Forum: Kultur
ARD-Sonntagskrimi: Der "Tatort" aus Österreich im Schnellcheck
ARD/ Hubert Mican

"Outbreak" in Österreich: In der Steiermark wird ein mit Ebola infizierter Afrikaner ermordet aufgefunden, Eisner und Fellner sehen sich mit Seuchenschutz und Abschottungsmaßnahmen konfrontiert.

keiler70 28.08.2017, 23:53
1. tadelloser Tatort

...wie fast immer von unseren Nachbarn. Herr Krassnitzer muß langsam aufpassen, daß seine Kollegin Neuhauser ihn nicht abhängt. Eine Bitte, liebe Österreicher: Nebengeräusche runter-, Sprache rauffahren; ich kam mir vor wie ein Schwerhöriger!

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fatherted98 28.08.2017, 08:13
2. Botschaft...

...die Botschaft scheint zu sein: Europäer sollen für ihre kapitalistischen Missetaten in Afrika mit den Leben büßen....na bravo....der Vorschlag wird sicher viel Beifall bei IS und Co. finden.

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hwmueller 28.08.2017, 08:41
3. Ausgrenzung pur?

Der Versuch die Fremden fremd zu lassen und uns nicht zugänglich zu machen ist geglückt. Weder Übersetzung noch Untertitel haben weite Teile des Tatort zu einem unverständlichen Parcourlauf werden lassen. Das ist mehr als ärgerlich, zeugt er doch den rassistischen Zug des ÖR. Und der Subtext des Plots: Die Migranten sind wie eine Seuche, die nach der EU schwappen. Widerwertiger Ansatz aber typisch Austria. Unterste Schublade. Und der Böse ist immer der Kapitalist: das erste Verhör mit dem jungen Reus. Rüde wäre zu schwach beschrieben. Ein Tatort mit schlechter Anfängerregie.

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permissiveactionlink 28.08.2017, 09:43
4. Unverantwortliche

Angst- und Panikmache ! Da wird völlig übertriebene Angst provoziert vor Migranten, die als hochinfektiöse lebende Virenbomben ganz Europa bedrohen. Vorsorglich rückt noch das Bundesheer mit einer ABC-Schutz-Einheit an. Absurd. Migranten sind heute aus Westafrika so lange unterwegs nach Europa (Monate !), die würden eine Ebola-Infektion gar nicht mehr lebend zu uns bringen. Die Infektion würde aber zuvor in Nordafrika ausbrechen und sofort internationale Aufmerksamkeit erregen. Ebola-Viren übertragen sich nur durch direkten Körperkontakt zu bereits Erkrankten oder an dieser Infektion Verstorbenen. (Nahezu alle Filoviren sind nicht durch die Luft übertragbar. Einzige Ausnahme bisher : Ebola-Reston). Viele Menschen werden jetzt nach diesem Tatort in ihrer Haltung gegenüber Migranten noch ablehnender und feindseliger. Dabei stellen Flugreisende in der Regel ein wesentlich größeres Risiko dar als Armutsflüchtlinge. (Beispiel SARS. Das ist grade noch mal gut gegangen !) Ein unverantwortlicher, reißerischer Tatort, der nun wieder all jene in Panik versetzt, die sonst nicht einmal zu einer sinnvollen Tetanus- oder Diphtherie-Schutzimpfung zu bewegen sind.

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permissiveactionlink 28.08.2017, 09:48
5. Unverantwortliche

Angst- und Panikmache ! Da wird völlig übertriebene Angst provoziert vor Migranten, die als hochinfektiöse lebende Virenbomben ganz Europa bedrohen. Vorsorglich rückt noch das Bundesheer mit einer ABC-Schutz-Einheit an. Absurd. Migranten sind heute aus Westafrika so lange unterwegs nach Europa (Monate !), die würden eine Ebola-Infektion gar nicht mehr lebend zu uns bringen. Die Infektion würde aber zuvor in Nordafrika ausbrechen und sofort internationale Aufmerksamkeit erregen. Ebola-Viren übertragen sich nur durch direkten Körperkontakt zu bereits Erkrankten oder an dieser Infektion Verstorbenen. (Nahezu alle Filoviren sind nicht durch die Luft übertragbar. Einzige Ausnahme bisher : Ebola-Reston). Viele Menschen werden jetzt nach diesem Tatort in ihrer Haltung gegenüber Migranten noch ablehnender und feindseliger. Dabei stellen Flugreisende in der Regel ein wesentlich größeres Risiko dar als Armutsflüchtlinge. (Beispiel SARS. Das ist grade noch mal gut gegangen !) Ein unverantwortlicher, reißerischer Tatort, der nun wieder all jene in Panik versetzt, die sonst nicht einmal zu einer sinnvollen Tetanus- oder Diphtherie-Schutzimpfung zu bewegen sind.

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stat_ist 28.08.2017, 09:54
6. nach 20 min ausgeschaltet

Langeweile, vordergründiger Humor, holzschnittartige Konstellation - da kann man nur ausschalten.
Und natürlich: wenn Schwarze eingeführt werden, gibt es die klassischen Klischees: Katastrophe (Ebola) und Tanzen um die Trommel. Das sind genau die rassistischen Blickpunkte, die die Serie vermutlich bekämpfen wollte. Einfach nur peinlich.

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cafe-wien 28.08.2017, 14:44
7. Da kommt was auf uns zu!

Ich betrachte den Tatort ja grundsätzlich nicht als Krimi, sondern als Abbild aktueller deutscher / europäischer Verhältnisse. Und dieser Tatort ist doch sehr realistisch. Da kommt was auf uns zu bzw. ist bereits in unserem Land, oder eben in Österreich. Was dieser TV-Film am Sonntagabend mir entgegen jeder Erwartung zeigt, ist, dass Afrikaner ganz sicher nicht nach Österreich oder Deutschland gehören. Auch und gerade, wenn sie, lustig tanzend, zur Trommel rumhüpfen. Land und Landschaft und diese Menschen, das verträgt sich einfach nicht. Ganz intuitiv. Da kann die Figur "Bibi" noch so sehr ihre gesetzlichen Pflichten vergessen und in ostentativ gutmenschlicher Sympathie die illegalen Machenschaften dieses bessermenschlichen Arztes goutieren. Bald sind Wahlen in Österreich und Deutschland. Dieser Film hat mir gezeigt, was ich ganz sicher nicht will! Dafür schon mal besten Dank. Kleine Anmerkung aber noch zur Dramaturgie und zu den Erfindungen des Drehbuchs: Was ist der Sinn davon, wenn Figuren mit sich selber reden (Bibi beim Hühnchenzubereiten, der Rechtsmediziner beim Anrufen nach Ebola-Feststellung)? Nochmal: Leute, die mit sich selber reden, liebe Drehbuchautoren, sind Neurotiker! Wenn Ihr zu schwach seid, das, was Ihr sagen wollt, in Bilder zu packen, dann lasst es doch einfach, ja?! Was sollte die Hähnchen-Geburtstagsszene, die weder witzig noch dramaturgisch notwendig war? Und dann dieses "Immer-am-Plot-entlang". Nicht wirklich gekonnt. Vorsicht: Der Wiener Tatort ist ein guter. Macht ihn nicht kaputt, ja?!

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