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Bestseller "Ein wenig Leben": Es wird immer schlimmer, und es ist großartig
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Ein Roman, der seine Leser erschüttert wie schon lange keiner mehr: Die US-Autorin Hanya Yanagihara stürzt ihre Hauptfigur in "Ein wenig Leben" in einen Abwärtssog, dem man sich kaum entziehen kann.

Affenjones 06.02.2017, 17:19
0.

Das Buch hört sich sehr spannend an. Ich werde es wohl lesen. War ja klar, dass ein Buch, das Gefühle von Männern zum Inhalt hat, gleich in einen homosexuellen Kontext gestellt wird (oder sind die "Massenmedien" fiktiv im Buch vorkommende?). Ob sich die Autorin der "queer codierten Mittel" bewusst war? Vielleicht...
Aber, dass das Titelbild nicht im Impressum erwähnt wird, wurde hoffentlich mit dem Urheber abgesprochen. Nicht, dass der Verlag deshalb in Schwulitäten gerät.

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goetzvonb 06.02.2017, 17:59
1. Reiner Reinfall

Ein unglaublich stupider Geschreibsel von einem Roman, vollgestopft mit Live-Style-Porn, alle erdenklichen Klischees bedienend. Comic-hafte, flache Charaktere, die zwar als intelligent beschrieben, jedoch laute dumme/banale Sachen von sich geben. Und all diese Misere versteckt sich hinter einem ernsten Thema - Kindesmissbrauch. Ist das gut so ein Thema auf solchem Niveau zu behandeln? Bin mir nicht sicher. Für die Leser, die auf die Lobeshymnen wie oben reinfallen bleibt zu hoffen, dass zumindest der Übersetzer die Qualität noch heben konnte.

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blueberryhh 06.02.2017, 18:28
2. ha ha ha ...

was für kontroverse Meinungen ... bin aber jetzt neugierig und werde mit das Buch besorgen ... hoffentlich nicht so ein unsinniger, ungerechtfertigter und übertriebener Hype wie die Bücher von der Ferrante ...

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ergo-oetken 06.02.2017, 19:43
3. Eine Kindheit in der Vorhölle: Für manche Menschen leider keine Fiktion, sondern Lebensgeschichte

Die in diesem Buch geschilderten furchtbaren Misshandlungen und ihre Auswirkungen auf Physis und Persönlichkeit der Hauptfigur sind nicht übertrieben geschildert. Jedenfalls nicht, wenn man sich vor Augen hält, wie viele Ehemalige Heimkinder und Insassen von ordensgeführten Internaten ganz Ähnliches berichten. Genauso wie Menschen, die als Kinder im Bereich organisierter Missbrauchskriminalität von ihren Täterinnen und Tätern zugerichtet und verkauft und von deren sexualisierten Folterungen dann auch noch Filme gedreht werden.
Es ist gut, wenn Bücher wie dieses viele Leserinnen und Leser finden. Und es wäre noch besser, wenn die sich mit dem Gedanken vertraut machen würden, dass so etwas Schreckliches für viel zu viele Kinder und überlebende Erwachsene keine Fiktion ist, sondern Alltag.

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chukwumeze 07.02.2017, 14:05
4. Liebe Redaktion,

hier ist ein "die" zu viel:
"Wahrscheinlich wäre das Buch unerträglich für die Leser, wenn nicht die Freunde, die mit unglaublicher Nachsicht und mit großem Langmut Jude die Treue halten würden."
Bitte korrigieren, danke.

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