ist das Genre,.......
das, was sie hier betrauern, gabs früher beim unvergessenen john peel. volker rebell vom hessischen rundfunk war übrigens auch nicht schlecht ...

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toastrunner 14.06.2018, 10:31
7. Warum müßt Ihr Eure Empfehlung ...

... mit Amazone verlinken? Warum nicht z.B. mit jpc?

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toastrunner 14.06.2018, 10:34
8. Warum müßt Ihr Eure Empfehlung ...

... mit Amazone verlinken? Warum nicht z.B. mit jpc?

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ambulans 14.06.2018, 11:16
9. >toninotorino (#11, oben),

Zitat von toninotorino
Ja. Und Klaus Wellershaus hat sich u. a. an Peel´s Appeal orientiert. Was in der Vergangenheit nicht schlecht war muss heute nicht schlechter sein. Danke für den Hinweis. Auch bzgl Volker Rebell. Von ihm habe ich auch schon mal gehört, obwohl weniger empfangein, weil ich in Hamburg aufgewachsen bin. Die Musik muss raus aus diesen engen Grenzen. Meine Maxime jedenfalls. Es gibt auch klasse Musik in Madagaskar, Australien, Neuseeland, überall. Diese Enge macht doch alles zunichte.
moin - jau, es gibt tonnenweise gute musik auf diesem unseren planeten (auch wenn wir das meiste davon gar nicht kennen). z.b. mitten in asien, aber auch - abseits des mainstream - all das gute aus afrika, egal, ob nun nord, west, mitte, ost oder süd. etwa: das damalige apartheid-regime in süd-afrika hatte ("separate, but - not equal") begonnen, zusätzlich zu ihrer homeland-strategie auch deren "kultur" zu erfassen und passgerecht für die insassen dieser regionen per rundfunk bereitzuhalten (so ähnlich wie die race music ab den 30ern in den US-südstaaten). diese sammlungen sind hervorragend erfasst und editiert und übers archiv des südafrikanischen rundfunk erreichbar, auch wenn es ihnen meist ein wenig (rückwärtsgewandt) peinlich ist; besonders empfehlenswert z.b. (kwa-)zulu, township oder lesotho - hier hat sich etwa paul simon (graceland) bedient ... have fun, dr. ambulans (alle kassen)

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