Forum: Kultur
ARD-Zweiteiler über Aenne Burda: "Meine Frau arbeitet nicht!"
SWR/ Hardy Brackmann

Ein Ehekrieg, der sich gewaschen hat: Katharina Wackernagel spielt Deutschlands erfolgreichste Verlegerin, die sich in den Fünfzigern ihren Aufstieg erkämpft. Brisanter Stoff - aber betulich inszeniert.

Seite 1 von 2
Alexis_Saint-Craque 05.12.2018, 17:31
1. Gmc

Ist Gildo Marion Crashmaire nicht der Wiedergänger von Aenne? Ist er es doch auch, der Betulichkeit als das neue sexy promotet. Und Wackernagel ist wohl die neue Neubauer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reznikoff2 05.12.2018, 18:22
2. Uh

Klingt ja schon beim Lesen gruselig. Wer will das denn sehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robeuten 05.12.2018, 20:39
3.

Zitat von reznikoff2
Klingt ja schon beim Lesen gruselig. Wer will das denn sehen?
EXAKT - miefiges 50er-Jahre-Kino, handwerklich mäßig begabte Regiearbeit, und eine durch und durch unangenehme - aber nicht sexy böse - Hauptperson...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Himbeertony 05.12.2018, 22:20
4. Das deutsche Fernsehen...

...hat eben mal wieder deutsches Fernsehen gezaubert. Schnarch....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matvering 06.12.2018, 23:03
5. Ich fand's gut

Meckern über Niveaulosigkeit kann auch niveaulos sein. Ich finde die Zeit gut getroffen und die Besetzung ausgezeichnet. Danke für den schönen Fernsehabend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lathea 06.12.2018, 00:21
6. Ein interessanter Film über eine.....

....interessante Frau, die es gelernt hat, sich in der damaligen Männerdomaine unternehmerisch überaus erfolgreich zu bewegen. Das konnte ihr nicht einmal ihr Mann nachmachen. Habe beide Teile inkl. Doku in der Mediathek gesehen. Eine schöne Kulisse der Gesellschaft der 50 er Jahre. Beide Hauptdarsteller haben sehr gut gespielt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
glennwolf 06.12.2018, 09:01
7. Zustimmung

Zitat von matvering
Meckern über Niveaulosigkeit kann auch niveaulos sein. Ich finde die Zeit gut getroffen und die Besetzung ausgezeichnet. Danke für den schönen Fernsehabend.
Ich kann mich dieser Meinung nur anschliessen. Vor allem die Fotografie und Milieugestaltung gelungen. Ein angenehmer Fernsehabend bei soviel überspanntem Zeug, das ansonsten geboten wird. Natürlich geht es immer besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
latimer 06.12.2018, 09:07
8. Der Artikel bringt’s nicht!

Das die 50er Jahre betulich waren, weil die Menschen nach Krieg und Faschismus eine betuliche und entsprechend repressiv-enge Welt bevorzugten, setzt der Film konsequent um und sollte man ihm daher auch nicht vorwerfen. Denn gerade diese Mischung aus gewollter Spießigkeit und geistiger Enge sind die wesentlichen Treiber für Menschen wie Aenne Burda gewesen.
Und tatsächlich sind die Gaukler auf den Straßen von Paris und das Akkordeon als geliebtes Musikinstrument ganz wesentlich für das Selbstverständnis einer Weltstadt, die die meisten Deutschen bis heute nicht wirklich verstehen.
Das und einiges mehr mag nicht ins Konzept eines Spiegelartikels passen und zeigt, dass auch einige Journalisten dieses an sich doch weltoffenen Magazins im Grunde sehr, sehr eng denken und sehr deutsch sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alexis_Saint-Craque 06.12.2018, 09:50
9. Affirmation, Babe!

Es ist im öffentlichen Interesse, dass der unerschütterliche Glaube an die Verwirklichung der Träume in einer marktkonformen Demokratie erhalten bleibt. Man kann auch sagen: Mitten im Advent wurde das goldene Kalb promotet. Selbstverwirklichung als Motor der Leistung. Super.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2