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Abschied von Jauchs ARD-Talk: Es wurde Zeit
DPA

Günther Jauch sollte Therapeut, Oberlehrer und Bausparer zugleich sein, er sollte Diskurs und Boulevard zusammenbringen. Ein bisschen viel für den späten Sonntagabend. Zum Jahresende gibt er seinen Talk auf. Gut so.

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helm 05.06.2015, 20:31
1. Unterhaltung kann er

Da ist gut so. Guten Journalismus kan er nicht. Plaudern ja. Witzig sein auch. Netter Kerl. Das soll er in seinen Unterhaltumgsendungen bei RTL machen aber nicht in einer Talkshow mit politischem Anspruch.

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parsimony 05.06.2015, 20:49
2. Es wurde Zeit?

Immerhin lehnt Günther Jauch das offensichtlich vorliegende Angebot der ARD ab. Und selbst wenn einem der eigene Geschmack sagt, dass er seine Sache nicht gut gemacht hat, so gibt sein Erfolg ihm wohl wenigstens recht. Oder ist nur gemeint, dass es Zeit wurde das Angebot an Politik-Talkrunden im TV zu reduzieren? Diese Hoffnung wird doch vermutlich enttäuscht werden, da ja auch vorher andere dieses Format in der ARD besetzt hatten. Wobei es für mich nicht eindeutig ist, dass Christiansen und co ihre Sache besser gemacht haben.

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spontanistin 05.06.2015, 20:51
3. Den Job kann fast jeder:

Vom Redaktionsteam vorbereitete Fragen ablesen. Und immer schön freundlich bleiben. Es ist schließlich eine Unterhaltungssendung, also seicht und ohne Tiefgang. Wäre ja noch schöner, wenn der Ausklang des Wochenendes das Großhirn fordern würde!

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reflexxion 05.06.2015, 21:07
4. Es sind auch die Umstände die zum Scheitern führten

Ich war vor ein paar Wochen live im Gasometer. Da wurde man aufgefordert mitzumachen, aber eigentlich auch eher nicht und ruhig zu sein. Es ging damals um die Gerechtigkeit bei Gehältern in Deutschland. Das ist wahrscheinlich einfach auch ein Beispiel für die ganze Talkreihe, denn die geladenen Gäste wirkten eher zufällig und sie hatten wohl bis auf den DGB-Chef kein echtes Interesse am Thema. Besonders peinlich fand ich eine bayrische Erzieherin die sich mit 3500 Euro unterbezahlt fand, viele der zahlenden Zuschauer dürften deutlich weniger verdienen. Offensichtlich war die Frau auch aktives Gewerkschaftsmitglied oder sogar eine noch arbeitende Funktionärin, das hörte man am Wortschaftz und den immer gleichen Phrasen die da kamen.

Für mich ist dieser Sendeplatz extrem unattraktiv, Sonntag um 21:45 geht die normal arbeitende Befväölkerung ins Bett um sich am näcchsten Morgen wieder brav ausbeuten zu lassen. Ich selbst schau um die Zeit lieber HR3 mit dem Hessenquiz, das ist leichter verdaulich.

Schon zu Zeiten von Dietmar Schönherr hat man lernen können das bei Talkshows nie was greifbares rauskommt. Jeder vertritt da nur seine Meinung, bei manchen Moderatoren schreien auch die Gäste viel durcheinander - wenn es Politiker verschiedener Coleur sind. Wenn es ganz schlimm kommt präsentiert auch noch einer nebenher sein nutzloses vom Ghostwriter geschriebenes Buch.

Ich habe G. Jauch praktisch nie im TV gesehen am Sonntag abend, live wirkte er nicht wirklich interessiert. Das dürfte auch an seinem privaten Einkommen liegen, das wohl jenseits von ein paar tausend Euro im Monat liegen dürfte. Jauch kann sicher mehr, aber das wird nie bei ARD oder ZDF passieren, weil da zu viele Bürokraten für teures Geld Bürostühle abnutzen. Der Ruf der öffentlich-rechtlichen Sender ist immer noch deutlich besser als das was am Ende an der Antenne raus/reinkommt. Zwangsfinanzierung durch alle, auch die ohne TV-Gerät ist ungerecht und es führt zu neuem Medienelend, weil man ja sowieso bezahlt wird, egal welcher Mist produziert wird.

Jauch sollte einfach kürzer treten und das Leben mehr genießen. Ich mach das auch, wenn auch mit deutlich weniger Geld.

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torstenschäfer 05.06.2015, 21:12
5. Verlogener Kommentar

"Warum war Jauch eine so einfache, aber überhaupt nicht billige humanistische Geste nicht selbst eingefallen?" - fragt Christian Buß von SPON.

Er sagt nicht, dass eine solche Schweigeminute vermutlich niemals im deutschen TV während einer Talkshow stattgefunden hat und dass noch weniger je ein deutscher Talk-Show-Moderator dazu aufgerufen hat.

Jede Wette, dass auch Christian Buß das nicht eingefallen wäre. Aber wer am Schreibtisch sitzt und sein Leben mit Rezensionen anderer Leute Arbeit verdient, kann ja viel schreiben. Papier ist geduldig.

Nicht auszuschließen, dass der selbe SPON-Kritiker Jauch heftig angegangen wäre, hätte er denn zu einer Schweigeminute aufgerufen. Man weiß es nicht. Es gibt viele Fernsehkritiken, die beliebig und vor allem selbstgefällig sind. Man biegt es sich so zurecht, wie man meint, dass es dem Publikum gefällt.

Jauch hat sicherlich vieles falsch gemacht. Aber so falsch wie dieser SPON-Kommentar wohl kaum. Diese Arroganz Kollegen gegenüber hat er nie praktiziert.

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tigranes 05.06.2015, 21:17
6. Quizonkel

Eine gute Entscheidung von Jauch. Wer sich seit Jahre als Rateonkel beim Schmuddelsender RTL seine Milliönchen verdient, hat auf dem ernsten und anspruchsvollen Parkett des Politjournalismus nichts zu suchen.

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Q9653 05.06.2015, 21:28
7. Es is´ echt echt jetzt, oder?! - ein Abgesang

Hat da nicht neulich ein Kabarettist gesagt: Auf die Frage "ja, wo leben wir denn?!" antworte ich nur noch: "in einer Zeit, da ungestraft ein Günther Jauch Journalist genannt werden darf ...." - Da habe ich mir überlegt, was an Jauch eigentlich noch mein Interesse ... sagen wir: erregt. Ich fand eine Klitzekleinigkeit: ist das ein Fiffi oder Echthaar. Ja, es ist Zeit, Herr Jauch. Sie müssen (obwohl definitiv authentischer und mental deutlich besser in Schuss) nicht so enden wie das große blonde Haribo-Fossil.

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teloudis 05.06.2015, 21:30
8. Ich hatte den Eindruck

er war bei jeder Sendung überfordert, wenn er die Frage,aus seinem Block gestellt hat, und nicht das raus kamm, was raus kommen sollte. Aber es war kein Nachhacken da, hatte wohl keine Ahnung vom Thema, welches auch immer. Das Nachhacken steht natürlich nicht auf den Moderations karten, und wenn man keine Ahnung vom echten Leben hat, kann man so eine Sendung nicht machen

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micromiller 05.06.2015, 21:41
9. Fernsehsteuer

vom letzten Kleinstrentner hat ihn zu einen superreichen gemacht, er macht es richtig. Das dämliche deutsche Publikum zahlt weiter eine Steuer, die es in keinem Land der Welt gibt und lediglich dem Wonneleben und Wohlergehen des Staatsfernsehen geht und selbstverständlich der 3 Kanal Meinungsparallälität dient.

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