Forum: Kultur
"Anne Will" zu den Steuermilliarden: Lindner und die Kleptokraten
NDR/Wolfgang Borrs

Phantomdebatte mit geringem Erkenntnisgewinn: Anne Will lud zum Gespräch darüber, was mit den Steuermehreinnahmen passieren soll. FDP-Chef Lindner versuchte, sich zu profilieren. Die Sendung im Check.

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makeup 22.05.2017, 04:38
1. die FDP ist sowas von beratungsresistent

Kaum mal wieder ein paar Stimmen gewonnen und schon in der alten Fahrspur. Einige Protestwähler wählen dann halt lieber die FDP statt die AfD und das ist gut so. Nur fängt die FDP dort an, wo sie aufgehört hat. Der Lindner ist der gebore Märchenonkel, der nach wie vor schon wieder so große Töne spuckt, als hätte er den Möllemann verschluckt.

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aurichter 22.05.2017, 04:53
2. OMG : Lindner

Dieser Politiker hat lediglich seine Klientel - Ärzte, Rechtsanwälte, Hoteliers etc - im Sinn mit der schwachsinnigen Förderung nach 30/40 Mia Euro Steuerentlastung. Diese vorerst geschätzten Mehreinnahmen sollten sehr sinnvoll in die Zukunft investiert werden, will heissen in Bildung und Infrastruktur. Auch Städte und Gemeinden im Westen der Republik wären über zusätzliche "Aufbauhilfe" bzgl Strassen und Gebäude vermutlich sehr dankbar. Als Anmerkung noch, weil es m.E. gut passt, sollte der von MP Weil in Frage gestellt wurde Soli fortgeführt werden, aber die jeweiligen Einnahmen aus den Bundesländern auch IN den Bundesländern als Strukturhilfe verbleiben. So könnten in den Bundesländern auch wieder sinnvolle, notwendige und nachhaltige Maßnahmen umgesetzt werden. Fehlende Gelder, die seit längerem auch aus den Alten Bundesländern bemängelt werden, könnten so dementsprechend verwendet werden und den NEUEN Bundesländern bleiben weitere Aufbauhilfe, wenn auch u.U. reduziert, dennoch erhalten. Diese Regelung würde die Ungleichbehandlung aufheben und der Soli würde den Menschen direkt im Bundesland zugute kommen. Dies wäre gerecht und den Steuerzahlern imho vermittelbar. Was Lindner will ist leicht zu durchschauen und prinzipiell abzulehnen, weil nur wieder Geschenke verteilt werden sollen. Aus der Bedeutungslosigkeit haben die Wendehälse aber scheinbar nichts gelernt.

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micromiller 22.05.2017, 05:01
3. Lindner & sein selbstloser Kampfteren

für das Wohlergehen der Wohlhabenden und deren Unternehmen konnte kaum bessser dargestellt werden. tbürger
Das eigentliche Drama ist, dass die SPD einmal wieder voll daneben haut und sich auf abstrakte Investionen in Bildung und Infrastruktur festlegt, anstatt die Massen-Armutsprobleme in unserem schrecklich reichen Land anzusprechen. Altersarmut €900 Durchschnittsrente, Steuern auf Einkommen unter €2.000, immer mehr unsichere Arbeitsplätze und die Altersarmut für fast alle nichtbeamteten Bürger.
St. Gabriel hat verlauten lassen, dass Steuerreduzierung oder gar Steuerfreiheit für niedrige Einkommen kein Thrma sind.
Die SPD wird mit diesem diffusen Programm kaum Wähler gewinnen. Es fast scheint sicherer zu sein die CDU und FDP
zu wählen, die verstehen zumindest etwas von Wirtsxhaft und werden diese kräftig förderndern und sicher auch ein paar Krumen für das gemeine Volk vom Tisch fallen lassen.

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herbert 22.05.2017, 05:16
4. Die Sendung hätte man sich sparen können !

Da kamen die Profilneurosen jeder Partei zum Vorschein!
Mit Zahlenspielchen wurde ein Wirrwarr geschaffen.
Frau Ulrike Herrmann präsentierte die Grünen. Doch welcher Wähler möchte im ernst Politik von der Überalldagengenpartei haben?
Der Lindner muss aufpassen, dass seine Partei der Besserverdienenden sprich FDP nicht wieder abstürzt, wenn er keine wirklichen Fakten und ertwas für den Bürger liefert.

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qwertz1234554321 22.05.2017, 06:04
5. Und Herr Lindner hat doch recht. . .

Kalte Progression

1960: DURCHSCHNITTSEINKOMMEN = 3.119 Euro / Eingangssteuer ab 859 Euro mit
20% / Spitzensteuer ab 56.263 Euro mit 53%.
D.h.: Der Spitzensteuersatz wurde für Einkommen erhoben die das 18-fache des
Durchschnittsverdienstes und das 65-fache des Grundfreibetrages betrugen.

2012: DURCHSCHNITTSEINKOMMEN = 30.432 Euro / Eingangssteuer ab 8004 Euro mit
14% / Spitzensteuer ab 55.000 Euro mit 42%.
D.h.: Der Spitzensteuersatz wird für Einkommen erhoben die LEDIGLICH das
1,8-fache des Durchschnittsverdienstes und das 6,9-fache des
Grundfreibetrages betragen.
2014 wird es noch schlimmer, da der Grenzsteuerbetrag bei
"Spitzenverdienern" auf 52.400 Euro gesenkt wurde!

Das bedeutet, dass der Staat heute behauptet, wer noch nicht einmal das
Doppelte des Durchschnittes verdient ist ein "Spitzenverdiener"! Beim
Grenzbetrag zur Spitzensteuer wurden rund 55 Jahre Inflation ausgeblendet!
Das ist unfassbar - auch wenn der Spitzensteuersatz von 53% auf 42%
abgesenkt wurde, sieht man an dieser Aufstellung wunderbar, wie der gierige
Staat immer tiefer in die Taschen der Normalverdiener greift.

Der Grundfreibetrag wird einigermaßen regelmäßig der Inflationsentwicklung
angepasst. Absolut regelmäßig geschieht dies mit den Obergrenzen zur
Sozialversicherung. Die werden jedes Jahr angepasst.
Nur beim Zugang zum Spitzensteuersatz tut man MIT VOLLER ABSICHT seit
Jahrzehnten nichts! Meines Erachtens nach ist dies nicht verfassungskonform
- zumindest aber ein absolut unhaltbarer Zustand - oder das "Gerede" von
Leistung muss sich lohnen ist einfach nur "Quatsch"!

In weiteren 55 Jahren wird jeder Auszubildende im ersten Lehrjahr
Spitzensteuer entrichten müssen, wenn sich nichts ändert (und warum sollte
es, wenn schon jetzt seit 55 Jahren nichts passiert ist?) - und mir ist bei
diesem Vergleich nicht wirklich zum Lachen zumute!

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dieterwassmann7 22.05.2017, 06:19
6. Steuermilliarden

Sie reden nur von Steuerueberschuessen. Auf der anderen Seite stehen die horrenden Mehrausgaben fuer Fluechtlinge u.a., die nach Vorausrechnungen von namhaften Volkswirtschaftlern ein mehrfaches der Steuereinnahmen betragen. Also ueber bleibt kein Plus, ein Minus !

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OhMyGosh 22.05.2017, 06:21
7. Pereant die Liberalen!

Guten Willens und nahezu vorurteilsfrei (geht das bei der FDP?) habe ich mir die ersten 10 Minuten in der Will'schen Politarena gegönnt. Danach war nix mehr möglich, denn der Stoppelbart-Liberale schenkte zu eifrig sauren alten Wein aus neuen Schläuchen ein. Dann doch lieber ein Gläschen Wasser von Wolle S. oder ein Schluck aus Sankt Martins Feldflasche...

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nestor01 22.05.2017, 06:21
8. Mit dem Thema "Einkommenssteuern" gewinnt niemand einen Wahlkampf,

zumal nur ein kleiner Teil der Einkommensbezieher überhaupt zahlt. Die One-Man-show des Herrn Lindner nimmt mittlerweile abstruse Züge an. Unterstützt vom öffentlich-rechtlichen-Rundfunk wird die FDP hochgepuscht und erscheint omnipräsent. Die AfD dagegen, darf nicht mitreden, um sie klein zu halten. Warum darf eine Partei, die nicht im Bundestag und nur in wenigen Landtagen präsent ist, und die nur zwei bekannte Gesichter hat, ständig im Fernsehen auftreten. Das Thema Rundfunkgebühr wäre dringend zu behandeln.

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micca221 22.05.2017, 07:08
9. Der linke Spin

Nee, schon klar. Die stramm linke, Grünen assoziierte Klassenkämpferin und "Wirtschafts"journalistin der TAZ Hermann verzettelt sich mehrfach bei ihren Zahlen und "Fakten", wird aber vom SPON als der große Lichtblick des Abends hingestellt. Ist schon interessant, wie sich die Wahrnehmung unterscheiden kann. Und noch was: wenn jetzt die SPD meint, Steuersenkungen für die Mittelschicht seien nicht drin, weil Ausgaben für die marode Infrastruktur wichtiger sind, heisst das jetzt, dass wir endlich einen neuen Hauptstadt Flughafen bekommen? Das mit dem letzten rot grün geführten Infrastrukturprojekten hat ja sooo toll funktioniert. Man beachte in diesem Zusammenhang auch den roten Filz (2000 EUR Tagessatz für den ehemaligen SPD Staatssekretär Lars Kühn), der erst letzte Woche wieder bekannt wurde.

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