Forum: Kultur
Abgehört - neue Musik: Kuchen haben und ihn auch essen

Lily Allen kehrt aus vierjähriger Mutter- und Krisenphase mit dem besten Album ihrer Karriere zurück; Kanye West und Kid Cudi beschwören ihre Dämonen. Außerdem: Lametta-Billy von Kolars und Indierock-Debütantin Snail Mail.

Seite 2 von 6
toastrunner 14.06.2018, 10:34
10. Warum müßt Ihr Eure Empfehlung ...

... mit Amazone verlinken? Warum nicht z.B. mit jpc?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 14.06.2018, 10:39
11.

Zitat von ambulans
das, was sie hier betrauern, gabs früher beim unvergessenen john peel. volker rebell vom hessischen rundfunk war übrigens auch nicht schlecht ...
Ja. Und Klaus Wellershaus hat sich u. a. an Peel´s Appeal orientiert. Was in der Vergangenheit nicht schlecht war muss heute nicht schlechter sein. Danke für den Hinweis. Auch bzgl Volker Rebell. Von ihm habe ich auch schon mal gehört, obwohl weniger empfangein, weil ich in Hamburg aufgewachsen bin. Die Musik muss raus aus diesen engen Grenzen. Meine Maxime jedenfalls. Es gibt auch klasse Musik in Madagaskar, Australien, Neuseeland, überall. Diese Enge macht doch alles zunichte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 14.06.2018, 11:16
12. >toninotorino (#11, oben),

Zitat von toninotorino
Ja. Und Klaus Wellershaus hat sich u. a. an Peel´s Appeal orientiert. Was in der Vergangenheit nicht schlecht war muss heute nicht schlechter sein. Danke für den Hinweis. Auch bzgl Volker Rebell. Von ihm habe ich auch schon mal gehört, obwohl weniger empfangein, weil ich in Hamburg aufgewachsen bin. Die Musik muss raus aus diesen engen Grenzen. Meine Maxime jedenfalls. Es gibt auch klasse Musik in Madagaskar, Australien, Neuseeland, überall. Diese Enge macht doch alles zunichte.
moin - jau, es gibt tonnenweise gute musik auf diesem unseren planeten (auch wenn wir das meiste davon gar nicht kennen). z.b. mitten in asien, aber auch - abseits des mainstream - all das gute aus afrika, egal, ob nun nord, west, mitte, ost oder süd. etwa: das damalige apartheid-regime in süd-afrika hatte ("separate, but - not equal") begonnen, zusätzlich zu ihrer homeland-strategie auch deren "kultur" zu erfassen und passgerecht für die insassen dieser regionen per rundfunk bereitzuhalten (so ähnlich wie die race music ab den 30ern in den US-südstaaten). diese sammlungen sind hervorragend erfasst und editiert und übers archiv des südafrikanischen rundfunk erreichbar, auch wenn es ihnen meist ein wenig (rückwärtsgewandt) peinlich ist; besonders empfehlenswert z.b. (kwa-)zulu, township oder lesotho - hier hat sich etwa paul simon (graceland) bedient ... have fun, dr. ambulans (alle kassen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 14.06.2018, 11:29
13. @ambulans

...hab noch mal im Internet unter Vokller Rebell etwas recherchiert. Das geht schon in eine interessante Richtung, was er gemacht hat. Jedenfalls, was ich zu seiner Sendung "Kramladen" gelesen hab. Dieses wühlen in den Wundern der Musik. Diese ganze Kategorisierung von Musik ist doch ein Witz. Oder Trennung von neuer Musik und alter Musik. Diese Entwicklung in Richtung Schubladen und Quotenabhängigkeit, die ja schon in den Siebzigern leider angefangen hat, und sich in darauffolgenden Jahrzehnten fortgesetzt hat, wozu hat es denn geführt? Dazu, dass Hörer und die Leute generell heutzutage immer weniger wissen, was es alles an Musik gibt. An Stilvielfalt. Uns wird vorgeführt, als sein Kanye West oder Consorten das Hippste der Welt. Mal überspitz gesagt. Dagegen ist Missisippi Fred McDowell Avantgarde. :))) Du hörst doch von bestimmter Musik gar nichts mehr. Die wird heutzutage mittels Mund-zu-Mund-Propaganda empfohlen oder Du stöberst in abseitigen Plattenläden herum, recherchierst im Internet, triffst auf Websites, wo irgendjemand etwas hochspannendes a la Goldgräber oder Forschungsreisender Dir ans Herz legt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 14.06.2018, 11:39
14. >toninotorino (#13, oben),

Zitat von toninotorino
...hab noch mal im Internet unter Vokller Rebell etwas recherchiert. Das geht schon in eine interessante Richtung, was er gemacht hat. Jedenfalls, was ich zu seiner Sendung "Kramladen" gelesen hab. Dieses wühlen in den Wundern der Musik. Diese ganze Kategorisierung von Musik ist doch ein Witz. Oder Trennung von neuer Musik und alter Musik. Diese Entwicklung in .......
kompliment - du hast also wg. "you gotta move" (klasse version mit tom & steve, nicht?) nachrecherchiert. meine auffassung ist und bleibt: lieber originale als kenntnis- und respektfrei gesampeltes. mein tagestipp: rag'n'bone man, "human" vom pinkpop 2017 - und genießen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-wanninger 14.06.2018, 14:05
15.

Zitat von toninotorino
Zu 99% hat die Musik, die bei "Abgehört" vorgestellt wird nichts mit Rock ´n Roll zu tun. Ich muss es leider mal so deutlich sagen: Bis auf wenige Ausnahmen, ist es der immer gleiche Sound. Mit Rock-Musik oder Rock´n Roll hat diese Musik nichts am Hut. Ich würde es Plastik-Pop nennen. Tut nicht weh Placebos.
Ich verstehe zwar nicht so richtig was Sie mir nun eigentlich sagen wollten, im Bezug auf diese Rubrik haben Sie natürlich recht, aber Kolars sind alles andere als Plastik-Pop. Das ist ganz eindeutig Rock'n'Roll.
Einfach mal Google anwerfen "Kolars Live from JITV HQ" eingeben und genießen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 15.06.2018, 11:03
16.

Zitat von karl-wanninger
Ich verstehe zwar nicht so richtig was Sie mir nun eigentlich sagen wollten, im Bezug auf diese Rubrik haben Sie natürlich recht, aber Kolars sind alles andere als Plastik-Pop. Das ist ganz eindeutig Rock'n'Roll. Einfach mal Google anwerfen "Kolars Live from JITV HQ" eingeben und genießen.
Danke für den Tipp. Ich bewundere die Dame auf der Trommel. :) Musikalisch haben mich die Kolars spontan (ich kannte die Band vorher nicht) an Link Wray, Stray Cats und sogar J.B. Hutto erinnert. Obwohl Hutto einen ganz anderen Sound hat. Trotzdem ist mir der sofort eingefallen. Ich hab geschrieben, dass die Musik, wie ich es empfinde, zu 99% keine Rockmusik ist, die unter der "Abgehört"-Rubrik vorgestellt wird. Das bezog sich nicht auf die Kolars. Eher auf ihren Komentar, dass sie die Musik von Kolars als Rock ´n Roll definieren. Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe, für die die Musik von Hernn Borcholte und seinen Kollegen ausgesucht wird. Trotzdem stelle ich fest, dass die "Spannbreite" der vorgestellten Musik - aus meiner Sicht - zu eng ist. Ich würde viel mutiger vorgehen und z. B. einen J.B Hutto (Beispielsweise auf eine Wiederveröffentlichung hinweisen) neben einen angesagten Newcomer-Act stellen. Und zwar aus einem Grund: Weil diese Newcomer auch ihre Wurzeln haben. Als Led Zeppelin damals ihre Alben veröffentlicht haben oder Jeff Beck oder die Allman Brothers haben, bin ich auf deren Roots gestoßen. Blues, John Coltrane, Miles Davis und hab deren Musik plötzlich gehört und Bücher darüber gelesen. Hat mir einen neuen Zugang zum Leben verschafft. Fand ich gut und spannend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 15.06.2018, 12:52
17. >toninotorino (#16, oben),

Zitat von toninotorino
Danke für den Tipp. Ich bewundere die Dame auf der Trommel. :) Musikalisch haben mich die Kolars spontan (ich kannte die Band vorher nicht) an Link Wray, Stray Cats und sogar J.B. Hutto erinnert. Obwohl Hutto einen ganz anderen Sound hat. Trotzdem ist mir der sofort eingefallen. Ich hab geschrieben, dass die Musik, wie ich es empfinde, zu 99% keine Rockmusik ist, die unter .....
o.k., wenns die vielfalt ist, die erfreut - dann ein paar tipps für unterwegs: living colour "solace of you", ca. 1992 (hollywood/USA), mit vernon reids unsterblicher gitarrenlinie (phantastische performance). oder - wie komme ich jetzt darauf? - ein anderer "reid", nämlich clarence; künstler-name (einer von vielen) "blow fly", und er verstand sich, selbstbewusst wie er war, als erfinder des "expliziten" rap (hörbeispiel: the first black president of the USA). muss man nicht unbedingt kennen oder gar gut finden, hat aber durchaus seinen stellenwert in der musikgeschichte ... in diesem sinne, dr. ambulans (alle kassen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 15.06.2018, 13:16
18. >ambulans (selbst - #17, oben),

Zitat von ambulans
o.k., wenns die vielfalt ist, die erfreut - dann ein paar tipps für unterwegs: living colour "solace of you", ca. 1992 (hollywood/USA), mit vernon reids unsterblicher gitarrenlinie (phantastische performance). oder - wie komme ich jetzt darauf? - ein ......
kleine korrekturen zu meinem post von vorher: living colour traten 1992 beim hollywood rock festival auf - in rio (brasilien); obs nun um vernon reids beispielhafte "guitar line" oder evtl. ein "motif" in "solace of you" geht, müssen richtige experten entscheiden, ich bin hier (andere instrumente) nur amateur; und clarence (nicht der schielende löwe!) singt tatsächlich "first black president of america" (die version von 1980 ist insgesamt wohl die beste). also ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 15.06.2018, 17:14
19.

Zitat von ambulans
o.k., wenns die vielfalt ist, die erfreut - dann ein paar tipps für unterwegs: living colour "solace of you", ca. 1992 (hollywood/USA), mit vernon reids unsterblicher gitarrenlinie (phantastische performance). oder - wie komme ich jetzt darauf? - ein anderer "reid", nämlich clarence; künstler-name (einer von vielen) "blow fly", und er verstand sich, selbstbewusst wie er war, als erfinder des "expliziten" rap (hörbeispiel: the first black president of the USA). muss man nicht unbedingt kennen oder gar gut finden, hat aber durchaus seinen stellenwert in der musikgeschichte ... in diesem sinne, dr. ambulans (alle kassen)
Nicht "Vielfalt" a la Gemischtwarenladen. SPANNBREITE! Von Spannung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6