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ARD-Sonntagskrimi: Der München-"Tatort" im Schnellcheck
BR/ Hendrik Heiden

Absturz von Wolke sieben: Dieser "Tatort" über Polyamorie leuchtet Schönheit und Risiko unkonventioneller Liebesbeziehungen aus. Und Françoise Hardy singt dazu ein paar Lieder.

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felertoifel 21.05.2017, 21:42
1. Ach Gott

Was für ein erbärmliches Ende...

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Augustusrex 21.05.2017, 22:24
2. Na ja

War schon bisschen ein Wunschtraum älterer Herren, nämlich dass jüngere Frauen nichts besseres zu tun haben als mit ihnen in die Kiste zu springen, bzw. dass sie in der Lage wären, fünf Frauen zu befriedigen. Der Schluß war tatsächlich schwach.

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Olli 100 22.05.2017, 01:10
3. Jacobi lebt KEINE Polyamorie

Polyamorie in kurz:
1. Mehrere Menschen lieben (können)
2. bei vollem Wissen und Einverständnis aller beteiligten Partner.
Jacobi hingegen lebt mehrere Doppelleben wobei er die Frauen belügt und hintergeht. Er lebt also gerade nicht polyamor sondern vermittelt den Frauen, er würde nur jeweils sie leben.
Eher lebt die Psychologin polyamor, wobei auch ihr egal ist, das die Frauen von Jakob nichts voneinander wissen.

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der_seher59 22.05.2017, 06:49
4. wer diesen Tatort

und vor allem die Auflösung für plausibel hält - ein Mord, weil man eine größere Wohnung braucht und ein Mord, um dem Chef einen Gefallen zu tun - der sollte mal dringend an die frische Luft der Wirklichkeit des Lebens

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rennflosse 22.05.2017, 09:24
5. Noch im Dienst

Nach der vorherigen Folge aus München können die beiden Kommissare eigentlich gar nicht mehr im Dienst sein. Zumindest nicht Batic; zu heftig seine dienstlichen Verfehlungen aus der Vor-Folge.
Aber gut, man setze die Situation auf Anfang. Herr Buß verfängt sich zu sehr in Nebensächlichkeiten. Francoise Hardy sang gerade mal 10 Sekunden, ansonsten bestand die musikalische Untermalung aus schwermütigem Klavierklimpern und dem Verkehrslärm der Metropole München.

Die Diagnose Polyamorie wurde von einer Psychologin gestellt und damit wird dann anscheinend zur Krankheit erhoben, was in Zeiten von HIV bereits aussortiert schien. Polyamorie liegt aber nur dann vor, wenn alle Partner von einander wissen.

Man könnte den Tatort auch als Anspielung auf die Münchener Wohnungsnot verstehen, die Schluss-Sequenz legt das jedenfalls ganz unsubtil nahe.

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rennflosse 22.05.2017, 09:29
6. Kisten

Zitat von Augustusrex
War schon bisschen ein Wunschtraum älterer Herren, nämlich dass jüngere Frauen nichts besseres zu tun haben als mit ihnen in die Kiste zu springen, bzw. dass sie in der Lage wären, fünf Frauen zu befriedigen. Der Schluß war tatsächlich schwach.
Keine Illusion ist, dass überhaupt nur hinreichend junge Frauen den Wunsch verspüren, mit einem attraktiven Mann in die Kiste zu springen. Ältere SemesterInnen etwa ab 49 B verspüren auf diesem Gebiet bereits keinerlei Neigungen mehr; auch das ist eine unbequeme Wahrheit.
Und so bleibt älteren, aber noch virilen Herren nur die Hoffnung. Das Fernsehen nährt sie bis zum endgültigen Zerbrechen an der Realität.
Aber wollen wir die Realität auch noch im TV sehen? Ist dies nicht schon deprimierend genug?

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rennflosse 22.05.2017, 09:31
7. Schokolade

Zitat von der_seher59
und vor allem die Auflösung für plausibel hält - ein Mord, weil man eine größere Wohnung braucht und ein Mord, um dem Chef einen Gefallen zu tun - der sollte mal dringend an die frische Luft der Wirklichkeit des Lebens
Ich bin eigentlich froh, wenn ein Tatort mal ohne den staatlich verordneten Erziehungsauftrag auskommt.
Die Realität ist trist genug. Ein Tatort als ein Stückchen Schokolade für die Augen, so mag ich das.

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gnarze 22.05.2017, 10:34
8. Lustig

Habe mich mehr amüsiert als bei den Münster-Tatorten

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kael 22.05.2017, 12:53
9. Thema Polyamorie?

SPONs Vorankündigung: "Der Münchner "Tatort" beschäftigt sich mit dem Thema Polyamorie."

Die Erwartung war also hoch. Gut, dass sich der Tatort diesem eine breite Mehrheit quälenden Thema endlich widmen und es bild- und wortreich behandeln würde.

Dass es am Ende aber gar keine "Beschäftigung" wurde sondern ein munteres erotisches Spielchen um einen älteren Herrn und mittelalte Damen hat dem Tatort nicht geschadet. Im Gegenteil. Endlich mal ein Tatort ohne erzieherische oder aufklärende Ambitionen.

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