Forum: Kultur
Blutiger "Tatort" aus Wien: Knochenjob Serienkiller
ARD/ Hubert Mican

"Bisschen zu überladen": Eisner und Fellner verfolgen einen Mörder, der im Akkord tötet und die Leichen umständlich arrangiert. Ein Serienkiller-"Tatort", bei dem die Ermittler die Kritik gleich mitliefern.

thd1958 12.01.2018, 12:30
1. ... na, lieber Christian Buß ...

... das österreichische Team Fellner/Eissner gefällt mir ohnehin, nicht zuletzt wegen dem "Weaner Schmäh", der dann und wann so sympatisch rüberkommt. Lassen wir uns also wieder mal gut unterhalten ... am Sonntag Abend.

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Deep Thought 14.01.2018, 23:58
2. Ein sehr guter Tatort....

... da er unbestreitbare Fakten des geopolitischen Agierens der USA schildert und als zeitgeschichtlichen Hintergrund eines guten Krimis nutzt. Schliesslich wissen wir ja seit der Veröffentlichung des Telefongesprächs der US-Beauftragten für die EU, daß die USA allein in der Ukraine 5 Mrd US-Dollar investierte, um einen Umsturz zu inszenieren. Was die "politischen Frühlinge" rund ums Mittelmeer und in Osteuropa den Menschen dort einbrachten, wissen wir ja inzwischen. Dieser Tatort war schauspielerisch, in seiner Verzahnung der 3 Ebenen: 1) Knallharter geopolitischer Aussenpolitik, 2) einer geradezu kabarettistischen Verzahnung verlogener angeblicher Sicherheitspolitik und 3) einer durchaus spannenden Mordserie sehr unterhaltsam - und ausnahmsweise auch mal zum Nachdenken anregend.
Hut ab !

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meinungsforscher 15.01.2018, 09:08
3. Oh jeh!

Selten einen so schlechten Tatort gesehen: total emotionslos gespielt, absolut krude Story, Tote und Tote und noch mehr Tote... Am nächsten Sonntag dann wohl wieder einen Spieleabend!

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Aberlour A ' Bunadh 16.01.2018, 23:54
4. Serienkiller?

Der Witz war ja, dass der Täter gar kein Serienkiller war, mithin der Serienkiller nur "vorgetäuscht" war, um die Ermittler auf die falsche Fährte zu locken. Dass aber allein schon die relative Kurzfristigkeit der Taten den Serienkiller in den Augen der Ermittler des "Fake"-Verdachts aussetzt - die ganze aufwendige Konstruktion also in der Kosten-Nutzen-Analyse hinfällig - scheint so gar nicht zum hochintelligenten Täter zu passen. Ein Schwachpunkt in der Drehbuchkonzeption. So tötete der ehemalige Berufsrevolutionär schlussendlich aus dem profanen Grund, seine nun spießbürgerliche Existenz als Hochschulprofessor zu bewahren. Denn die sah er auf dem Spiel, sollten seine ehemaligen Mitstreiter mit der Veröffentlichung eines revolutionären Enthüllungsbuchs Ernst machen. Zudem macht er noch einen entscheidenden Fehler, der ihm zum Schluss selbst das Leben kostet Na ja. Ziemlich viel Drehbuchschmalz in einem kruden Story-Telling. 5 von 10 Punkten. Eigentlich schade, weil das Wiener Ermittlerduo zu meinen Lieblingsermittlerduos beim Tatort gehört.

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