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Antifeminismus-Lexikon der Böll-Stiftung: Hier steht, wer alles doof ist
AFP

Die Heinrich-Böll-Stiftung bringt ein Online-Lexikon heraus, das Antifeministen aufzählt. Eine Liste mit ungeliebten Personen - ernsthaft? So kämpft man nicht für Gleichberechtigung.

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dbeck90 01.08.2017, 14:41
1. Wikimannia

Ist lustig zu lesen, und wird anscheinend von Menschen betrieben, die keine Lust mehr auf so viel Quatsch in der Welt haben. Ich habe mal gezielt versucht, etwas frauenfeindliches dort zu finden. Aber alles richtet sich gegen Feministinnen. Das das alles Frauen sind, dafür können die Autoren auch nichts.

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theanalyzer 01.08.2017, 14:44
2.

Frau Stolkowski schreibt ganz richtig: "...(Feminismus) ist ein Kampf. Das liegt daran, dass es um was geht. ...Ein paar Leute müssen Macht abgeben, und das tun die nicht, wenn man sie nur lieb genug drum bittet."

Ich bin der gleichen Meinung, was den Kamp angeht. Als Mann soll ich Macht abgeben. Daran habe ich kein Interesse. Ergo bin ich gegen Feminismus. Dazu stehe ich.

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tortellone61 01.08.2017, 14:57
3. Vertrauen schaffen statt kämpfen/provozieren

Der Jemand spricht mir aus dem Herzen. Auch ich bin für Gleichberechtigung, ob bei den Gehältern oder bei Machtpositionen.
Aber ich wünsche mir konstruktive, intelligente, eher besonnene Mitbürgerinnen in diese Positionen. Femministinnen stossen ab mit ihren zumeist primitiven Kampfansagen und Aktionen ab, sogar viele Frauen.
Schade, Femministinnen erweisen allen Frauen einen Bärendienst. Diese verdienen besseres.

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matthias111 01.08.2017, 15:00
4.

"Aber vor allem: Was, wenn einer oder eine von denen, die da draufstehen, die Meinung ändert? Oder Zweifel hat? Oder sich irgendwie ambivalent verhält, vielleicht gerade mitten in einem Erkenntnisprozess steckt oder meinetwegen eine Erleuchtung hatte oder einfach wie ein ganz normaler Mensch - sich verändert?"

Und was wenn einer trotzdem auf seiner Meinung beharrt?
dann sind schwarze Listen o.k.?
Weil Meinung darf nicht jeder haben, nur die Guten, oder solche die sich noch zum "Guten" wandeln?

Regression wohin man schaut.

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ancoats 01.08.2017, 15:01
5.

Diese Liste ist nicht nur "lästig", und nicht nur, weil dort aufgeführte Personen ihre Auffassung irgendwann ändern könnten. Diese Liste ist grundsätzlich unangemessen, und in ihrer eklig selbstgerechten und diskursfeindliche Anprangerei für eine demokratische Gesellschaft mit hohem Stellenwert für Meinungsfreiheit und Diversität absolut unakzeptabel. Herrje, was ist bloß in diese Verfasser*innen gefahren? Heinrich Böll wäre wohl mindestens ziemlich erschrocken.

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santoku03 01.08.2017, 15:02
6.

"Natürlich gibt es eindeutig antifeministisch eingestellte Leute, bei denen die Hoffnung irgendwie gering ist, dass da noch zu Lebzeiten lila Lämpchen aufflackern."
Hmm, wenn es, wie Frau Stokowski schreibt, am Ende doch nur ein Machtkampf ist, dann sind doch diese Leute nicht per se "böse", sondern stehen in diesem Kampf lediglich auf der anderen (nämlich ihrer eigenen) Seite. Wäre das nicht ganz in Ordnung? Interessant - so habe ich das noch nie betrachtet. Ich dachte bisher, vom Erfolg des Feminismus sollte die ganze Gesellschaft profitieren, nicht allein die Feministinnen.

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hr.lich-daemlich 01.08.2017, 15:04
7.

"Ein paar Leute müssen Macht abgeben, und das tun die nicht, wenn man sie nur lieb genug drum bittet." Es ist eigentlich viel schlimmer als das. Aber so lange Frauen von diversen Menschen als Zeugungsmaterial und Männer von den Gleichen oder auch Anderen als Wegwerfarbeiter/-soldaten gesehen werden wird sich da nix so schnell ändern.
Die Stiftung zeigt eigentlich auch, dass es recht wenig Unterschiede im Populismus (egal von welcher Seite) gibt. Eine Liste mit Personen zu erstellen, die sich gegen den Feminismus aussprechen kommt einem öffentlichen Pranger schon nahe. Sollten die Menschen Strafrechtliche relevante Aussagen machen, dann gehören sie verklagt und da seh ich einen geringen Rahmen in dem man solchen gültigen Verurteilungen eine zeitlich begrenzte Öffentlichkeit einräumt. Sonst ist das einfach nur Denunziation und kann unkontrollierte Menschen zu privaten Konteraktionen verleiten. Und das ist ganz und gar nicht im Sinne des Feminismus (wenn ich ihn zumindest etwas richtig verstanden hab).

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Andraax 01.08.2017, 15:04
8. Diskriminierung

Für mich (männlich) stellt die Diskriminierung von Frauen den ersten und bedeutungsschwersten Schritt in einer langen Liste von Diskriminierungen dar. Wer die eine Diskriminierung lebt, wird auch vor den anderen nicht zurückschrecken: Frauen, LGBT, Arme, Dumme, Moslems, Ausländer.
Nur wer bereit ist Frauen nicht zu diskriminieren hat die geistige Reife auch sonst nicht zu diskriminieren.

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Vex 01.08.2017, 15:06
9. ....

Zitat von dbeck90
Ist lustig zu lesen, und wird anscheinend von Menschen betrieben, die keine Lust mehr auf so viel Quatsch in der Welt haben. Ich habe mal gezielt versucht, etwas frauenfeindliches dort zu finden. Aber alles richtet sich gegen Feministinnen. Das das alles Frauen sind, dafür können die Autoren auch nichts.
Oh wow also wäre es kein Rassismus wenn man zB nicht alle Schwarzen hasst sondern lediglich die die sich weigern Sklaven zu sein ?
Völlig perverse Sichtweise ... von wegen weniger Quatsch in der Welt eher mehr.

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