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ARD-Sonntagskrimi: Der neue Kiel-"Tatort" im Schnellcheck
NDR/ Christine Schroeder

Borowski kämpft mit den Gespenstern der Vergangenheit, seine neue Kollegin Sahin prügelt ihren Boxsack: Der neue Kieler "Tatort" ist ein Geister-Krimi, der ein bisschen zu schlau sein will.

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Dramaturgen-Frau 03.09.2018, 21:29
10. Tschüss, Borowski! Adieu, Axel Milberg!

Früher war die Figur Borowski wirklich kantig, geradezu schrullig. Es machte Spaß, dieser schrulligen Figur zu folgen. Der Fall war gar nicht so wichtig, Hauptsache, Borowski hatte unterschwellig etwas mit der Polizeipsychologin. Dann kam die starke Figur Sarah Brand dazu, gespielt von Sibel Kekilli. Ging auch hervorragend. Heute sehen wir: Borowski spielt Milberg, ohne große Kanten, so, wie Milberg auch in Talkshows auftritt, und sein Sidekick ist eine ganz, ganz schwach imitierte Kekilli, der man billig das Charakteristikum "tough" über einen Boxsack zuschustert (in welcher Behörde in Deutschland darf man in "seinem" Büro die Decke anbohren, um einen zentnerschweren Boxsack aufzuhängen?). Ich kann nur hoffen, dass diese neue Co-Kommissarin schon beim nächsten Mal der Geschichte angehört. Wie der Borowski-Tatort verwässert, zeigt das hier in einem Kommentar schon genannte Zitat des "erschossenen Autos". Den Autoren / der Redakteurin fällt nichts mehr ein, da wird dann aus bereits gelaufenen Kiel-Tatorten "zitiert". Sollte der nächste Kiel-Tatort kein Befreiungsschlag sein, wird, da bin ich sicher zum einen Axel Milberg sich bald als Kommissar aus Kiel zurückziehen, und nicht nur ich werde dem Borowski-Tatort "Adieu!" sagen müssen. So nicht, ARD!

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