Forum: Kultur
"Anne Will" über den Dürre-Sommer: "Es gibt eben die menschliche Trägheit"
NDR/ Wolfgang Borrs

Anne Will ist zurück aus der Sommerpause - und will von ihren Gästen wissen, was Bund und Länder im Kampf gegen den Klimawandel tun können. Eine ebenso erfreuliche, wie bedrohliche Frage.

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RaiSta 20.08.2018, 01:46
1. Ein Bauer, der nicht jammert

... macht was falsch. Sind die Ernten schlecht, brauchen sie nen Ausgleich wegen der Ausfälle. Sind sie gut, brauchen sie nen Ausgleich, weil die Preise fallen ... und so weiter.
Das sollte man eher entspannt sehen, der Markt wird's schon richten... Und dass die Bauern mit manchen Maßnahmen selber kräftig zum Klimawandel beitragen, ist auch klar.
Nur wird auch hier die Verallgemeinerung 'die Bauern' der Sache nicht gerecht. Frau Klöckner scheint recht gut zu liegen. Für den kleinen Hof wird's allerdings u.U. wohl einer schnellen Hilfe bedürfen.
Für die Zukunft werden wir uns alle aber wahrscheinlich überlegen müssen, wie wir uns auf solche Witterungen vorbereiten, um im nächsten Sommer besser agieren zu können. In den Wintermonaten scheint's ja genug Wasser zu geben... Den Überfluss regeln, Schäden vermeiden und die Wassermengen auffangen für trockene Zeiten.
Klimawandel stoppen/bekämpfen/verringern wäre natürlich der Königsweg, aber nur in D/Europa nicht zu realisieren. Da gibt's noch zu viele Tagträumer, die noch schnell ihr Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Daher Gegenmaßnahmen gegen die Symptome, das wäre national machbar.
Wobei die Frage bleibt, ob dieser Sommer noch 'Wetter' oder schon 'Klima' war - und die Hoffnung, dass es dann, wenn wir diese Frage sauber beantworten können, nicht schon zu spät ist... oh weh!

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Miere 20.08.2018, 04:06
2. Das Weltklima wird nicht in Deutschland gerettet.

Unser Beitrag zum weltweiten CO2 ist bei 2% oder so. Ob wir daran irgendwas ändern ist absolut wurstegal. Die Amis und chinesen lachen sich kringelig wenn wir unsere Wirtschaft absägen um unseren winzigen Beitrag ein ganz winziges Bisschen zu senken, während sie selber fröhlich zum Schornstein raus heizen und uns dann ihre Billigprodukte verkaufen.

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stefan.hemmer 20.08.2018, 06:53
3. Und plötzlich ...

... scheint es eine Tatsache zu sein, dass der heiße Sommer eine Folge des Klimawandels ist. Vor ein paar Wochen galt das auch in den Medien noch als bloße Behauptung bzw. Möglichkeit. Dass z. B. der letzte Sommer eher kühl war - egal. Wenn man etwas nur oft genug wiederholt, glauben es schließlich alle. Und Deutschland muss das Klima retten, indem es seine Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß von 2% auf 1,95% senkt.

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equigen 20.08.2018, 07:07
4. Oh Gott, Schellenhuber

Ich hab die Diskussion nicht gesehen. Aber hat jemand darauf hingewiesen, dass der Sommer in weiten Teilen der USA bis zu 5 Grad zu kalt ist und wir einen sehr kalten Winter in Südamerika haben? Die globalen Temperaturen zeigen aktuell in keinster Weise so nach oben, wie man das hier in DE denken könnte (auch nicht die gemittelten auf der Nordhalbkugel - nachzulesen bei Kachelmann).
Mich würde mal interessieren, wie man die Dürren um 1540 (11 Monate) in DE erklärt - so ganz ohne menschliches CO2? Die waren wohl natürlich (Wetter), die aktuelle mit 2 Monaten nicht (Klima??)?

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olfnairolf 20.08.2018, 07:15
5. Ach wie schön....

...sind doch diese Diskussionsrunden im Bildungsfernsehen. Dass sich alle so einig sind und Themen so kontroverslos diskutiert werden. Da scheint die Sonne gleich ein bisschen heller.

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Dingens 20.08.2018, 07:19
6. Dystopie

Die Aussicht, dass ganze Breitengrade nicht bewohnbar sein werden, ist leider keine Dystopie, sondern Ergebnis seriöser Berechnungen...

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regnib 20.08.2018, 07:24
7.

Dank Prof. Schelnhuber, der die höchst gefährliche Perspektive eines "Weiter so" ruhig und überzeugend darlegte, eine interessante und wichtige Sendung. Zu der die Landwirtschaftsministerin außer ihren bekannten Sprechblasen wenig beizutragen hatte und FDP-Pinkwart die staunenden Zuschauer mit seiner Empathie für die einmal billigfliegen- und kreuzfahrenwollende arme Rentnerin überraschte.
Höchste Zeit, dass endlich die brennendsten und folgenreichsten Probleme wie z. B. der Klimawandel anstelle des ausgelutschten Flüchtlingsthemas in den Fokus von Medien und Öffentlichkeit kommen. Damit in der Folge ein heilsames Erdbeben bei den anstehenden Wahlen ausgelöst wird - und zwar nicht im Sinne der lobbygeschmierten etablierten Parteien oder gar der in den wichtigsten Zukunftsfragen völlig inkompetent unterbelichteten Ein-Thema-AfD.

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Diederich Grünling 20.08.2018, 07:32
8. OMG, Anne Will ist zurück

Aus der Sommerpause. Liebe Frau Will, die Katastrophe wartet nicht, bis Sie ihren Urlaub beendet haben. Also bitte, knallhart recherchieren, knallhart nachfragen. Und zwar dann wenn die Sonne brennt und nicht erst dann wenn es schon wieder regnet!

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zerberus9333 20.08.2018, 07:34
9. in the year 2525

Herr Prof. Schellnhuber hat mit seinen Aussagen vollkommen recht.
Fast ein jeder kennt diesen fast schon uralten weltbekannten song und mittlerweile bestehen berechtigte Zweifel ob die Menschheit diese Jahreszahl überhaupt erreichen wird.

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