Forum: Kultur
Abgehört - neue Musik: Tief in den Falten des Bewusstseins

Wohin mit Frust und Wut? Die Elektro-Musikerin Jlin bastelt auf ihrem Album ein Klangkunstwerk der "Black Consciousness"; Deutschrapper Audio88 findet Kraft im Unironischen. Und: Das Debüt der She-Devils.

lutschbommler 23.05.2017, 17:46
1.

Sonst maule ich hier eher ein bisschen rum (wenn auch selten), aber heute wurde mein Interesse an Jin geweckt.

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popeypope 23.05.2017, 19:09
2. Ghettotech != Ghettohouse

Ghettotech ist mehr dem MiamiBass verwandt, sozusagen eine schnell gedrehte Variante mit DrumnBass-Bezügen, während Ghettohouse, Juke und Footwork mehr Überschneidungen haben.
Nachdem ich nicht nur in die obigen Beispiele reingehört habe: Sowas läßt sich mit moderner Software auf dem Rechner relativ schnell herstellen, entsprechende Sample-Library vorausgesetzt. Das Schwierige daran ist, auch zwingende Grooves daraus machen zu können.. aber die höre ich hier nicht. Das wirkt eher so, als hätte ein Zufallsgenerator das alles zusammengestoppelt.
Die bereits vor knapp 4 Jahren erschienene "My Life As A Ghost In The Bush" von Nangungu Pacific wirkt auf mich überzeugender: Nicht nur afrikanisch, sondern auch futuristisch, und dann mindestens 20 Minuten dauernde Stücke; und das Mastering ist nicht so aufgedonnert-spitz, sondern gemächlich 80er abgehangen, was die Hörerfahrung verbessert - es sei denn, man leidet an Einschränkungen in den Frequenz-Spitzen.
Nur: Sowas wird nicht wahrgenommen, weil es eben nicht über mehr oder weniger arrivierte Labels oder Vertriebe in die Journaille gepumpt wird.

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germ 25.05.2017, 19:21
3. Geht mir genauso

Zitat von lutschbommler
Sonst maule ich hier eher ein bisschen rum (wenn auch selten), aber heute wurde mein Interesse an Jin geweckt.
Geht mir genauso. Seltsamerweise kann ich mit Jlin was anfangen, obwohl das eigentlich gar nicht meine Musik ist - weil klipp und klar erklärt wird, bei diesen Tönen geht es um Kunst, und nicht um den nächsten Super-Hit. Das verstehe ich, das kann ich nachvollziehen

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, war Rap nie meine Musik. Deshalb kann ich auch mit "Audio88" gar nichts anfangen, denn wer braucht noch eine "Rap-Scheibe"? Rap hat sich totgelaufen. Tut mir leid, liebe Rapper, ihr müsst jetzt wohl oder übel singen lernen! ;-)

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