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AfD im Bundestag: Antifaschismus muss Alltag werden
REUTERS

94 Sitze hat die AfD im Bundestag, das sind 94 zu viel. Aber die Rechten bekämpft man nicht, indem man ihre Positionen übernimmt. Man muss ihnen auf die Nerven gehen - und neue Allianzen schmieden.

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dr.joe.66 26.09.2017, 15:51
1. Einladung

Hallo Frau Stokowski,
ich lade Sie ein zu einem Spaziergang durch eine beliebige deutsche Großstadt (oder auch Kleinstadt). Ich setze meine Kippa auf und dann gehen wir 2 Stunden durch die Stadt. Danach wissen Sie was alle Juden in Deutschland wissen: Es ist egal wie viel Prozent es sind. Es sind auf jeden Fall mehr als man denkt, und viel mehr als man erträgt...

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gnarze 26.09.2017, 15:58
2. Alles wohlfeil...

Ich behaupte, dass auch die Stokowskis oder Augsteins dieses Landes einen maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis für die AfD haben.
Eine weitere Dämonisierung und Pauschaldenunzierung wird jedenfalls nicht das gewünschte Ergebnis bringen, eher das Gegenteil.

Eher kann man darauf hoffen, dass sich die Fraktion selbst in der Legislaturperiode zerlegt.

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TLB 26.09.2017, 15:59
3.

Verehrte Frau Stokowski, Sie machen einen Fehler und den zeihen Sie jetzt schon lange durch. Damit sind Sie nicht die einzige, aber leider führt dieser Fehler immer wieder zu einer absoluten Fehleinschätzung der Lage. Und aus dieser Fehleinschätzung heraus werden Sie nicht in der Lage sein, die richtigen SChlüsse zu ziehen, um in den kommenden vier Jahren die Zustimmung zur AfD einzudämmen. Hier nun der Fehler: Wer wie bspw Frau Wagenknecht die Probleme der Integration benennt und diese als nicht leicht lösbar darstellt, ist deswegen nicht automatisch rechts. Sie hat in dem von Ihnen verlinkten Artikel von "erheblichen Problemen" gesprochen. Deswegen rückt Frau Wagenknecht und andere nicht nach rechts.

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Netquette 26.09.2017, 16:00
4. Rechte hat es immer gegeben..

und ist kein Phänomen der BT 2017. Der Unterschied ist lediglich, dass es den Rechten gelungen ist eine breite Masse für sich zu mobilisieren, die früher so nicht zu Tage traten d.h. aber auch das die Antifa-Bewegung über die letzten Jahre immer funktioniert hat und es Bedarf keiner zusätzlichen Polarisierung und Stärkung der Antifa (wäre nämlich auch genau das, was die Rechte bräuchte), sondern die Leute, die mobilisiert wurden, müssen zurück gewonnen werden. Dies ist meiner Meinung nach, nur mit einer Politik möglich, die die vermeidlich Abgehängten wieder einfangen. Dies ist meiner Ansicht nach die Aufgabe der Politik und nicht sich im Bundestag an den Rechten aufzureiben.

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moerre 26.09.2017, 16:02
5. "Man muss ihnen auf die Nerven gehen"

Nein das muss man nicht. Aber statt nachdenken einfach den primitivsten inneren Trieben nachgeben, während man der anderen Seite genau das vorwirft, vereint alle Extremisten (auch die "nur" verbal sich äußernden).

Es hat schon einen Grund, warum schon immer recht oft aus Linksextremeisten Rechtsextremisten wurden, denn es handelt sich dabei gar nicht um das Gegenteil, sondern eigentlich um genau die selbe Sache.

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torsten_kx 26.09.2017, 16:04
6.

Die AfD hat nicht 12,6% Deutschlandweit bekommen. Die AfD hat 12,6% der abgegeben Stimmen bekommen. Das ist nämlich ein großer und wichtiger Unterschied. Abgesehen davon sind die Politiker selbst Schuld, als wären die Landtagswahlen kein Vorbote gewesen. Man hatte sie damals aus Protest gewählt und nichts hatte sich geändert. Statt Gespräche zu suchen, hat man die Wähler und die AfD scheinbar nicht ernst genommen. Das wirkt auf mich ignorant und finde ich zudem höchst undemokratisch, Gespräche zu verweigern.

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oidahund 26.09.2017, 16:04
7.

Warum nicht die AfD an ihrem Handeln und nicht an ihrem Reden messen? Bislang ist das Konzept der Höckes & Gaulands in der AfD prima aufgegangen. Sie brauchten nur etwas, das die Grenzlinie des poltischen Konses übertrat, rauszuhauen und schon liefen die Medien und das empörte Deutschland Amok. Genau das was diese Leute bezwecken wollten. Sie waren in aller Munde und ihnen wurde so eine Bedeutung zu teil, die sie einfach nicht haben. Warum unternhalten wir uns nicht einmal darüber, was die AfD bisher in den Landtagen geleistet hat. Wieviele Gesetzentwürfe haben sie eingebracht? Wieviele parlamentarischen Anfragen haben sie gestellt? Welche sachlichen Debattenbeiträge haben sie in den jeweiligen Ausschüßen geleistet? - Wie sieht das im Verhältnis zu den jeweiligen Regierungsparteien und den andere Oppositionsparteien aus? Sehr schnnell würde klar werden, da sitzen auf Kosten der Steuerzahler jede Menge Minderleister im Parlament, die sich nur auf das Krakelen und Krawall machen verstehen. Wer glaubt Gauland oder Weidel würden jetzt im BT alles ganz anders machen als die AfD-"Politiker" in den Landtagen, der wird mE schnell eines besseren belehrt. Sie, Frau Stokowski leisten mit ihrem Kommentar nur einen weitern Beitrag zur Bestätigung des selbstgezeichneten Bildes der AfD, als von allen "Systemmedien" verfolgte und schlecht beleumundete Partei.

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jahool 26.09.2017, 16:09
8. Kein AFD Wähler keine 87%

Als nicht AFD Wähler will ich auch nicht zur " 87% Gruppe " gehören. Sie tun ja gerade so als wären da nur die guten dabei und nicht auch 10% einer ehemaligen Mauermörderpartei.

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seit1973 26.09.2017, 16:10
9. Was es geben muss, ist eine parteiübergreifende Initiative,...

...jeglicher Form von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit mit staatlicher und institutioneller Härte entgegenzutreten. Diskutieren kann man nicht mit Leuten, die Menschen anderer Religion und Hautfarbe zu Objekten ihrer Hassgefühle machen. So wenig wie mit solchen, die die Erde für eine Scheibe halten. Wir sind es unsrem Gemeinwesen und unsrem Anspruch, eine zivilisierte Gesellschaft zu sein, einfach schuldig, hier harte gesetzliche und institutionelle Maßnahmen und Bollwerke einzuziehen. Warum sollte zum Beispiel Ausländerfeindlichkeit nicht als niederer Beweggrund für eine Straftat gelten - so wie Geldgier bei Mord? Poilzei und Strafverfolgungsbehörden müssen nicht nur finanziell und personell erheblich besser ausgestattet werden, sondern ihnen muß zudem systematisch und nachhaltig das Selbstbewußtsein und der Stolz vermittelt werden, mit harter Verfolgung ausländerfeindlicher und rassistischer bzw. derart motivierter Taten dem zivilisierten deutschen Gemeinwesen zu dienen und unsre Verfassung, unser Land und die Menschenrechte zu schützen. Der politische Wille hierzu muss viel stärker werden.

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