Forum: Kultur
Bildungsdebatte: Kita als Demokratiebremse
DPA

Demokratie ist erlernbar. Vom Kindergarten bis zur Uni sind es Bildungsstätten, die die gesellschaftliche Beteiligung vermitteln. Was passiert, wenn sich ausgerechnet eine Kita aus dem Diskurs ausklingt?

Seite 1 von 3
he.ro.lito 11.03.2018, 09:55
1. Häh???

Was soll man jetzt mit so einem Text anfangen, der über allgemeines Weltanschauen und schön-betrübliches Philosophieren nicht hinausgeht? Was konkret ist passiert? Warum wurde dem Personal gekündigt? Warum haben sich alle (?) dagegen gewehrt? Reicht es jetzt schon, ohne irgendwelches Hintergrundverständnis, nicht malmehr "postfaktisch" sondern ohne Fakten große Empörung zu erzeugen? Mir jedenfalls nicht. Oder habe ich was verpasst?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marthaimschnee 11.03.2018, 10:04
2. falsch herum gedacht

es ist nicht so, daß das 21.Jahrhundert dort noch nicht begonnen hätte, sonder DAS IST das 21. Jahrhundert, Berufspolitiker inklusive, bei denen man nur noch an der hochgehaltenen Fahne erkennt, wem sie angehören, nicht jedoch ihres Handelns wegen - und die wenigen Ausnahmen, die daraus auszubrechen versuchen (als Berliner sagt Ihnen der Name Holm vermutlich etwas) werden gnadenlos stillgelegt. Mit Vollgas ins Verderben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salomon17 11.03.2018, 10:29
3. Was soll das?

Dieser Text ist offensichtlich nur für Insider geschrieben. Ich kann damit leider wenig anfangen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ice945 11.03.2018, 11:32
4.

Zitat von he.ro.lito
Was soll man jetzt mit so einem Text anfangen, der über allgemeines Weltanschauen und schön-betrübliches Philosophieren nicht hinausgeht? Was konkret ist passiert? Warum wurde dem Personal gekündigt? Warum haben sich alle (?) dagegen gewehrt? Reicht es jetzt schon, ohne irgendwelches Hintergrundverständnis, nicht malmehr "postfaktisch" sondern ohne Fakten große Empörung zu erzeugen? Mir jedenfalls nicht. Oder habe ich was verpasst?
Danke, dass hab ich auch nur gedacht...

Es gibt übrigens einen Elternbeirat, lieber Herr Dietz, den Sie hier allerdings mit keinem Wort erwähnen. Dieser sollte eigentlich als Vermittler zwischen Kita/Träger und der Elternschaft fungieren. Und sich eben im Notfall auch klar gegen den Träger positionieren und für die Belange der Eltern einstehen. Schließlich sind die Mitglieder die demokratisch gewählten Vertreter, also quasi die "Volksvertreter" der Kita. Mal abgesehen davon, dass wir als Leser nicht wirklich wissen worum es geht, wäre hier die demokratische Möglichkeit ja durchaus gegeben gewesen.

Und seinen wir mal ehrlich, es geht Ihnen in diesem Artikel nicht um die demokratische Erziehung ihres Kindes (oder auch irgendwelcher anderen Kinder). Sie nutzen die Ihnen gegebenen Möglichkeiten zur Öffentlichmachung eines (für den Leser undurchdringbaren) Sachverhalts in der Hoffnung, dass sich irgendein Berliner Lokalpolitiker findet, der das ganze dann wieder richtet, den Träger zur Erklärung zwingt und das alte Personal wieder einstellt. Das hat dann aber wieder nichts mit der von Ihnen beschrienen politischen Verantwortung des Einzelnen zu tun... Ich denke, Sie erkennen hier das Problem.

Sie haben also eigentlich nur zwei Alternativen: Sie schreiben über die demokratische Erziehung von Kindern in staatlichen Instituationen im Allgemeinen, oder sie schreiben über die konkreten (!) Missstände an der Kita Ihres Sohnes, die Sie persönlich betroffen machen. Aber schieben Sie bitte nicht die ganze demokratische Grundordnung unseres Lande vor, weil ihr Kita-Träger Mist baut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_12 11.03.2018, 11:43
5. Kein Sachtext!

Zitat von he.ro.lito
Was soll man jetzt mit so einem Text anfangen, der über allgemeines Weltanschauen und schön-betrübliches Philosophieren nicht hinausgeht? Was konkret ist passiert? Warum wurde dem Personal gekündigt? Warum haben sich alle (?) dagegen gewehrt? Reicht es jetzt schon, ohne irgendwelches Hintergrundverständnis, nicht malmehr "postfaktisch" sondern ohne Fakten große Empörung zu erzeugen? Mir jedenfalls nicht. Oder habe ich was verpasst?
Warum machen Sie jetzt anderen einen Vorwurf, weil Sie nicht lernen wollen zu abstrahieren? "Die Mitte von Berlin ist überall" sagt dieser Text. Stellt dar, wo die Gefahren liegen. So schwer nicht, aber auch nicht einfach im Vorbeigehen zu lesen. Müssen Sie halt noch Mal drüber, dann verstehen Sie es. Nur Mut!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 11.03.2018, 12:11
6. was

in ihrem beitrag leider völlig fehlt, herr diez, ist die "erkenntnis", das heute (im späten kapitalismus - haben wir den nicht schon ewig?) eine alles umfassende verteilungskrise ausgebrochen ist - jeder gegen jeden, das eine milieu gegen das andere/nächste, und so fort. nicht zweckfreie studien a la PISA, von OECD, wie immer und inzwischen vierteljährlich Bertelsmann, etc. - haben es jahrelang vorbereitet, und nach dieser ouverture kommt es nun zur anwendung: auch den kleinen und allerkleinsten werden nun die ihnen "zugebilligten" ressourcen und kapazitäten endgültig und ohne widerspruch abschließend zugeteilt. schöne neue welt, danke merkel ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ad2 11.03.2018, 13:20
7. Kein Einzelfall in der berliner Politik!

Nanu, ich finde den Text gar nicht so insidermässig, ich hatte auch bereits vor längerer Zeit einmal das "Vergnügen" an so einer "angeblich linken" Links-Partei-Bezirkspolitikerin zu scheitern, wo es am Ende nach Jahren vor Gericht landete und wir zum Glück noch Recht zugesprochen bekamen.
Die Strategie dieser sogenannten volksnahen Politiker ist es nicht den Bürgern zu helfen, sondern einen möglichst einfachen Job zu haben und Probleme abzublocken und auszusitzen - frei nach dem Motto: "so war das schon immer, ich selbst hab doch kein Problem und so lassen wir es jetzt!" Also eigentlich genau eine erzkonservative Denke oder bestenfalls dem Verständnis des ehemaligen DDR-Sozialismus entsprungen.
Die zweite vergleichbare Erfahrung hatte ich mit unserer Tochter allerdings in Hamburg: Ein rein gewinnorientierter Kita-Träger, ständige Erzieherwechsel (Bezugspersonen der Kleinstkinder!!!), eine träge überforderte Verwaltung, die sich vom Träger vorlügen liess, dass doch alles bestens sei – obwohl es weiterhin ständige Erzieherwechsel gab und man doch einfach nur die Realität von Eltern und Kindern hätte betrachten müssen.
Kommt dazu noch ein Erpressungspotential wie Kitanot und wegschauende Bezirkspolitiker, dann sind Eltern und Kinder trotz aktiver Elternarbeit einer völligen Willkür ausgeliefert. So war es nämlich bei uns!
Ich kann daher nur hoffen, dass dem Träger irgendwann gekündigt wird (denn so ein Vertrag läuft doch aus??) und in den Räumlichkeiten ein neuer Träger mit den Eltern aufgebaut wird.
Aber das wäre manchem sogenannten Sozial-Politiker dann vielleicht doch zu volksnah und klingt plötzlich nach Arbeit anstatt (womöglich sogar) Vetternwirtschaft ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
he.ro.lito 11.03.2018, 13:26
8. Mutig

Zitat von spon_12
Warum machen Sie jetzt anderen einen Vorwurf, weil Sie nicht lernen wollen zu abstrahieren? "Die Mitte von Berlin ist überall" sagt dieser Text. Stellt dar, wo die Gefahren liegen. So schwer nicht, aber auch nicht einfach im Vorbeigehen zu lesen. Müssen Sie halt noch Mal drüber, dann verstehen Sie es. Nur Mut!
Habe noch mal drüber nachgedacht. Ich will also nicht lernen zu abstrahieren... hmmm. Also ich versuche es mal: In Berlin Mitte ist Personal einer Kita entlassen worden (egal, warum) und nun ist "überall" (deutschlandweit, oder noch darüber hinaus?) die Demokratie in Gefahr. Ja? Nee, so mutig bin ich dann doch nicht! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spocki 11.03.2018, 15:00
9.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/aerger-in-mitte-stadtraetin-wirft-internationale-kita-raus-29696704?dmcid=sm_em

Scheint ja zu laufen bei Frau Obermayer und ihren Kitas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3