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Antisemitismus: Nicht das Problem der anderen
DPA

Immer wieder wird über muslimischen Judenhass diskutiert. Aktuelle Zahlen zu antisemitischen Straftaten belegen aber: Antisemitismus ist kein importiertes Problem - er war immer schon unter uns.

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H.Schirmer 09.08.2018, 20:03
1. Was jetzt, Muslime sind keine Deutschen?

Artikeleinleitung: "Immer wieder wird über muslimischen Judenhass diskutiert. Aktuelle Zahlen zu antisemitischen Straftaten belegen aber: Antisemitismus ist kein importiertes Problem - die meisten Taten verüben Deutsche."

Sind Deutsche etwa per Definition keine Muslime? Oder Muslime keine Deutschen? Wer hat sich den diese Artikeleinleitung ausgedacht?

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hollaonboard 09.08.2018, 20:05
2. Gott sei Dank!

Die überwiegende Mehrheit von antisemitischen Straftaten werden von "Einheimischen", im besten Fall sogar von "Deutschen" verübt.
Ich hoffe hier wurde auch wirklich die absolute Zahl betrachtet und nicht relativiert, nicht das am Ende doch noch pro eingewanderten Muslim prozentual mehr verübt wird. Sonst würde mein so krampfhaft konstruiertes Deutschland-Heile-Welt-Bild zerstört. Weiter so!

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zeisig 09.08.2018, 20:14
3. Warum jetzt?

Bis vor wenigen Jahren war Ruhe. Antisemitismus war kein Thema. Jetzt plötzlich kommt das wieder auf. Und da will mir jemand erklären, das habe nichts mit moslemischen Einwanderern zu tun?

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geteducated 09.08.2018, 20:16
4. Meint der Autor, dass Muslime keine Deutsche sein können?

„Immer wieder wird über muslimischen Judenhass diskutiert. Aktuelle Zahlen zu antisemitischen Straftaten belegen aber: Antisemitismus ist kein importiertes Problem - die meisten Taten verüben Deutsche.“

Muslim ist keine Nationalität. Muslime die hier in dritter und vierter Generation leben werden eben nicht als Ausländer in die Statistik aufgenommen, sondern einfach als Deutsche. Vielleicht ist dem Autor auch aufgefallen, dass nicht alle Ausländer Muslime sind. Also sagt ein Deutscher vs Ausländer Statistik nichts über dem Islam aus.

Außerdem weißen die offiziellen Statistiken enorme Mängel auf. Während unabhängige jüdische Forscher herausfanden, dass über 80 % des Antisemitismus von Muslimen ausgeht, meint die deutsche Regierung, dass 94 % von Rechtsextremen ausginge. Hier ein guter Artikel der ARD: https://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/antisemitismus-147.html

Ja, es gibt auch Antisemitismus in Deutschland die von Nazis ausgeht. Und das darf man nicht verharmlosen. Die Zahlen zeigen aber eindeutig, dass der Antisemitismus hauptsächlich von Muslimen ausgeht. Was ziemlich beängstigend ist, da wir nur 5 Millionen Muslime in Deutschland haben.

Mein Kernerlebnis: eine Gruppe von 5 Muslimen haben "stirb du Judenschwein" nach mir gerufen. Als ich einkaufen ging. Von der anderen Straßenseite aus. Und wenn man dann noch erfährt, dass man in diversen Moscheen aus den islamischen Schriften rezitiert, wo glasklar zum Völlermord an Juden aufgerufen wird, dann wird einem Angst und Bange.

Nicht alle Muslime sind Antisemiten. Aber es gibt ein deutliches Problem in Schrift, Moscheen und Auslebung in Deutschland. Nicht weggucken, sondern handeln!

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whmueller 09.08.2018, 20:17
5. Ich fahre seit 25 Jahren Taxi

in einer Deutschen Millionenstadt, noch nie habe ich auch nur 1 x ein einziges schlechtes Wort über Juden gehört von meinen Fahrgästen und auch nicht im Bekanntenkreis in all den Jahren !

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bauklotzstauner 09.08.2018, 20:25
6.

So lange selbst zarte Kritik am Apartheid-Staat Israel sofort mit dem Vorwurf "Antisemitismus" niedergebrüllt wird, ist es leider müßig, über Antisemitismus zu reden - einfach weil keine seriöse, allgemeinverbindliche Definition darüber existiert, was denn nun wirklich Antisemitismus ist. Und nein, nur wenn offizielle Vertreter des Zentraltrates oder Israels den Vorwurf erheben, ist er nicht automatisch wahr. In deren Augen ist ja sogar schon die EU "antisemitisch", weil sie Waren aus den jüdischen Siedlungen im anektierten Westjordanland nicht als "Made in Israel" vermarkten lassen will.

Das Problem zeigt sich auch in dem Artikel wieder, wenn da von der "antisemitischen Gürtelattacke" die Rede ist. Tatsächlich wissen wir bis heute nicht, was da wirklich passiert ist. Wir kennen nur das Video des Kippa tragenden "Angegriffenen", und dessen Versicherung, er habe mit dem "Angreifer" vorher kein Wort gewechselt. Dieser aber sagt, er sei zuvor verbal übel angegrioffen und beleidigt worden - was aber auf dem Video natürlich nicht zu sehen ist. Das Gericht sah daher diesen Teil des Vorwurfes auch nicht als erwiesen an - was unsere Medien aber leider nicht anficht, weiterhin von einer "antisemitischen Attacke" zu sprechen, obwohl auch eine pro-jüdische/antiarabische Provokation vorliegen könnte.

Noch schlimmer die Lügen rund um die Demo vom Dezember letzten Jahres, auf der angeblich "Tod den Juden" skandiert worden sei. Wie sich herausstellte, war das eine Erfindung des zuständigen Redakteurs des "Berliner Kurier", der damit sogar den vor Ort berichtenden Autor des Artikels verblüffte, der solcherlei nie in die Redaktion gemeldet hatte:

https://uebermedien.de/23715/massenhafte-tod-den-juden-rufe-am-brandenburger-tor/

Aber alle Medien druckten es nach, Politiker empörten sich und die Lüge ist bis heute in der Welt - als angebliche Wahrheit über "importierten Antisemitismus". Nocheinmal die Quintessenz: Das Ereignis, über das sich hier soviele konzertiert empörten, hat GAR NICHT stattgefunden!!

So lange derart viel Schindluder mit dem Thema getrieben wird, sollten wir es lieber ganz lassen. Weitere Blamagen. Fehlurteile und bereitwillig weiterverbreitete Lügen und Verleumdungen lauern überall...

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Eutighofer 09.08.2018, 20:27
7. Statistik muss hinterfragt werden

Laut offizieller Statistik wird der überwiegende Teil von antisemitischen Straftaten von Rechtsextremen verübt. Diese Statistik muss hinterfragt werden. Der jüdische Gastronom feinberg in Berlin wird immer wieder Opfer von Antisemitismus: Auch wenn Feinberg sowohl rechten als auch muslimischen Antisemitismus erlebte, weist er vor allem auf letzteren hin. Der Antisemitismus sei „importiert“, sagt auch Dregger. An Gebäuden rund um das Restaurant in Schöneberg hängen Regenbogenflaggen. Feinberg sagt, dass viele seiner Angreifer zugleich homophob seien. (Quelle: Der Tagesspiegel 8.8.18, "Dregger will Zeichen gegen Judenhass setzen")

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lasorciere 09.08.2018, 20:27
8.

Selten habe ich was Blöderes gelesen. Ich stamme selbst aus einer jüdischen Familie. Wenn ich oder ein anderes Familienmitglied bespuckt oder beschimpft wurde, wenn wir z. B. in der Nähe der Synagoge oder des jüdischen Zentrums unserer Heimatstadt waren, dann waren es bisher immer Moslems, die die Taten verübt haben. Im übrigen gibt es auch genug Moslems mit deutscher Nationalität (leider). SPON driftet immer mehr in die Links-dumme Ecke ab.

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korrekturen 09.08.2018, 20:31
9.

Es ist richtig, dass man die christliche Religion diskutiert und kritisiert da, wo das notwendig ist. Aber das bedeutet nicht, dass man die jüdische Religion nicht kritisieren darf und alles einseitig sehen soll. Ich frage mich, ob es Sinn macht über eine "christlich-antijüdische Tradition des Abendlandes" zu sprechen ohne die andere Seite zu berücksichtigen und eine viel komplexere Geschchte am Ende zu erzählen. Das ist, was viele Autoren wie der inzwischen klassischer Autor Israel Shahak, wie Elliott Horowitz in seinem Buch über Purim, wie Stephen Bloom in seinen sehr interessanten Buch Postville oder Albert Lindemann machen.

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