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ARD-Sonntagskrimi: Der neue Kiel-"Tatort" im Schnellcheck
NDR/ Christine Schroeder

Borowski kämpft mit den Gespenstern der Vergangenheit, seine neue Kollegin Sahin prügelt ihren Boxsack: Der neue Kieler "Tatort" ist ein Geister-Krimi, der ein bisschen zu schlau sein will.

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n8f4ll 02.09.2018, 17:26
1. ...

Schlechte Rezension, na dann schalte ich erst recht ein. Thema hört sich eigentlich gut an. Ausserdem mag ich Borowski :)

Bis später bei Twitter :)

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Charlie Whiting 02.09.2018, 18:06
2. Geister...

...hören sich schon mal gut an. Neue Kolleginnen sind auch meistens spannend. Dann heute ausnahmsweise mal Tatort. Zuviel Hektik ist ja nicht zu erwarten was ich im Moment gut finde...

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hoppla_h 02.09.2018, 18:12
3. Borowski

Zitat von n8f4ll
Schlechte Rezension, na dann schalte ich erst recht ein. Thema hört sich eigentlich gut an. Ausserdem mag ich Borowski :) Bis später bei Twitter :)
Borowski mag ich auch! - Aber, ob ER ein schlechtes Drehbuch, schlechte Regie ... 'retten' kann?

Trotz schlechter Rezension einschalten? - Oft haben Sendungen dann doch positiv überrascht. Insgesamt bin ich von vielen neuen "Tatort" enttäuscht.

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CAFE&WIEN 02.09.2018, 22:51
4. Den Begriff Sidekick zu wörtlich genommen

Der neue Borowski-Sidekick ist kein Gewinn für den Kiel-Tatort. Man vermisst Sibel Kekilli schmerzlich! Welche Redakteurin kam auf die Idee, Borowski ein kleines boxendes Mädchen zur Seite zu stellen? Es reicht nicht aus, eine phänotypische Ähnlichkeit zur Figur Brand zu nehmen (klein, dunkelhaarig, migrantös, "tough" etc.) und zu meinen, damit schon eine Figur entwickelt zu haben. "Mir gefällt Ihr Ton nicht!", sagt der Verdächtige Freund vom Borowski. Genauso ist es! Präpotenz und Phänotypie machen noch keine Figur.
Im letzten Kiel-Tatort, der „Borowski und das Land zwischen den Meeren“ hieß, tauchte eine sehr sympathische Polizistin, dargestellt von Anna Schimrigk, auf, die mit Borowski zusammenarbeite. DAS wäre der neue Sidekick gewesen! Der wäre dann sogar quasi organisch eingeführt gewesen durch den letzten Borowski. Aber nein, es musste ja unbedingt was ostentativ Migrantöses sein. Wegen Zeitgeist und so, gelt?! Man hat den Eindruck, dass beim Tatort jeder, und vor allem jede, mitmischen darf. Da heißen dann Figuren „Quirin“, weil das Patenkind der verantwortlichen Redakteurin so heißt usw. usf. Die ARD macht sich mit solchem klüngelhaften Vorgehen keine Freunde. Ich fürchte, wir werden nicht mehr allzu lange darauf warten müssen, bis Axel Milberg dann auch „seinen Dienst quittiert“. Und das wäre nach Brandt im P110, nach Król und Kunzendorf, nach Sawatzki und Schüttauf, nach Striesow, der nächste wirklich große Verlust für den Tatort. Und wer bleibt? - Die Ödnis aus Ludwigshafen. Das kann's doch wohl nicht sein, oder?! Mit einer solchen Castingpolitik, kombiniert mit wirren Geisterstories macht man Borowski kaputt. Man gewinnt auch keine Sympathie, wenn man Borowski wieder auf sein Auto schießen lässt! Das war genau ein einziges Mal ein Clou. Das "Zitat" heute wirkt fantasielos.
Apropos: Kaputtmachen. Warum, liebe ARD, müssen Sie im Lauf des Films eine Werbeeinblendung vornehmen?! Reichen die Werbungen für "Die Heiland", die Sie seit Wochen unablässig platzieren, nicht aus? Bitte: Unterlassen Sie das!

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Ekkehard Grube 03.09.2018, 00:16
5. Das war's dann wohl mit dem Kieler Tatort

Es hat gute Borowski-Tatorte gegeben – das waren diejenigen, in denen die Schrulligkeit von Borowski nicht zu dick aufgetragen wurde und die eigentliche Krimihandlung, die im Vordergrund stand, auf bewegende Weise menschliche Dramen darstellte. In diese Reihe gehören u.a. "Borowski und der brennende Mann", "Borowski und die einsamen Herzen", "Borowski und die Kinder von Gaarden" und "Sternenkinder".

In dieser Folge dagegen war Hopfen und Malz verloren. Die Handlung war wirr, es dauerte viel zu lange, bis man als Zuschauer halbwegs begriffen hatte, worum es ging. Im Vordergrund standen dagegen Schrulligkeiten und Spinnereien jeder Art. Am besten gefiel mir deshalb die Szene, in der Borowski eine "spiritistische Séance" veranstaltete, bei der er selbst als "Medium" das Glas hin und her schob. Da begehrte Borowskis Patenkind Grete stellvertretend für den Zuschauer – gegen diesen unerträglichen Schwachsinn auf, fand das Ganze "peinlich" und verließ schließlich das Zimmer. Standing ovations, Grete!

Und die Neue, Mila Şahin? Sie hatte einige gute Szenen, in denen sie sich energisch durchsetzte, aber insgesamt ging sie in dem total verhauenen Drehbuch unter – wie der ganze Film.

Äh – wie war noch mal der Schluss? Ich hab' den irgendwie nicht ganz gerafft.

Entweder, die Macher des Kieler Tatorts finden zu dem eingangs geschilderten Konzept zurück, in dem glaubwürdig erzählte menschliche Dramen im Mittelpunkt stehen und auch die neue Ermittlerin Mila Şahin Kontur gewinnen und auf Augenhöhe mit Borowski agieren kann.

Oder aber man macht den Kieler Tatort einfach dicht.

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bafibo 03.09.2018, 11:57
7. Blödsinn

Die neue "Ehefrau" könnte eine solche nur sein, wenn die erste Ehefrau tot oder für tot erklärt ist. Das wurde aber von dem Paar erfolgreich verhindert, zudem sind vier Jahre seit deren Verschwinden für eine amtliche Todeserklärung (die auch erst beantragt werden muß) deutlich zu kurz. Solche Dinge sollte man als Drehbuchschreiber wissen.
Zudem ist es auch für robustere Naturen nicht zuträglich, wenn man sich in den Hinterlassenschaften eines Vorgängers einrichten muß. Es ist zwar verständlich, wenn die Töchter etwas gegen die Veränderung ihres Elternhauses haben, aber mindestens einen Raum bräuchte die "Neue" schon für sich - aber dann müßte die Familie eingestehen, daß die Mutter tot ist. Darauf wurde auch nicht eingegangen, stattdessen diese an den Haaren herbeigezogene Psychose.

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harald_wilhelms 03.09.2018, 14:18
8. Pause, Borowski!

Früher hab ich alle Tatorte gesehen, inzwischen scheiden diverse Drehorte aus - nun auch Kiel, einer meiner früheren Favoriten - für geistiges Gedöns empfehle ich gewisse andere Sender - Dinge wie Muhackl aus München, Märchen aus Saarbrücken oder Tukur als Psycho, gleichzeitig Täter und Opfer, sind nichts für mich .... vielleicht ist die Zeit einer Sendung zu kurz, jedenfalls hab ich im letzten Jahr diverse Spitemzenkrimis gesehen, meist mit zwei Folgen (nagut, vielleicht schalte ich beim nächsten Kiel-Krimi nochmal ein, aber wehe .... :-)

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hoppla_h 03.09.2018, 18:00
9. Pause, Tatort!

Zitat von harald_wilhelms
Früher hab ich alle Tatorte gesehen, inzwischen scheiden diverse Drehorte aus - nun auch Kiel, einer meiner früheren Favoriten - für geistiges Gedöns empfehle ich gewisse andere Sender - Dinge wie Muhackl aus München, Märchen aus Saarbrücken oder Tukur als Psycho, gleichzeitig Täter und Opfer, sind nichts für mich .... vielleicht ist die Zeit einer Sendung zu kurz, jedenfalls hab ich im letzten Jahr diverse Spitemzenkrimis gesehen, meist mit zwei Folgen (nagut, vielleicht schalte ich beim nächsten Kiel-Krimi nochmal ein, aber wehe .... :-)
Pause, Borowski! ist ein guter Aufruf! - Ich lege nach: Pause, Tatort!
ARD-Slot: "Sonntag, 20:15, nach der Tagesschau: TATORT!"

Über kurz oder lang: "Kann Mimmi nicht mal ohne Krimi ins Bett gehen?

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